Die INDAC Kritik von Sebastian Kellermann zu Brad Birds „Die Unglaublichen 2“

Die lang erwartete Fortsetzung des Animations-Hits „Die Unglaublichen“ schließt unmittelbar an das Ende des Originals an. Nicht nur was den Plot angeht, auch als Zuschauer wird man unvermittelt 14 Jahre zurück geführt. Ich sah nach fast anderthalb Jahrzehnten Familie Parr zurück auf der Leinwand, und plötzlich war ich wieder zehn Jahre alt. Diese kindliche Freude hielt auch über weite Strecken des Filmes an. Doch leider hat der Film auch seine Schwächen, die das Werk deutlich runterziehen – trotz des gewichtigen Nostalgiefaktors.

Sebastian Kellermann

Zuerst sei gesagt: Ich hatte sehr viel Spaß bei dem Film. Pixar spielt seine alten Stärken aus und liefert liebevoll gestaltete Charaktere und zwischenmenschliche Dynamiken, denen man gerne stundenlang zusieht. Die Momente, in denen Bob Parr den Hausmann wider Willen spielt und mit seinem eigenen Ego und Rollenbild hadert, gehören zu den absoluten Höhepunkten des Films. Sie alleine sind schon den Kinogang wert.
Von diesem interessanten Handlungsstrang, der auch immer noch gesellschaftliche Bewandtnis hat, hätte ich gerne mehr gesehen. Denn leider ist der eigentliche Plot des Films komplett vorhersehbar und uninteressant. Hier hätte ich lieber Bobs Konflikt gesehen. Stattdessen hält der Film sich über weite Strecken mit einem eindimensionalem und vorhersehbaren Bösewicht sowie langweiligen Standard-Action-Szenen auf.
Beides sind Punkte, die im Original deutlich besser gelöst wurden. War Syndrome noch Bobs selbst geschaffene, persönliche Nemesis, haben wir hier einen austauschbaren Bösewicht, der mindestens genauso uninteressant ist wie die meisten Marvel-Schurken.

Trotzdem möchte ich den Film jedem ans Herz legen, der Spaß mit dem ersten Teil hatte. Im Gegensatz zu manch anderen Pixar-Sequels (etwa „Findet Dorie“) wiegen hier die Charaktere den schwachen Plot ein ganzes Stück weit auf. Und falls man (aus mir nicht ersichtlichen Gründen) mit dem Original schon nicht viel anfangen konnte, sollte man der Fortsetzung später zumindest auf Netflix oder DVD eine Chance geben.

Sebastian Kellermann

Die INDAC-Kritik von Friderike Trunzer zu Brad Birds „Die Unglaublichen 2“

The Incredibles 2

Während 2004, dem Erscheinungsjahr des ersten Incredible-Films, das Superhelden-Genre außerhalb der Kern-Marvel-Gemeinde noch etwas Außergewöhnliches war, hat Marvel und DC den Markt für Superhelden im letzten Jahrzehnt ausgiebig beackert. Wir sind inzwischen gewöhnt, dass mehrfach im Jahr neue Superhelden über die Leinwand flimmern, um die Welt oder auch gleich einmal die ganze Galaxie zu retten.

Da stellt sich knapp 14 Jahre nach dem ersten Film der „Incredibles“ die Frage: Kann ein Sequel nach so langer Zeit funktionieren? Kann der Film gegen die Flut der anderen Superheldenfilme bestehen? Schaffen die Macher einen cleveren Einstieg in eine neue Geschichte? Und kann der Film die ganzen Erwartungen erfüllen, die sich in 14 Jahren angesammelt haben?

Und so saß ich mit vielen Fragen im Kopf und Kribbeln im Bauch im Kino und wartete gespannt darauf, dass sich der Vorhang hebt und ich endlich, nach 14 Jahren, den zweiten Teil der Incredibles sehen kann.

