11. März 2019 Johannes Wolters

Die INDAC Kritik von Xenia Gesthüsen zu Marvels „Captain Marvel“

Im neuen Marvel Film ,,Captain Marvel“ befinden wir uns in den 90er und erleben wie Carol Danvers sich während eines galaktischen Krieges zwischen den Kree und den Skrulls zur mächtigsten Superheldin im Marvel Universum entwickelt.

Es handelt sich hierbei tatsächlich um den erste Solo-Film über eine weibliche Superheldin, die zugleich die mächtigste ist. Für Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse ist der Film durchaus geeignet, da zum Verständnis der Handlung kein Vorwissen erforderlich ist und wir eine in sich geschlossene Handlung sehen.
Zu Beginn wird man als Zuschauer direkt mitten ins Geschehen geworfen. Viele Action Szenen folgen aufeinander. Ich muss gestehen… vorerst war ich etwas überfordert von der Handlung und den ganzen Eindrücken. Der weitere Verlauf des Films veränderte meinen erster Eindruck jedoch komplett. Teilweise ist die Handlung sehr vorhersehbar, wird jedoch nicht zuletzt durch den cleveren Humor mehr als wettgemacht. Besonders die Katze Goose sorgt als Sidekick für einige gute Lacher.

Trotz all ihrer Macht, rennt Captain Marvel wie ein typisches Mädchen. Diese Tatsache macht die übermächtige Superheldin wiederum nahbar und sympathisch. Ob es so gewollt war oder schlichtweg dem Laufstil der Schauspielerin geschuldet ist, bleibt offen.

Ein Höhepunkt für mich ist die Musikauswahl. Als Kind der 90er schwingt für mich sehr viel Nostalgie in diesem Film mit. Abgesehen davon unterstreichen die Songs optimal die jeweilige Intentionen der Szenen. Im Setting hingegen wird nur sporadisch eben diese Nostalgie transportiert (Telefonzelle, Pager, Videorecorder), da der Großteil der Handlung im Weltall oder im Jetbunker spielt.

Sehr erleichtert war ich über die Tatsache, dass keine Romanze eingebaut wurde. Das hätte den Klischees und Vorurteilen, mit dem dieser Film höchstwahrscheinlich ohnehin schon zu kämpfen hat, noch mehr in die Karten gespielt. An dieser Stelle gibt es einige Pluspunkte, denn Captain Marvel ist kein überzeichnetes Frauchen, das klischeehaft in ein Kostüm gesteckt wurde, sondern eine durchweg facettenreiche und starke Persönlichkeit mit Höhen und Tiefen. Wir verfolgen in diesem Film die Entwicklung der Superheldin, die in ihre Rolle hineinwächst.

Zusammenfassend kann ich berichten, dass ich trotz schleppendem ersten Drittel vom Film begeistert bin. Wir haben es hier nicht mit etwas revolutionärem zu tun – ein solider Action-Superhelden Film – aber dennoch will man mehr sehen. Und daher freue ich mich schon sehr, Captain Marvel in Avengers 4 wiederzusehen.

Viele Grüße und einen guten Wochenstart
Xenia Gesthüsen, Hamburg

https://www.xeniagesthuesen.de/

 

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