25. November 2021 Johannes Wolters

Hannah Stragholz & Simon Steinhorst (Studio Corallo) gewinnen den Deutschen Kurzfilmpreis 2021 in der Kategorie Animationsfilm für „DOOM CRUISE“

Kategorie: Animationsfilm bis 30 Minuten Laufzeit

DoomCruise Trailer from StragholzSteinhorst on Vimeo.


Deutscher
Kurzfilmpreis: „Doom Cruise“
Herstellung: Studio Corallo

Federführung Produktion: Hannah Stragholz u. Simon Steinhorst

Regie: Hannah Stragholz u. Simon Steinhorst

Drehbuch: Olivia Schrøder

Laufzeit: 17 Minuten


Jurybegründung:

Zwar tuckern sie der Apokalypse entgegen, aber irgendwie ist trotzdem alles okay auf
diesem Kreuzfahrtschiff. Im Tanzsaal lauschen die Passagiere dem Chansonier, während auf
der Brücke die Kapitänin etwas mit sich hadert aber wirklich nur etwas. Ein verstorbener
Vogel könnte ein Vorbote sein, aber andererseits: kann es überhaupt schlimmer kommen,
als es schon ist? Schicksalsergeben und nonchalant geht alles seinen beschwingten Trott.
Keiner ahnt, dass dieses Schiff im Inneren von einer fleischigen Macht zusammengehalten
wird… Wie ein betrunkenes Schiff wankt DOOM CRUISE von Hannah Stragholz und Simon
Steinhorst zwischen kindlichen Gesprächen, archetypischen Eindrücken und beiläufigen
Pointen. Die Protagonisten agieren allesamt etwas holprig und befinden sich zugleich in
einem magischen Flow, genauso wie die Animationen selbst. Einerlei, ob wir uns in der
Bequemlichkeit der Passagiere auf dem Deck des Verderbens wieder erkennen oder alles nur
für einen Traum halten am Ende kommt es ja, wie es am Anfang schon klar war: mit
unserem Ende.


Nominierung
: „Obervogelgesang“
Herstellung:
Filmakademie BadenWürttemberg
Federführung
Produktion: Filmakademie BadenWürttemberg
Regie:
Ferdinand Ehrhard u. Elias Weinberger
Drehbuch:
Ferdinand Ehrhard u. Elias Weinberger
Laufzeit:
6 Minuten

Heimat ist ein Landstrich, eine Landschaft, eine Gegend. Sie hat ihre vertrauten Züge und
geheimen Ecken, die Ausblicke, die bis zum Horizont reichen und die Engstirnigkeit der
anderen, die einem im Nacken sitzt. In der Heimat leben diejenigen, mit denen man
aufgewachsen ist. Und die, mit denen man nicht in Verbindung gebracht werden möchte.
Bleibt man, geht man weg oder begibt man sich in die innere Emigration, wenn die Nazis sich
immer mehr Raum nehmen und noch viel mehr als nur die Außenwahrnehmung
dominieren? Diesen Fragen spüren Ferdinand Ehrhardt und Elias Weinberger in ihrem Film
Obervogelgesang nach, benannt nach einem kleinen Dorf im Erzgebirge. Mit Aufrichtigkeit,
klarem Strich, präziser Beobachtungsgabe und klugem Drehbuch beschreiben sie, wie es
ihrer Hauptfigur gelingt einen Umgang mit der Situation zu finden und schließlich die Mittel
einzusetzen, die sie am besten beherrscht, um den Rechtsruck in seine Schranken zu weisen.
Genauso wie es dieser wunderbare Film selbst auch tut.

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