13. Februar 2017 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Marco Rosenberg zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Als seine alkoholsüchtige alleinerziehende Mutter bei einem Unfall ums Leben kommt, landet der neunjährige Icare, der lieber „Zucchini“ genannt werden möchte, in einem Kinderheim. Die anderen Kinder dort haben ebenfalls eine schlimme Vergangenheit hinter sich, doch sie werden Freunde und wachsen wie eine Familie zusammen. Als das Mädchen Camille ins Heim kommt und Zucchini sich in sie verliebt, müssen die Kinder zusammenarbeiten, um Unheil abzuwenden.

Die Puppen sind ausdrucksstark und exzellent animiert, von großen Gesten bis hin zu Feinheiten wie zuckenden Pupillen. Auch die stilisierten Hintergründe sind mit liebevollen Details ausgeschmückt. Die sparsam eingesetzte Musik stammt aus der Feder der Schweizer Singer-Songwriterin Sophie Hunger. Mir hat der Film sehr gut gefallen, weil er auf erfrischend unverkrampfte Weise unangenehme gesellschaftliche Themen wie Abschiebung, Tod, häusliche Gewalt oder Drogensucht aufgreift – ganz ohne Holzhammer oder erhobenen Zeigefinger. Anders als bei Mainstream-Kinderfilmen steckt hier viel Tiefe und Wärme in der Geschichte, die sich nicht auf Effekthascherei verlässt, sondern mit viel Herz und Humor die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Vordergrund rückt. Ein rundum gelungener Familienfilm, der groß und klein dazu anregt, über sein eigenes Leben nachzudenken und es wertzuschätzen.

Marco Rosenberg

Narrative Designer – Voice Director – Voice Actor

DIESER FILM WIRD VOM INDACHS UNBEDINGT EMPFOHLEN!

DER INDACHS SAGT: „DIESER FILM IST TOLL!“

ES GIBT KEINE ENTSCHULDIGUNG, DIESEN FILM NICHT ZU SEHEN!

BITTE, BITTE WEITERSAGEN!

Mein Leben als Zucchini startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

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