Rike Trunzer

Die Incredibles 2 sind vielleicht nicht der bahnbrechendste Film, den man von Pixar je gesehen hat. Aber Incredibles 2 ist ein wunderbarer, sehr lebendiger, actionreicher und wirklich lustiger Film. Die Geschichte beginnt einfach dort, wo der erste Film aufgehört hatte, als wäre die Zeit nie vergangen. Helen, Bob, Violetta, Robert und Winston stehen gleich dem bösartigen Tunnelgräber gegenüber, der als Cliffhanger am Ende des ersten Films zu sehen war. Und so fühlt man sich sofort wieder mittendrin im altbekannten und geliebten Setting der Incredibles.

Das beantwortet auch die Frage, ob und wie ein Sequel nach so langer Zeit funktionieren kann. Man fühlt sich wie durch Zauberhand oder mit Hilfe einer Zeitmaschine einfach zurückversetzt. Die Macher schaffen es genau die Stimmung und das Setting des ersten Films zu treffen und erzeugen somit das Gefühl, als ob der erste Film einfach weitergehen würde.

Aber kann eine 14 Jahre alte Superhelden Familie mit all Ihren Ecken und Kanten, ihren größeren und kleineren alltäglichen Problemen gegen die Vielzahl an perfekten Superhelden bestehen? Ja, sie können! Denn die Incredibles grenzen sich definitiv von all den anderen Superhelden ab. Es ist schwer zu greifen, woran dies genau liegt. Es mag sein, dass dies zum einen an der Animation liegt oder einfach daran, dass es nicht das Kernziel der Incredibles ist, die gesamte Menschheit vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Die Incredibles sind trotz all Ihrer Superkräfte immer noch die schrullige, nette Familie von nebenan, die versucht einfach den Alltag zu bewältigen und dabei dafür eintritt, dass jeder die Freiheit haben sollte, seinen eigenen Weg gehen zu können. Und das ist einfach toll.

Jede Menge halsbrecherische Action, viel Humor, hervorragende Animationen und auch noch eine gute Botschaft. Nicht mehr aber auch nicht weniger – das sind die Incredibles 2.

Einfach ein sehr kurzweiliges Filmvergnügen!

P.S. Noch ein Nachtrag in eigener Sache:

Ich find es als überzeugter Elektroautofahrer klasse, dass Elastigirl jetzt ein super schickes, knallrotes, total super cooles, verdammt schnelles Elektromotorrad fährt! Das ist wirklich zukunftsorientiert und ich finde es toll, dass man neuen Technologien diese Bühne gibt. Dafür noch einen extra Daumen hoch!

Rike Trunzer

http://www.rike-trunzer.de/

Die INDAC Kritik von Xenia Gesthüsen zu Brad Birds „Die Unglaublichen 2“

Nach nun 14 Jahren lässt uns Brad Bird endlich wieder in das Superhelden Universum der Unglaublichen eintauchen. Das Warten hat sich  gelohnt:

Aufgrund einer kleinen aber zerstörerischen Verfolgungsjagd wird das Superhelden-Schutzprogramm, das Familie Parr einen gewissen Rückzug bot, beendet. Doch lange müssen sie nicht verharren… denn schon bald erhält Elastigirl ein verlockendes Jobangebot. Durch eine geschickt geführte Publicity-Kampagne sollen die Superhelden wieder ihren Weg in die Herzen der Menschen finden und dadurch auch wieder legalisiert werden. Bob hingegen soll derweil ein Auge auf den Rest der Familie werfen.

