4. April 2018 Johannes Wolters

Hier die INDAChs Kritik von Sarah Nolte zu Disneys „Das Zeiträtsel“ von Ava Du Vernay

Dieser Film basiert auf dem Buch Die Zeitfalte von Madeleine L´Engle, mit ein paar Änderungen.
Nachdem ich den Film gesehen habe möchte ich schon gerne das Buch mal lesen, den der Ansatz ist gut. Einige Sachen die ich als nicht so gut dargestellt finde, können im Buch sicher besser und ausführlicher erzählt werden. Der Film handelt von der Familie Murry. Dr. Kate Murry und Dr. Alex Murry (gespielt von Chris Pine) sind Physiker und haben zwei Kinder. Die Teenagertochter Meg und den hochintelligenten Charles Wallace.
Vor 5 Jahren ist Dr. Alex Murry bei einem Experiment verschwunden und seit dem ist Meg traumatisiert, zieht sich zurück und wird in der Schule als Außenseiter auch gemobbt.
Eines Abends erscheint eine merkwürdige Frau namens Mrs. Whatsit in ihrem Haus, die Charles Wallace zu kennen scheint. Am nächsten Tag zieht es ihren jungen Bruder ins Haus einer anderen merkwürdigen Frau namens Mrs. Who (nicht zu verwechseln mit Dr. Who). Meg und Charles Wallace haben dabei den Klassenkameraden Calvin dabei.
Diese Frauen scheinen irgendetwas über das verschwinden von ihrem Vater zu wissen, doch Meg traut ihnen nicht und möchte nichts mit dem ganzen zu tun haben.
Als die beiden Frauen und eine dritte namens Mrs. Which im Garten der Familie Murry auftauchen und versprechen bei der Suche nach Megs und Charles Wallace Vater zu helfen, beginnt eine abenteuerliche Reise durch das Universum.
Doch sie sehen nicht nur schöne Welten mit Hügeln, durch Farben sprechende Blumen und Kristallen. Auch durch eine dunkle Welt namens Camazotz, die von dem IT regiert wird, müssen die drei Kinder. Hier sind sie jedoch auf sich gestellt, da ihre drei „Feen“ nicht im dunkeln leben können.
Schnell wird klar das ihr Vater in Camazotz gefangen gehalten wird, und es ist nicht so leicht ihn zu finden.

Das Zeiträtsel ist anders als ich ihn mir nach dem Trailer vorgestellt habe, irgendwie mehr aber auch weniger.
Die dargestellten Welten sind super gemacht, von farbenfroh bis düster ist alles dabei. Auch die Geschichte an sich und den Gedanken durch das Universum nur mit der richtigen Frequenz zu reisen ist interessant. Außerdem finde ich die schauspielerische Leistung von Charles Wallace (gespielt von Deric McCabe) super.
Andererseits hätte ich gerne mehr der Welten gesehen, es sind eher kurze Besuche ohne näher darauf einzugehen wie groß das Universum ist.
Auch die Darstellung von Meg Murry lässt mit der Zeit zu wünschen übrig. Am Anfang ist sie ein zurückgezogener Teenager, der dem ganzen nicht traut und sich gegen das Zeitfalten wehrt. Man erwartet das sie an ihrer Aufgabe wächst, wird sie doch am Ende als Kriegerin des Universums gekürt, genau wie z.B. Einstein, Ghandi. Doch die erhoffte Entwicklung fehlt irgendwie bzw. ist zu lasch dargestellt.
Ihr Freund Calvin kommt mir auch etwas zu kurz, der Konflikt mit seinem Vater wird ganz kurz dargestellt aber an sich nicht näher drauf eingegangen.
Die drei Damen fand ich sehr schön in Szene gesetzt. Die Kostüme waren der Wahnsinn, Mrs. Who redet in Zitaten und das Make Up war zu den Kostümen passend und sehr schön.

Das Zeiträtsel ist ein Film den man sich gerne mal gemütlich zuhause anschauen kann, man sollte jedoch nicht so viel Tiefe erwarten. Vielleicht dann eher auf die Couch kuscheln und das Buch lesen.

Sarah Nolte, Leipzig

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