26. Februar 2020 Johannes Wolters

Hier die INDAC-Kritik von Mario Doll zu „Ruf der Wildnis“ von Chris Sanders

Ich bin dann mal dem Ruf des Kinos gefolgt und begab mich in die Pressevorführung von dem Hunde-Abenteuerfilm „Ruf der Wildnis“ mit Buck, Harrison Ford, Omar Sy, uvm. Erzählt wird hier die Geschichte von Buck einem verwöhnten Familienhund mit flegelhaftem Verhalten. Eines Tages wird er jedoch aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen und ins Yukon verschleppt, wo starke Hunde stets für das Ziehen der Schlitten benötigt werden. Fortan erlebt Buck viele aufregende, gefährliche Abenteuer, muss sogar um sein Leben fürchten und lernt einige neue zwei- und vierbeinige Freunde kennen.

Also grundsätzlich bin ich ja bei Filmen mit Hunden immer erst einmal positiv eingestellt, weil ich einfach der typische Hundetyp bin. Unterm Strich hat der Film mich auch gut unterhalten, wobei ich ihn dennoch nicht richtig und 100% zufriedenstellend gelungen finde. Noch nicht einmal zu 70%. Ohne Frage: Tricktechnisch haben die VFX Artists Top Arbeit geleistet. Alle Tiere im Film wurden am PC erschaffen und sind digital eingearbeitet. Es gibt Kampfszenen zwischen den Tieren, Jagdszenen, etc. Alles Top animiert! „Buck“ war also beim realen Dreh lediglich ein Schauspieler im grünen Anzug und wurde dann in der Post-Produktion erst zu einem (oftmals, aber leider nicht immer real wirkenden) Hund. Und exakt da ist mein Problem: Denn wenn der digitale Hund Buck eine Mimik, Gestik und Slapstik-Einlagen á la eines Zeichentrickfilm-Hundes aus einem Cartoon zeigt, dann muss ich nur etwas müde lächeln. Und nach dem fünften Mal konnte ich auch selbst das nicht mehr… Kinder werden an den „treu-doofen“ Blicken von dem manchmal tollpatschigen Buck bestimmt ihre Freude haben, aber ich empfand dies im Film eher ein wenig störend. Auch die weiteren Charaktere wirkten alle ein wenig überzeichnet in ihrem tun und handeln. Weniger, wäre auch hier mehr gewesen! Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel: Harrison Ford spielt „John Thornton“, ein rauer Kauz mit dem Herz am rechten Fleck, der dem Goldrausch verfallen ist. Ihm, sowie Omar Sy als „Hundeflüsterer“ nehme ich die glaubhaft gespielte Rolle tatsächlich ab und konnte mich richtig daran erfreuen! Die tollen Landschaftsaufnahmen fand ich ebenfalls richtig Klasse und waren eine wahre Augenweide.

Mein Fazit: Ich denke, dass Kinder großen Spaß mit Buck und seinem Abenteuer „Ruf der Wildnis“ haben und viel lachen werden. Erwachsene aber wahrscheinlich nicht so dolle… Es ist zum heulen, aber ich kann dem Film leider nur ein 50/50 geben!

Gruß, Mario

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