15. Oktober 2015 Johannes Wolters

Die INDACHS-Kritiken zu Robert Zemeckis THE WALK von den Mitgliedern des VFX Studios RISE FX

Vertreter von Rise FX in Berlin durften „The Walk“ vorab bereits anschauen – hier sind ihre Kritiken:

Oliver Hohn:

Ein großartiger Film der die Atmosphäre seiner Zeit einfängt. Mit überzeugenden Darstellern wird die Geschichte des Philippe Petit und seinem ‚Walk‘ erzählt. Absoluter Höhepunkt ist natürlich der Titel gebende Gang über das Drahtseil der in IMAX 3D äußert beeindruckend wirkt.

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Chris Smallfield:

The Walk, a film about the inspirational high-wire walk of Philippe Petit, captures the the spirit of that time and the event itself. The acting of Joseph Gordon Levitt is charming, as usual, and a convincing portrayal of the daredevil Frenchman. I would be curious to see the original version, as I hope the French accent is a little more convincing than the German dubbed version.

The visuals work exceptionally well for creating the dizzying heights of the Twin Towers, I can imagine people with a fear of heights would be quite uncomfortable, but I found it thrilling. There are some minor hiccups revealing stuntmen that were likely more capable than Joseph Gordon Levitt, but they were easily forgivable.

The music was good and effective, but won’t be stuck in your head and quickly forgotten.

For those who either know the real story well or have seen the documentary „Man on a Wire“, you can see moments in which Robert Zemeckis „edited“ the story to make it simpler and friendlier. On occasion I found that to be a shame, as I like my heroes to be a bit flawed and Philippe Petit was. These flaws were buffed out in this production, making it appeal to a wider audience. I would recommend viewers watch both the dramatization and the documentary for a more full picture of the event. The two films compliment each other well.

The film is ultimately successful and I would give it a 7.5/10

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Jana Rexhausen:

Als ich am Abend Heim kam, wurde ich gefragt, wie mir der Film gefallen hat. Zunächst fehlten mir die Worte. Ich konnte nur antworten „Schlicht und ergreifend: Fesselnd.“ Die Faszination des Films bestand für mich aus der Kombination eines Anspannungsgefühls und Hoffnung. Ich litt über die Länge des Films mit Philippe Petit. Sein Traum war so greifbar nahe und er hatte so hart dafür gearbeitet. Ich wünschte ihm den Erfolg.

Als er dann auf seinem Seil zwischen den unmenschlich hohen Türmen tanzte wollte ich die Augen schließen. Doch konnte ich es nicht. Meine eigene Höhenangst sagte mir ich sollte nicht hinsehen doch die Sympathie für Philippe war so groß, dass ich das Gefühl hatte ich würde jeden seiner Schritte mit offenem Auge beobachten. Ich wollte ihm in irgend einer Weise meine Unterstützung zukommen lassen, obwohl alles in mir schrie „Geh von diesem Seil herunter“.

Abgesehen von der fesselnden und zweifelsohne interessanten Geschichte, waren die Bilder die der Film zeigte, atemberaubend. Das wunderschöne Paris und der Blick über die Dächer von New York.

Ich kann nur sagen, „The Walk“ hat mich von der ersten Minute an abgeholt. Ich werde ihn sicher wieder anschauen und ihn jedem empfehlen.

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Florian Gellinger:

Der Film bietet tolle Schauwerte – besonders die Nachtpanoramen New Yorks sind toll mit digitalem Mondlicht geleuchtet ohne kitschig zu wirken. Man merkt zu keinem Zeitpunkt, dass der Film für relativ schmales Geld zu großen Teilen im Greenscreen-Studio in Kanada entstanden ist. Die Buch- und Doku-Vorlagen (Man on Wire) wurden super in ein filmisches Drama adaptiert. Das stereoskopische 3D wirkt beeindruckend auf der riesigen IMAX Leinwand. Man hat manchmal das Gefühl, dass der Stoff für eine IMAX-3D-Umsetzung geschrieben wurde – gebe es nicht den realen Philippe Petit mit seiner echten Lebensgeschichte.

Ein negativer Punkt der Verfilmung ist die miserable deutsche Synchronisation von Petit selbst mit einem furchtbar aufgesetzten französischen Dialekt. Das hat Joseph Gordon Levitt im Original deutlich besser hingekriegt. Einen zweiten Minuspunkt gibt es für den On-Screen-Erzähler: Robert Zemeckis hat es für nötig gehalten Philippe Petit überall im Film auf der Fackel der Freiheitsstatue (!) als Erzähler auftreten zu lassen. Diese Momente wirkten auf mich wie Fremdköper und gerade Zemeckis hat so etwas nicht nötig um die Geschichte zu begleiten. Da gibt es sehr viel subtilere und elegantere Methoden. Selbst eine Stimme aus dem Off wäre besser gewesen.

Alles in allem aber ein toller Kinoabend mit einer tollen Geschichte, großartigen Darstellern und wunderschönen Bildern.

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Andreas Giesen:

„The Walk“ hat mir gut gefallen, da der Film die interessantesten Episoden aus dem Leben von Philip Petit rausgepickt und so kurzweilige Unterhaltung geboten hat. Obwohl der Ausgang seines waghalsigen Vorhabens ja schon bekannt war, wurde insbesondere zum Ende hin eine spannungsgeladene Atmosphäre aufgebaut, unterstützt von den eindrucksvollen Panoramen von New York. Insbesondere im IMAX und durch den 3D-Effekt sind diese besonders gut zur Geltung gekommen. Die Darsteller konnten durchweg überzeugen, lediglich Petit selber als Erzähler auf der Freiheitsstatue hätte man sich vielleicht sparen können. Alles in allem ein sehenswerter Film, zumindest für alle ohne Höhenangst…

 

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