24. April 2017 Johannes Wolters

Hier die INDAChs Kritik von Lia Wehrs zu Marvels „Guardians of the Galaxy Vol.2“

Siehe auch die INDAChs-Kritik von Matthias Backmann!

I am Mary Poppins, yo!

Guardians of the Galaxy hat es nicht leicht, als Fortsetzung eines der besten Filme aus dem Marvel Universum. Aber lassen wir doch mal die ganzen Ansprüche und Erwartungen beiseite und genießen es, wieder im Kino zu sitzen und ein Feuerwerk ( in Regenbogenfarben!) von neuen Welten, goldenen Übermenschen und einem Team von schrägen Outsidern dabei zuzusehen, wie sie wieder einmal die Galaxie retten.  Dieser wilde Trip durch leuchtend bunte Galaxien und sich transformierende Raumschiffe im Stil der wilden 70er und 80er Jahre, trifft mal wieder genau den momentanen Trend, und lässt einen in Tagträumen schwelgen. Wir befinden uns wieder an Bord gemeinsam mit der altbekannten Truppe, wobei eine gewissen „Pflanze“ nun als durchgehender Running Gag im Miniformat dabei ist. Wo es im ersten Teil noch um die eigentliche Findung des Teams ging, geht es nun um die Definition des Teams selbst. Ab wann sind Freunde auch Familie, und was ist wichtiger ? Auf der Suche nach der Antwort begleiten wir das Team auf einen kuriosen lebenden Planeten und treffen auf alte Bekannte- wenn es aber doch letzten Endes um das Lösen eines Problems geht, und Rocket ein Raketen und Bomben Feuerwerk bastelt (mal wieder), ist doch die Erkenntnis da, dass das, was man immer gesucht hat, eigentlich direkt neben einem steht. Wo der erste Teil noch knallig und weniger ruhig war, gibt uns dieser 2. Teil nun auch einige Momente mit den Gedanken und Emotionen der Charaktere, ohne dem Zuschauer dabei jedoch die Chance zum Atmen zu geben. Was mich dabei besonders inspiriert hat, ist die grandiose Umsetzung des Designs.

Paulines neuer INDACHS

Die Szenen wirken sehr haptisch aufgrund der vielen real gebauten Sets und Props, es wurde deutlich Wert auf die detailgetreue Umsetzung von Ausstattung, Hair, Make-up und Props gelegt, trotzdem wirken die großen CGI Szenen nicht überladen oder gar flach und glatt gebügelt, wie es heutzutage in so manch anderem Film zu finden ist. Die Farbgestaltung ist gleich wie im ersten Teil, vielleicht sogar noch ein bisschen krasser, es wird sehr auf Gegensätze und Neonfarben geachtet- besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei das Regenbogenfarbene Feuer, Funken und Explosionen. Ein Film der durchweg den Eindruck hinterlässt, nach mehrmaligem Ansehen eine würdige Fortsetzung eines meiner Lieblingsfilme zu werden, dieser Film ist vollgepackt mit so vielen liebevollen Details und Hinweisen, Neonleuchtreklamen, abgetragenen Lederjacken, einem Walkman, einem neuen Mixtape und so manchem Gastauftritt. Vielleicht nimmt sich ja so mancher Film mal ein Beispiel daran, wie man gute VFX machen kann ohne dabei weder die Charaktere noch die Umgebung zu überladen, das ganz im Stil einer alten Science Fiction Fernsehserie, vielleicht.
Ein Film der für`s Kino gemacht ist!

Lia Wehrs

https://freuleinlia.jimdo.com/

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