15. Februar 2017 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Paul Schick zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Der neun jährige Junge Icare, der auf den Spitznamen Zucchini hört, lebt mit seiner Mutter in einem kleinen Haus in der Stadt. Durch einen unglücklichen Unfall stirbt seine launische und alkoholkranke Mutter, und Zucchini ist plötzlich mit einer neuen Lebenssituation konfrontiert. Der freundliche Polizist Raymond nimmt sich seiner an und bringt in ins Kinderheim, welches außerhalb der Stadt, sein neues zuhause werden soll. Dort angekommen merkt er, dass das Leben nicht einfacher ist. Simon, ein rothaariger frecher Junge macht ihm zu Anfang das Leben sehr schwer. Doch durch die anderen Kinder, die alle samt ihre eigene traurige Geschichte haben, raufen sie sich zusammen und knüpfen ein starkes freundschaftliches Band.
Eines Tages stößt Camille zu ihnen, ein junges Mädchen, in das sich Zucchini das erst mal auf Anhieb verliebt. Doch ihre Tante, die nur auf das Pflegegeld scharf ist, versucht Camille zu sich zu holen und sie von Zucchini und ihren Freunden zu trennen. Alle Kinder planen Camille zurückzuholen bevor sie endgültig auseinander gerissen werden.
Mein Leben als Zucchini, ist ein klassischer Puppen Stop-Motion Animationsfilm des Regisseurs Claude Barras und erzählt eine bedrückende aber auch gleichzeitig wahrherzige Geschichte. Die Charaktere sind alle liebevoll gestaltet und agieren in einer warmen, und farbenfrohen Welt. Der Einsatz von Lichts ist immer passend und unterstütz dabei die Stimmung des Filmes.
Der Film funktioniert perfekt als Hommage an alle vernachlässigten Kinder, die jeden Tag mit ihren seelischen und körperlichen Wunden leben müssen. Der Regisseur schafft es dabei exemplarisch, mit dem Jungen Zucchini zu zeigen, dass man mit seinen Ängsten und Nöten nicht alleine ist. Das Kinderheim wird zu einem utopischen Zufluchtsort in dem die Kinder mit viel Herz und Verständnis behandelt werden. Anders als bei vielen anderen Filmen in dem solch ein Ort meist dunkel und schlecht dargestellt wird.
Der Film zeigt ein drastisches Bild von kaputten und entrückten Familienverhältnissen, welche sich meiner Meinung nach eher für ältere Kinder oder junge Erwachsene, und deren Eltern richtet. Durch die die Animationsfilm Adaption gelingt es aber auch ein jüngeres Publikum einzubinden. Nicht zuletzt aufgrund des gelungenen Ende des Filmes und dem liebevollen Umgang mit den Charakteren, ist „Mein Leben als Zucchini“ ein gelungener und absolut sehenswerter Animationsfilm.

Paul Schick

https://paulschick.de/

DIESER FILM WIRD VOM INDACHS UNBEDINGT EMPFOHLEN!

DER INDACHS SAGT: „DIESER FILM IST TOLL!“

ES GIBT KEINE ENTSCHULDIGUNG, DIESEN FILM NICHT ZU SEHEN!

BITTE, BITTE WEITERSAGEN!

Mein Leben als Zucchini startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

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