29. September 2016 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Nils Nißing zu Tim Burtons „Die Insel der besonderen Kinder“

Miss Peregrine's Home For Peculiar Children




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Nils Nißing

Der Film startet mit einem collagenhaften Intro, welches sehr schön durch Fotos und eine alten Karte in die Welt einleitet und auch bereits andeutet, dass hier so einiges nicht in Ordnung ist. Jake (Asa Butterfield) ist nach einem Unglück in seiner Familie auf der Suche nach Antworten. Auf einer Insel entdeckt er an einem geheimen Ort ein besonderes Mädchen, Emma (Ella Purnell), welche die Fähigkeit hat, Feuer zu erschaffen/bändigen. Diese führt ihn nun zu dem Waisenhaus aus den Geschichten von Jakes Opa, welches von Miss Peregrine (Eva Green) geleitet wird. Alle Waisenkinder besitzen eine besondere Fähigkeit, welche sie so schützenswert machen, dass Miss Peregrine eine Zeitschleife erschaffen hat, in der diese nun zeitlos leben. Die Rivalen in Form der Hollows (u.a. Samuel L. Jackson), sind den Waisenkindern dicht auf den Fersen, nur Jake könnte diese in die Flucht schlagen. Der Film wurde in Stereo 3D gezeigt, welches sich durch ein paar Popouts auch bemerkbar gemacht hat, ansonsten hatte man die übliche Tiefe im Bild. Das Setting ist à la Tim Burton und damit meine ich, es ist wirklich skurril gut, visuell macht ihm so schnell wirklich keiner was vor. Der Film startet gut und hält die Spannung erst einmal im oberen Level, wir entdecken die Welt und haben allen Grund, mehr von der fantastischen Geschichte erfahren zu wollen. Im Schlussteil geht es dann leider recht wirr zu und die visuelle Unterstützung im CG fällt hier leider wirklich auffallend raus, Charaktere fügen sich nicht mehr in das Setting ein. Dies ist noch immer ein sehr allgemeines Problem: „Wann traue ich dem Zuschauer so viel Fantasy zu, dass ich es ihm nicht direkt auf einem Silbertablett vor die Nase halten muss?“ Meiner Meinung nach öffnet der Film zu viele Facetten und hat keine Zeit, alles ausreichend zu behandeln. Die Geschichte hat sehr viel Potential und funktioniert auch bis zu einem gewissen Grad. Bis auf die partielle CG Überflutung hat der Film mich visuell sehr angesprochen. Alles in allem hatte der Film viele gute Momente und ich fühlte mich in der erschaffenden Welt sehr wohl.

Nils Nißing, Student IFS Köln

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