14. März 2019 Johannes Wolters

Die INDAC Kritik von Sebastian König zu Marvels „Captain Marvel“

Saucool. Das Wort fällt mir als erstes zu diesem Film ein.
Die Einzelhelden-Filme von Marvel sind immer für eine angenehme Variation des Superhelden-Themas gut und vermischen ihre verschiedenen Protagonisten gut mit unterschiedlichen Genres, die zu den Charakteren passen.
Doch dieser Film ist irgendwie anders. Er fühlt sich an wie ein Querschnitt durch das Marvel Cinematic Universe, was Feeling und Story-Elemente angeht. Im Grunde findet man hier die bekannte Helden-Reise, vor allem in Hinsicht auf eine Superhelden-Herkunftsgeschichte, doch Plot-technisch ist das ganze so arrangiert, daß nicht nur die Titelheldin an der Nase herumgeführt wird, sondern auch der Zuschauer. Dieser kann dadurch eine bessere Verbindung zur Hauptfigur herstellen und bekommt eine erfrischend neue Variante von Marvel-Storytelling.

Das ist genau das Stichwort: Ich hatte bei diesem Film weniger das Gefühl eine Superhelden-Variante eines bestimmten Genres zu sehen, sondern einen waschechten Marvel-Film.
Vielleicht liegt es aber auch daran, daß der Hauptcharakter Carol Danvers einen wirklich mitreißt. Die Energie, die der Film versprüht, zentriert sich um Carol, nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch visuell, genauso, wie ein visuelles Medium es leisten soll. Der finale Showdown stellt in diesem Sinne selbst einen Haudrauf wie Thor in den Schatten. Die Ansage, daß es sich bei Captain Marvel wohl zum den mächtigsten Superhelden handelt, wird hier eindrucksvoll Ausdruck verliehen.
Ansonsten bleibt zur technischen Umsetzung nur zu sagen, daß Marvel sich im State-of-the Art befindet. Der Film sieht einfach gut aus. Und daß der Film Mitte der 90er spielt hat den Produktionsdesignern offensichtlich auch viel Spaß gemacht.
Sebastian König

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