24. April 2017 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Matthias Backmann zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol. 2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Lia Wehrs

There are two types of beings in the universe: those who dance, and those who do not. – Drax

Dieses Werk gehört eindeutig zu den tanzenden Typen von Film: Guardians of the Galaxy Vol. 2 macht Spaß, vom actionreichen Anfang bis zum Ende mit den bekannten Post-Credit-Szenen. Und Regisseur und Drehbuchautor James Gunn erzählt noch dazu eine unterhaltsame Geschichte, um diesen Teil des großen Marvel Universums weiterzuführen. Neben dem nächsten Auftritt der Guardians in Avengers: Infinity War in 2018 schreibt er schon am Abschluss der Trilogie – ich freue mich drauf.

Matthias Backmann

Der Film beginnt zeitnah nach Ende des ersten Teils: Die Guardians verdingen sich als Söldner um andere Welten zu schützen: „Star Lord“ Peter Quill (Chris Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Drax (Dave Bautista), Rocket (gesprochen von Bradleys Cooper) und Baby Groot (gesprochen von Vin Diesel). Und natürlich der Awesome Mix Vol. 2. Der Soundtrack wurde wieder direkt mit ins Drehbuch geschrieben und unterstützt die Story wie ein weiterer Charakter – ohne jedoch im Holzhammerstil den Zuschauer zu einer bestimmten Emotion drängen zu wollen. Dafür sorgen schon die schönen Bilder und die stimmigen Dialoge. OK, Comic-typisch wird etwas zu offen ausgesprochen, was in den einzelnen Personen vorgeht, das muss man mögen.

Die Suche von Star-Lord nach seinem Vater, der Kampf der Geschwister Gamora und Nebula und das Verhalten von Rocket gegenüber den anderen werden aber wunderbar eingefangen und man leidet mit, um im nächsten Moment in Gelächter auszubrechen, wenn Baby Groot niedlich naiv versucht, seinen Freunden zu helfen oder wieder eine Referenz auf die 70er-80er Jahre gesetzt wird. Überhaupt ist die Welt wieder eine Homage auf die Zukunftsvorstellungen dieser Zeit und bildet damit einen schönen Kontrast zur Techno-Zukunft der Avengers oder der mythischen Welt von Thor und Doctor Strange. Kostüm, Maske, Kulisse, Ton, VFX – in jeglicher Hinsicht wurde viel Arbeit ins Detail gesteckt und so gibt es für den aufmerksamen Betrachter immer wieder etwas zu entdecken in den vielen Settings. Selbst mit der Stereoskopie gehen James Gunn und DoP Henry Braham sehr gut um, man kann also auch gerne die 3D-Variante wählen. Und neben den aus dem ersten Teil bekannten Stars sind u.a. mit Kurt Russell und Sylvester Stallone weitere Gesichter dabei, die das Universum weiter beleben.

Für mich ist der Film jetzt schon eines der Highlights des Jahres. Wer nicht vollständig etwas gegen das Marvel Universum oder Retro-Science-Fiction hat, der muss sich diesen Film auf jeden Fall anschauen – auf der großen Leinwand mit dem richtigen Sounderlebnis!

Matthias Backmann

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