22. Februar 2018 Johannes Wolters

Statement und Interview mit Denis Behnke und Jan Burda zur Vorstandswahl der Deutschen Filmakademie

Foto: © 2018, Florian Liedel / Deutsche Filmakademie e.V.

(Bild Denis Behnke: Foto: © 2018, Florian Liedel / Deutsche Filmakademie e.V.)

Die Deutsche Filmakademie wählte gestern ihren neuen Vorstand. Zum ersten Mal ist die Sektion Visual Effects im Vorstand vertreten durch Denis Behnke und als sein Stellvertreter Jan Burda. Wir baten beide um ein Statement und stellten ein paar Nachfragen, die beide prompt und gerne beantworteten. Have a look!

Statement von Denis Behnke und Jan Burda zur Vorstandswahl der Deutschen Filmakademie, in dem ab jetzt die Sektion VFX vertreten ist:

Die Deutsche Filmakademie e.V. mit Sitz in Berlin wurde am 8. September 2003 gegründet und vereint inzwischen mehr als 1900 Mitglieder aus allen künstlerischen Sparten des deutschen Films. Ihr wichtigstes Ziel ist es, für die Filmschaffenden in diesem Land das zentrale Forum zu sein, auf dem ihre Fragen und Probleme offen, vertrauensvoll und auf Augenhöhe diskutiert werden. Eine wichtige Aufgabe der Filmakademie ist es, die Preisträger des DEUTSCHEN FILMPREISES zu bestimmen und die Gala zu organisieren, auf der dieser Preis verliehen wird.

Die Sektion Visual Effects hat im vergangenen Jahr die nötige Mitgliederzahl erreicht und wird künftig mit einem eigenen Sitz im Vorstand der deutschen Filmakademie vertreten sein. Visuelle Effekte spielen im Filmbereich eine immer größer werdende Rolle. Insofern ist dies nun ein besonderer Moment für die VFX in Deutschland, da wir nun ebenfalls im Vorstand vertreten sind und auch auf Augenhöhe mit anderen Sektionen und der Geschäftsführung der Filmakademie diskutieren, Neues anregen und auch abzustimmen können. Wir sind ebenfalls der Meinung, dass dadurch die Wahrnehmung von VFX innerhalb und außerhalb der Akademie verstärkt wird, was uns sehr freut.

Wir, Denis Behnke (als ordentliches Vorstandsmitglied) und Jan Burda (als sein Stellvertreter) freuen uns sehr über die Ehre und das Vertrauen diese Aufgabe anzunehmen und unsere Sektion die nächsten 2 Jahre vertreten zu dürfen.

Interview mit Denis Behnke und Jan Burda zur Vorstandswahl und der Sektion VFX bei der Deutschen Filmakademie:
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Wie groß ist die Sektion VFX innerhalb der Akademie, kann man irgendwo ersehen, wer da alles mitmacht.
Unsere Sektion umfasst nun 31 Mitglieder. Auf der Seite der dt. Filmakademie gibt es unter der Kategorie „Mitglieder“ einen Punkt „Unsere Mitglieder“. Die Mitglieder unserer Sektion sind Supervisor, Producer, Heads of´s  sowie auch Artists in kreativ verantwortlicher Funktion.
Hier sind alle Mitglieder der Akademie aufgelistet.
Was genau bedingte, dass Ihr jetzt im Vorstand repräsentiert seid?
 
Ab 30 Mitgliedern hat eine Sektion das Recht auf 2 Sitze im Vorstand. Diese kritische Grenze haben wir im letzten Jahr erreicht.
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Welche Benefits hat man, wenn man als VFXler Mitglied wird bei der Akademie, was muß gegeben sein, dass man Mitglied werden kann.
Es gibt mehrere Benefits.
 
Als Mitglied der Filmakademie darf man die Preisträger des DEUTSCHEN FILMPREISES, der LOLA, mitwählen, und erhält zur Sichtung alle Filme der Vorauswahl. Weiterhin ist man zur Gala eingeladen in welchem Rahmen der Filmpreis verliehen wird. Dies bedeutet eine grosse Ehre zumal die LOLA ist der höchstdotierte deutsche Kulturpreis ist.
 
Die Filmakademie bietet ihren Mitgliedern eine Vielzahl an Veranstaltungen zum Austausch zwischen Filmschaffenden, dem Nachwuchs und internationalen Kollegen. So gibt es mehrere Werkstattgespräche, Akademie Stammtische und Filmvorführungen.
 
Seit dem 1. Juli 2017 können Filmschaffende nur noch auf Einladung vom Vorstand Mitglied der Deutschen Filmakademie werden. Die Vorschläge für zukünftige Mitglieder kommen direkt aus der bestehenden Mitgliedschaft. Hierfür müssen 2 Mitglieder als Paten aktiv werden und eine fundierte Begründung formulieren. Aus dieser Begründung muss hervorgehen, warum der/die Filmschaffende einen wesentlichen und gewichtigen Beitrag zum deutschen Kinofilm geleistet hat oder erwarten lässt. Die Einladungen selbst werden dann vom Vorstand ausgesprochen. Aus diesem Grund ist es nun für uns aus der VFX umso wichtiger ebenfalls am Vorstand beteiligt zu sein.
 
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Würdet Ihr das empfehlen?
Wenn sich einem die Möglichkeit bietet, in die Filmakademie aufgenommen zu werden, würden wir dies unbedingt empfehlen. Abgesehen von den Benefits die einem die Filmakademie bietet ist es eine grosse Ehrung Teil der Besten Fachleute des deutschen Filmes zu sein.
 
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Wäre Euer langfristiges Ziel, dass es einen Akademie-Preis für VFX geben sollte?
Schon mit Gründung der Sektion, die anfänglich noch „Spezial Effekte/Technik“ hieß, war es unsere langfristige Vision auch einen Preis für die „Besten visuellen Effekte in einem deutschen Film“ zu etablieren. Es bleibt natürlich noch ein langer Weg dorthin, aber mit der Teilnahme am Vorstand rücken wir dieser Idee natürlich immer näher.
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Kann INDAC dazu irgendetwas beitragen Eurer Meinung nach?
Wir haben uns bereits sehr gefreut das INDAC schon am 21.02 über den neuen Vorstandsitz berichtet hat. Ein große Hilfe ist es natürlich zu berichten was alles in Deutschland im Bereich der visuellen Effekte und der deutschen Filmakademie geschieht und somit bei vielen Lesern die Wahrnehmung zu steigern.
Wir werden natürlich versuchen in unserer neuen Funktion verschiedene VFX-Initiativen innerhalb und außerhalb der Akademie zu unterstützen. INDAC kann dabei eine verlässliche Unterstützung sein.
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