26. Juni 2020 Johannes Wolters

„Ooops! The adventure continues…“ – Official Trailer (2020)

INDAC EMPFEHLUNG: „WIR RATEN AB!“

Aufgrund massiver und durchaus heftiger Angriffe aus dem Umfeld der Produktion, sehen wir hier von einer weiteren, direkten Berichterstattung über diesen Film ab und werden ihn nicht dem Publikum zum Besuch empfehlen.

Ich hatte mir erlaubt, den englischsprachigen Trailer hier zu posten versehen mit dem Kommentar: „Der internationale Trailer zu „Ooops!… Land in Sicht“ weist gegenüber dem arg Preschool-orientierten deutschen Teaser vom 12. Juni doch schon wohltuend etwas mehr Story auf. Sind wir mal gespannt!“

Das reichte aus, um einen beleidgenden, rüden und darüberhinaus auch noch unwahren Kommentar auf Linked In zu zeitigen, der geliked wurde, dem aber nicht widersprochen wurde.

Dieser Kommentar wurde übers WE zwar leicht abgeschwächt und relativiert, allerdings wurde auf persönliche Nachfrage meinerseits keinerlei Interesse an einer Aussprache oder Diskussion signalisiert. Im Gegenteil wurde die erste Aussage nochmals persönlich bekräftigt. Na denn!

Meine persönliche subjektiven Vermutung: Bei dieser Produktion scheint wohl einiges im Argen zu liegen, wenn Artists bereits derartig sensibel reagieren, wenn ich es mir erlaube, den internationalen Trailer zu posten.

Wohlgemerkt, das Wording des Kommentars wurde abgeändert, die Personen, die den Kommenatr geliked haben, teilen also auch diese Meinung. Keiner vertrat eine gegenläufige Meinung oder meinte, Einspruch erheben zu müssen.

Meinungsfreiheit scheint hier jedenfalls nicht erlaubt zu sein! Stattdessen erhielt ich wieder gleich verschiedene Emails von beteiligten, betroffenen  Artists an der Produktion, deren Inhalt ich natürlich mal wieder nicht auf dem Blog teilen darf, die aber inhaltlich meinen subjektiven Eindruck leider bestätigten.

Ergo raten wir jedenfalls von einem Besuch dieser Produktion massiv ab!

Stay safe!

Johannes Wolters

 

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Comments (3)

  1. Simon Isenberg

    Da hatte jemand Einzelnes ein Problem mit dir und deiner Berichterstattung. Das ist zumindest alles wovon ich weiß. Kein Grund den Film, an dem sehr viele mitgearbeitet haben, zu kompromittieren. Es sollte jetzt nicht der Eindruck entstehen, das hier eine gezielte Kampagne gegen dich und schon gar nicht die freie Presse gefahren wird.
    Ich bin jetzt auch nur Artist und hab nix zu sagen, aber vor allem ein Mensch der kein Freund von öffentlichen Schlammschlachten und Eskalation ist.

  2. Christian Puille

    Lieber Johannes, ich habe weder Kenntnis von der Produktion, noch des Inhaltes Deines LinkedIn-Posts oder der Reaktionen darauf, aber mir bleibt die Spucke weg, wenn ich am Ende Deiner Mitteilung hier lese:“Ergo raten wir massiv von einem Besuch dieser Produktion ab.“
    Machst Du auf diese Weise Deinem persönlichen Ärger Luft? Indem Du mit dieser Wortwahl zu Sanktionen aufrufst? Liebe Grüsse, Christian Puille

  3. Heiko Lueg

    Sehr geehrter Herr Wolters.

    Ich möchte mich hiermit offiziell bei Ihnen entschuldigen. Offensichtlich haben Sie meinen Kommentar auf Ihren Post bei LinkedIn als Kränkung empfunden. Das lag wirklich nicht in meiner Absicht.

    Jeder Mensch wünscht sich Anerkennung und Wertschätzung für seine Arbeit – das sollte man nie vergessen.

    Wohlgemerkt bin ich auch nur einer von vielen Artists, die an diesem Film gearbeitet haben, und kein offizieller Repräsentant des Projekts. Es macht also wirklich keinen Sinn, die Produktion in Ihrer Gesamtheit abzustrafen.

    Wenn Sie von anderen Artists angeschrieben worden sind, dann doch sicher nur, weil diese verständlicherweise nicht nachvollziehen können, wie es zu Texten wie „Wir raten ab!“ kommt.

