13. Februar 2016 Johannes Wolters

Die INDAChs Kritik von Wolfram Kampffmeyer zu Disneys „ZOOMANIA“

Das Landei Judy Hopps ist eines von hunderten Hasenkindern einer Karottenfarmer-Familie, das schon in Jugendjahren davon träumt, eine erfolgreiche Polizistin in der Riesenmetropole Zotopia zu werden. In dieser Stadt leben Tiere sämtlicher Spezies mehr oder weniger harmonisch zusammen. Doch ein Hase als Polizist gabs noch nie, hier dominieren schwere und große Tiere wie Elefanten, Büffel und Nashörner.

Dennoch absolviert Judy die Polizeischule erfolgreich und versucht sich, unter den massigen Alphatieren zu behaupten.

Als sie den Fall eines vermissten Otters übernimmt und den Fuchs und Gelegenheitsgauner Nick als Helfer gewinnt, nimmt der Film mächtig Fahrt auf.

„Zootopia“ ist wie immer bei Disney als Kinderfilm konzipiert, doch behandelt er ein ernstes Thema: Ausgrenzung und Rassismus unter dem Deckmantel „niedliches Tierreich“.

Hat Judy anfangs selbst mit Vorurteilen zu kämpfen (ein kleiner Hase hat im rauhen Polizistenalltag nichts zu suchen), ist sie später selbst dafür verantwortlich, die größte Diskriminierungswelle in Zootopia auszulösen (alle Raubtiere sind böse und müssen gehen).

Dieses Problem wird im Film natürlich wieder gelöst und zum Guten gewendet. Hoffentlich kommt die Message flächendeckend an und verändert die Welt der Menschen ebenfalls.

Wolfram Kampffmeyer, Freelance 3D artist, located in Ludwigsburg

 

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