xenia gesthüsen

Als Gesamtkonstrukt hat mich der Film sofort gepackt und komplett überzeugt. Er knüpft nahtlos an den ersten Teil an, was ich als angenehm empfunden habe.
Die liebenswürdige Familienkomödie fährt mit sehr guten Pointen auf und noch besseren Action-Szenen. Elastigirls Verfolgungsjagd ist extrem mitreißend und visuell mehr als überzeugend choreografiert und umgesetzt. Hiervon können sich einige Actionfilme eine Scheibe abschneiden.
Derweil kümmert sich Bob um den Haushalt und die Kinder. Schon von Anfang an ist man gespannt wie Bob diese Aufgabe meistert. Und wie zu erwarten, werden wir mit vielen charmanten Haushaltskatastrophen belohnt: von Mathe-Hausaufgaben über Liebeskummer bis hin zu einem Baby-Waschbär-Kampf ist alles dabei, was das Animationsherz begehrt.
Traurig gestimmt hat mich wieder die Tatsache, dass Edna Mode einen für meinen Geschmack viel zu kurzen Auftritt hatte. Davon hätte es gerne mehr sein dürfen. Aber genau das macht sicher den Reiz der Figur aus.
Dafür entpuppt sich Jack-Jack, der kleinste im Superhelden-Bunde, als größter Gewinn des zweiten Teils. Dieser haut einen Slapstick-Lacher nach dem anderen raus. Beginnend damit, dass er anscheinend ein riesengroßes Repertoire an verrückten aber unkontrollierten Superkräften zu haben scheint.

Die Idee selbst erweist sich als nichts neues. Es gibt einen gemeinen Schurken, der mittels Hypnose und Gedankenkontrolle sogar Superhelden gegen Superhelden aufbringt und sie gegeneinander kämpfen lässt. Auch die Auflösung hat mich nicht vom Hocker gerissen und war eher recht schnell durchschaubar als knifflig. Dafür waren die Action-Szenen wieder höchst abwechslungsreich und spannend.

Die Filmmusik finde ich genau wie im ersten Teil der Unglaublichen bombastisch. Michael Giacchino hat sich vielleicht sogar noch etwas übertroffen und damit jegliche James Bond Filmmelodien in den Schatten gestellt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich das Warten mehr als gelohnt hat. In meinen Augen wurde beim zweiten Teil definitiv noch eine Schippe draufgelegt. Was in Anbetracht der Tatsache, dass der erste schon sehr stark war, eine super Leistung darstellt. Es bleibt zu hoffe, das Teil 3 nicht wieder 14 Jahre auf sich warten lässt.

Viele Grüße

Xenia

ILLUSTRATION &  DESIGN
www.xeniagesthuesen.de

Die Indac-Kritik von Sarah Nolte zu Brad Birds „Die Unglaublichen II“

Vorfilm Bao

Bao erzählt die Geschichte einer Familie. Er zeigt wie schnell die Kinder doch erwachsen werden und eine Mutter damit umgehen muss. Dabei sieht man was passieren kann wenn man zu sehr klammert und nur noch Angst um sein Kind hat. Doch am Ende zeigt es wie wichtig trotz aller Schwierigkeiten die Familie ist. Dabei wird eine schöne Erzählweise genutzt, die Anfangs etwas irritiert, einem aber auch oft zum Schmunzeln bringt.