    Mein Kommentar war zugegeben eine etwas überzogene Kurzschlussreaktion und ich hatte auch „einen sitzen“, als ich diesen verfasst habe. Im Grunde war Ihr Post ja auch als positives Feedback zu verstehen. Aber ich habe mich halt an der Einleitung festgebissen. Und in Folge dessen haben Sie schlichtweg etwas abgekriegt, was eigentlich für ganz andere Ohren bestimmt war. Das tut mir leid. Mein angestauter Frust rührt eher daher, dass ich persönlich den Eindruck habe, dass Animations-Filme, an denen in Deutschland gearbeitet wird, allgemein in vielen Publikationen und sozialen Netzwerken aus Prinzip schlecht geredet werden: Ich spüre hier ein Klima der Vorabverurteilung. Das ist nicht gerade motivierend, wenn man in diesem Beruf arbeitet.

    Dennoch muss ich eines klar stellen: Mein ursprünglicher Kommentar hatte vielleicht einen „sportlichen“ und „emotionalen“ Ton. Aber wenn ich nun Ihre Worte hier darüber lese, muss ich doch freundlich die Frage stellen: Haben Sie nicht möglicherweise darin etwas in Ihrer Verärgerung gesehen, das da gar nicht war?

    In meiner angepassten Fassung habe ich ausschließlich über den Film gesprochen. Sie dürfen ja gerne wegen dem „Eigenlob“ darin mit den Augen rollen. Aber Sie können sich doch nicht wirklich dadurch angegriffen fühlen?

    Ja. Auch ich bin für Meinungsfreiheit. Aber mal Hand aufs Herz. Das sollte doch keine Einbahnstraße sein. Schließt das nicht auch das Recht ein, die Rezension zur Rezension zu verfassen? Das Recht, Kritik an der Kritik zu üben? Ich denke nicht, dass Meinungsfreiheit das Privileg von Einzelnen sein sollte. Letztendlich ist es doch ein Dialog, auch wenn es mal hitzig wird.

    Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob Ihnen bewusst ist, was Sie hier gerade getan haben. Klar, das ist Ihre Plattform, aber sie ist öffentlich einsehbar. Rechnen Sie nun tatsächlich mit Applaus? Wollen Sie so künftig gesehen werden? Als jemand vor dem man Angst haben muss, wenn man nicht seiner Meinung ist und das auch kundtut. Ganz abgesehen davon, dass dies nicht klappen würde: Das wollen Sie doch nicht wirklich?

    Ich kann ja nur spekulieren. Aber vielleicht war es bei Ihnen ja genauso wie bei mir. Eine Kurzschlussreaktion. Der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Und danach würde man es gerne wieder korrigieren. Mein klitzekleiner Kommentar kann doch unmöglich die tatsächliche Ursache für so eine Reaktion gewesen sein?

    Die Likes zu meinem Kommentar sind bestimmt nicht in böser Absicht vergeben worden. Vermutlich bezogen diese sich vor allem auf meine Aussage, in der ich den Film mit amerikanischen Formaten verglichen habe, und auf meine Kernaussage – Zitat:
    „Selbstverständlich ist der deutsche Trailer „Preschool“-orientiert. Denn dies ist ja auch ein „Kinder“- und „Familien“-Film“.

    Das war schlichtweg ein Statement, dass ich dazu stehe, an „FSK 0“-Filmen mit zu arbeiten. Daran kann ich nun wirklich nichts Negatives finden. Auch nicht im Ton.

    Die Fertigstellung des Films überschnitt sich mit dem Lockdown. Und ich denke, ich spreche allen meinen Kollegen aus der Seele, dass wir uns einfach gefreut haben, wie Teaser und Trailer online gestellt wurden.

    Deshalb:
    Ich bitte Sie, meine Entschuldigung anzunehmen und Ihren „Bannzauber“ über diesen Film, an dem so viele Menschen mit Herzblut gearbeitet haben, aufzuheben. Denn die können nun wirklich nichts dafür. Sie können ja gerne auf mich sauer sein. Aber kann man es jetzt nicht einfach auf sich beruhen lassen? Oder salopp gesagt: „Schwamm drüber?“ Ich, von meiner Seite aus, könnte das jedenfalls.

    Es wird sicher niemand es als Schwäche empfinden, wenn Sie Ihren Text hier und auf Facebook wieder zurücknehmen. Sondern vielmehr als positive und wohlwollende Geste. Als Zeichen, dass wir alle der selben Sache dienen: Dem Filme machen.

    Mit freundlichen Grüßen und Respekt.
    Heiko Lueg

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