10. Juni 2017 Johannes Wolters

Die Indachs-Kritik von Mario Doll zu Universals „DIE MUMIE“ mit Tom Cruise

Mit Tom Cruise, Russel Crowe und Regisseur / Produzent Alex Kurtzman lässt Universal erneut eines seiner bekanntesten Filmmonster „Die Mumie“ auferstehen. Gleichzeitig soll es das erste Monster-Abenteuer im extra erschaffenen „Dark Universe“ Franchise darstellen und weitere Remakes (z.B. Frankenstein, Dracula, Wolfsman… für letzteren Film ist sogar aktuell Dwayne The Rock Johnson im Gespräch) sollen bekanntlich folgen bis ein Aufeinandertreffen der Mega-Monster stattfinden wird.
Mit „Die Mumie“ soll hierfür nun abermals der Grundstein neu gelegt werden, da der ursprüngliche Startfilm „Dracula Untold“ vor 3 Jahren die Fans und somit an der Kinokasse enttäuschte.

Zur Story:
Nick Morton (Tom Cruise) ist ein egoistischer Draufgänger, der stets an seinen Vorteil zuerst denkt. „Erst schießen, dann fragen“ könnte sein Motto sein und so bleibt es nicht aus, dass er sich und andere stets in brenzlige Situationen bringt. Aus reiner Geldgier plündert er z.B. im Irak Kulturstätten und legt dabei ganz aus Versehen das Grab und den Sarkophag der ägyptischen Prinzessin Ahamanet (genial: Sofia Boutella) frei, die von ihrem Volk verbannt und lebendig mumifiziert wurde – die größte Strafe im alten Ägypten. Da Morton damit jedoch das Böse entfesselt hat und auch selbst mit einem Fluch belegt wird, sind die unbeschwerten Tage für ihn und seine Freunde nun definitiv vorbei. Nahezu gleichzeitig werden bei Tunnelarbeiten in London alte Gräber von Kreuzrittern entdeckt. Für beides interessiert sich eine geheime Organisation, die sich der Erforschung des Bösen verpflichtet hat außerordentlich. Dessen Leiter Dr. Henry Jekyll (Russel Crowe) weiß die Zeichen zwar richtig zu deuten, hütet aber selbst jedoch ebenfalls ein großes, dunkles Geheimnis…
„Die Mumie“ ist ein richtig gut gemachtes und kurzweiliges Horror-Action-Abenteuer mit 110 Minuten in brillantem 3D, sowie mit einem fabelhaftem, stimmungsvollen Score. Tom Cruise´s Charakter Nick Morton ist mir zwar am Anfang ein wenig auf den Nerv gegangen (weil er mir einfach zu überdreht war) aber auch das hat sich mit der Zeit dann glücklicherweise gelegt. Richtig hervorragend besetzt finde ich die Rolle der Prinzessin Ahamanet mit Sofia Boutella, die schon in „Kingsman“ zeigen durfte, wie böse sie sein und dabei noch hübsch aussehen kann. Ebenfalls sieht man Russel Crowe an, dass er richtigen Spaß mit seiner (Doppel)Rolle hat. Es gibt sehr viele tolle Ideen, die im Film perfekt umgesetzt wurden, z.B. wie der Sarkophag von Ahamanet vor der Welt verborgen wurde (unterirdisch, in einem Quecksilber-Bad), die sich teilenden Pupillen, der Flugzeugabsturz, uvm. Universal setzt bei „Die Mumie“ tatsächlich alles auf eine Karte: man hat zwei, drei Mal das Gefühl, dass hier zwischen Hommage und Horror absolut ein Blockbuster kreiert werden musste, um das „Dark Universe“ nun im zweiten Anlauf auf die richtige (á la „Marvels Cinematic Universe“) Bahn zu lenken. Meiner Meinung wird dies auch gelingen und die Rechnung aufgehen, denn wo Tom Cruise draufsteht, ist auch Tom Cruise drin. In Südkorea z.B. ist der Film bereits am 06.06.2017 angelaufen und hat direkt einen bemerkenswerten Startrekord mit Einnahmen in Höhe von 7,3 Mrd. koreanischen Won / rund 5,9 Mio. Dollar aufgestellt! Mal schauen wie sich „Die Mumie“ im Rest der Welt schlägt und ob die Zuschauer sich in ihren Bann ziehen lassen… Ich finde ihn jedenfalls „unheimlich“ gut 🙂
Mario Doll, Berlin

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