Die Unglaublichen 2

Ein Abend vor der Premiere habe ich mir den ersten Film nochmal angeschaut und wusste wieder warum er mir so lange egal war. Ich mochte ihn nicht, damals wie heute. Er ist meiner Meinung nach, wie soll ich es beschreiben…. mäh.
Er hat mich nicht gepackt, die Tiefe in der Geschichte hat mir gefehlt und der Stil war auch nicht so meins.
Unglaublich ist, das er schon 14 Jahre alt ist. Wo ist die Zeit nur hin? Ich weiß nicht mehr wie weit die Technik damals bei Animationsfilmen war, aber gefühlt war „Die Unglaublichen“ nicht gut, bzw. ist er nicht gut gealtert.
Trotz meiner Abneigung zum ersten Film bin ich heute ohne Vorbehalte ins Kino. Und ich wurde mehr als Überrascht.
Die Unglaublichen 2 ist einfach gut geworden. Die Charaktere haben so viel mehr Tiefe, die ganze Welt ist mehr ausgebaut und detailreicher.
Jeder Charakter scheint extra ausgearbeitet worden, und man könnte fast meinen von wem sie inspiriert sind. Die Designs waren einfach super, ich hatte Lust von jedem ein Bild zu machen und sie selber zu zeichnen.
Am schönsten fand ich die Entwicklung von Mr. Incredible/ Bob Parr. Er muss seiner Frau mal das Feld als Superheld räumen und für die Familie sorgen. Dabei ist das nicht so einfach wie er denkt. So etliche Situationen, gerade mit Baby Jack Jack, kamen mir als Mutter sehr bekannt vor und ich musste das ein oder andere mal schmunzeln.
Inhaltlich knüpft es übrigens direkt am ersten Teil an, was mich sehr überrascht hat. Nach der langen Zeit hätte man auch einen Abstand der Ereignisse erwartet.
Doch es ist so gut gewählt, immerhin waren alle der Familie Parr in Lebensjahren die man gut weiter erzählen kann.
Die schönsten und lustigsten Szenen gab es mit Baby Jack Jack. Wie man im ersten Teil schon sehen konnte hat auch er Superkräfte und jetzt ist es an der Zeit diese mehr zu entdecken und auch mal der Familie zu zeigen.
Auch der Bösewicht war gut umgesetzt, mit einem kleinen aber doch vorhersehbaren Plottwist.
Noch etwas Kritik an der Gesellschaft dazu und eine Vergangenheit die das Handeln stützt und es passt.
Ein totales Gegenteil zum armen abgewiesenen Jungen der mit seinen Erfindungen zum Superbösewicht/ -held wird.
Jedem der den ersten Teil schon mochte kann ich nur empfehlen auch in diesen zu gehen. Jedem der ihn, wie ich, nicht mochte auch. Ich habe es nicht bereut, hatte meinen Spaß und freue mich schon auf die DVD.

Sarah Nolte, Leipzig

 

 

 

Die INDAC Kritik von Gabor Stüdemann zu „KIN“ von Josh und Jonathan Baker

KIN ist das in Kanada gedrehte Featurefilm Debüt der Baker Zwillinge Josh und Jonathan, die mit ihrem Kurzfilm „Bag Man“ grosses Aufsehen erregten.
Mit der Produktionsfirma 21 Laps (Arrival, Stranger Things) durften sie dieses Thema nun auf die grosse Leinwand bringen. Einen ähnlichen Werdegang schlug ja schon Neill Blomkamp 2009 mit Disctrict 9 ein.

Die 90er Jahre Sozialdrama, Science-Fiction und Thriller Mischung hat mich sehr positiv überrascht. Man merkt zwar schon an einigen Stellen, daß es sich hier um Neulinge des Geschäfts handelt, dennoch haben sie eine sehr gute erste Arbeit geliefert, und ihrem Cast um Myles Truitt und Jack Reynor (welcher mich stark an Chris Pratt erinnert) als Eli und seinem älteren Bruder Jimmy, eine gute Performance abverlangt.

Dazu hat Dennis Quaid, den ich noch aus „Die Reise ins Ich“ kenne, eine seiner überzeugendsten Rollen überhaupt gespielt. Lenny Kravitz Tochter Zoe beglückt das Männerherz, wie schon in Mad Max Fury Road, mit ihrer Anwesenheit im Kinosaal, und zollt dem gekonnten Storytelling ihren entzückenden Tribut.

Der Film zieht einen auf emotionaler Ebene in seinen Bann, und lässt einen die ein oder andere Träne über die Wangen kullern, sofern man sich von dessen Magie verzaubern lässt. Zusätzlich ballert einem das Werk der Australier ein episches Science-Fiction Streufeuer um die Ohren. Die vollends gelungenen Visual FX kommen von den kanadischen Studios Image Engine und Rocket Science, die Musik von der schottischen Post-Rock Band Mogwai.

Alles in allem bekommt der charmante Film von mir einen 8 von 10 Sterne Eintrag bei IMDb. Er kann zwar phasenweise nicht mit den grossen Blockbustern mithalten, sticht aber unter anderem durch eine sehr gut mit Bildern erzählte Story und der Kraft, Emotionen zu erzeugen hervor.

