12. April 2016 Johannes Wolters

Die Indachs Kritik von Florian Hüsing zu Disneys The Jungle Book

Filmbesprechung zu Disney’s The Jungle Book (2016)

Mit der aktuellen Neuverfilmung vom Dschungelbuch brennt Disney ein unterhaltsames CG-Feuerwerk ab. Bei der Kombination aus realistischer Computergrafik und dem real gefilmten Menschenjungen Mogli weiß vor allem der CG-Part zu überzeugen: Die Darstellung der Natur, egal ob saftig-grüner Urwald oder staubtrockene Steppe, sieht in ihrem farbenprächtigen Detailreichtum stets wie zum Anfassen aus.

Auch die Belebung der Tiere ist gelungen: die Bewegungen sind harmonisch, Mimik und Sprechanimationen wirken – gerade in Kombination mit dem prominenten Sprecher-Cast –authentisch und ansprechend. Gerade tierbegeisterten Kindern dürften die Charaktere gefallen.

Kurios wirkt mitunter die Neuauflage klassischer Figuren wie Balu dem Bären, der nun – gesprochen von Bill Murray – eine sonderbare Mischung aus träger Gutmütigkeit und manipulativem Charme an den Tag legt. Eigenartig auch die Begegnung mit King Louis: seine beeindruckende Inszenierung als gigantischer Herrscher, der im Überfluss lebt und sich in seiner Trägheit seit einer Ewigkeit nicht mehr von seinem Thron erhoben hat, endet mit seiner bekannten Gesangsnummer, die einfach nicht so recht passen will. Zusätzlich zum Gesang irritiert an dieser Stelle ausnahmsweise auch die Mimik.

Im Vergleich zum ursprünglichen Zeichentrickfilm hat sich der Fokus ganz klar in Richtung Action und Dramatik verschoben. Bei aller Harmonie und trotz einigen ausgesprochen kitschigen Stellen überwiegen temporeiche Abenteuer und mitreißende Actionsequenzen. Die Neuverfilmung ist darüberhinaus äußerst düster ausgefallen – möglicherweise also nicht für die allerkleinsten Kinder geeignet. Zum Glück wird am Ende alles gut und Mogli darf im Dschungelcamp bleiben.

Alles in allem also ein unterhaltsames und ansehnliches Kinoerlebnis mit spannenden Actionsequenzen – ein Feuerwerk mit vielen Ooohs und Aaahs.

Florian Hüsing

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