Gabor Stüdemann für INDAC

Die INDAC Kritik von Michaela Müller zu Disneys „Christopher Robin“

Liebenswert naiver Film für Kindgebliebene. Christopher Robin wird erwachsen … Internat, Tod des Vaters, Liebe, Krieg, Arbeit. Er verlernt die Gegenwart wertzuschätzen und vergisst, dass es wichtigeres gibt als die Arbeit. Sein Familienleben steht schon fast am Abgrund, da verirrt sich Puuh der Bär nach London und bringt Christopher Robin zurück in die sorgenfreie Welt voller Freude und Gelegenheiten.

Michaela Müller

Ich finde „Christopher Robin“ sehr schön gemacht. Er ist etwas albern, sehr naiv und erinnert mich stark daran wie meine Mutter mit mir vor dem Einschlafen Bilderbücher gelesen hat.
Allerdings frage ich mich, für wenn der Film gemacht ist. Vielleicht für Kinder mit Eltern, die ihnen erklären, was sie sehen und sich darum bemühen gemeinsam mit ihnen das Gesehene zu deuten. Aber ob Kinder sich selbst oder ihre Eltern mit dem Erwachsenen Christopher Robin identifizieren können? Ob der Einstieg in den Film für kleine Kinder nicht zu „schwer“ ist …
Oder ist der Film gar nicht für Kinder? Sondern für Erwachsenen die mit Winnie Puuh aufgewachsen sind und ihn dann vergessen haben..?

DIe INDAC Kritik von Mario Doll zu Christopher McQuarries „Mission: Impossible FALLOUT“

„Guten Tag Herr Doll, Ihr Auftrag, sollten Sie sich entscheiden ihn anzunehmen, wird es sein den neuen Action-Thriller „Mission Impossible 6 – Fallout“ mit Tom Cruise als Ethan Hunt in der Pressevorführung anzuschauen, sowie anschließend eine Review darüber zu verfassen. Sie haben insbesondere die Action, die Story, den Cast, die Umsetzung, die Musik, etc. zu beurteilen und das Ergebnis der Ermittlungen an den Chef der Organisation INDAC, Herrn Johannes Wolters, weiterzuleiten. Diese Nachricht zerstört sich in 5 Sekunden von selbst.“

Wie Ihr bemerken könnt, bin ich immer noch voll im Agentenstatus, weil mich der gestern gesehene sechste Film der „Mission Impossible“ Reihe „Fallout“ total geflasht hat. Ähnlich wie bei dem Bond- oder Bourne-Franchise erwartet der Zuschauer zu recht, dass im jeweils neuesten Teil alles noch größer, besser, geiler wird. Von daher war auch meine Erwartungshaltung zu „MI 6 – Fallout“ sehr hoch, denn gerade die Vorgänger „Phantom Protokoll“ und „Rogue Nation“ hatten richtig gut vorgelegt! Beide waren gleichermaßen beim Publikum und den Kritiker beliebt und haben es auch kräftig in der Kinokasse klingeln lassen.

Mein Fazit lautet: Tom Cruise liefert meiner Meinung nach mit „Mission Impossible 6 – Fallout“ DEN Action-Thriller des Kinojahres 2018 ab. An Action gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt: motorisierte Verfolgungsjagden quer durch Paris, Martial Arts Kämpfe die „Hand und Fuß haben“ *höhöhö, jede Menge cooler Stunts (den größten Teil seiner Stunts macht Tom Cruise selbst!), sowie einem Helikopter-Action-Finale bei dem ich tatsächlich Gänsehaut bekommen habe, weil ich die Umsetzung so richtig Klasse fand! Die Story, naja, irgendwie schon immer das selbe: Welt retten und so! Aber dennoch, gerade in der heutigen Zeit, glaubwürdig… leider! Zum altbewährten Cast vom Vorgänger „Rogue Nation“ (Simon Pegg, Ving Rhames, Alec Baldwin, Rebecca Ferguson, Sean Harris…) dürfen sich bei diesem neuen Abenteuer auch Henry Cavill und Vanessa Kirby dazugesellen. Allesamt der absolute Renner… aprospos Renner – leider fehlte Jeremy Renner mir dann doch ein wenig diesmal beim Cast. Die Musik vom schottischen Komponisten Lorne Balfe (Co-Komponist von Hans Zimmer) zum Film war jederzeit stimmig und hat es geschafft ihren Teil zu einem gelungenen Top-Ergebnis beizutragen! Christopher McQuarrie, der Regisseur (Rogue Nation, Jack Reacher…) und Drehbuchautor (Rogue Nation, Die üblichen Verdächtigen, Edge of Tomorrow…) schafft es jede einzelne der 147. Minuten als gelungen und wertvoll für den Film zu inszenieren! Als ich zuerst gesehen hatte, dass der Film fast 2,5 Stunden lang ist, dachte ich sowas wie „puuuh, da brauchst du aber wieder Sitzfleisch“. Aber dennoch verging die Zeit wie im Flug und es kam keinen Moment bei mir Langeweile o.ä. auf… das ist dann immer ein sehr gutes Zeichen dafür, dass man sehr gut unterhalten wurde! Von daher gibt es von mir definitiv eine Empfehlung und den Daumen nach oben für „Mission Impossible 6 – Fallout“

MISSION IMPOSSIBLE? – MISSION ACCOMPLISHED! – AUFTRAG ERFÜLLT!

Mario Doll

Die INDAC Kritik von Cedric Engels zu MARVELS „Ant-Man and the Wasp“

Eigentlich sind alle Marvel-Filme, die im Moment so ins Kino kommen, irgendwie Komödien. Aber Ant-Man war schon im ersten Teil 2015 primär eine Komödie. So ist es auch bei „Ant-Man and the Wasp“. Obwohl es natürlich auch Action-Segmente gibt, stehen die Lacher doch immer im Vordergrund. Und es sind gute Lacher. Die Autoren haben hier viel Feingefühl und Kreativität für charakterbasierten Humor bewiesen. Zwischen Lachern und Action gibt es auch noch ein paar herzerweichende Momente zwischen Scott und Cassie. Die Story verschwindet dabei zwar nicht im Hintergrund, ist aber am Ende des Tages die ganz normale Standard-Geschichte eines Marvelfilms. Langweilige Bösewichte, keine moralische Grauzone. Nichts besonderes. Aber dennoch ist „Ant-Man and the Wasp“ einer der besten Marvel-Filme der letzten Jahre, weil er sich darauf konzentriert nur eine Sache zu machen. Leute zum Lachen zu bringen. Und das mach der Film super.
Cedric Engels

Hier Uwe Flades INDAC-Kritik zu Christopher McQuarries „Mission: Impossible FALLOUT“

Irgendwas mit Plutonium
Verfolgungsjagden in Paris hat man ja schon einige gesehen, bei MI:6 wird man nich nur an Ronin, sondern vor allem an die Mutter aller French Car Speedings erinnert: Claude Lelouch´s „Rendevouz“. Bei den musikfreien Fahrszenen unterlegt nur mit Motorengeheul, Reifenquietschen und Schlittersounds fängt der Film hier an, richtig Spass zu machen. Die Action versetzt generell auch den routinierten Binge Watcher in Entzücken, die Wendungen dagegen sind wie von einer Künstlichen Intelligenz Script Software zusammengebastelt. Eingestreute Witzchen zwischen dem immer sympathischen Ensemble reissen es hier raus und man hat letztendlich genau den No-Brainer Spass den man sich erhofft.
Viele Grüsse

 

Die INDAC Kritik von Rike Trunzer zu Christopher McQuarries „Mission: Impossible FALLOUT“

Als ich das las, dachte ich sofort: Moment einmal: Mission Impossible 6?

Bei dieser Zahl kann einem schon der Gedanke kommen, ob die Welt wirklich einen sechsten Teil braucht. Und um genauso rasant auf den Punkt zu kommen, wie es die Aktion in Fallout tut, ja die Welt braucht definitiv einen sechsten Teil von Mission Impossible.

Mission Impossible 6 – Fallout ist für mich, trotz der ganzen neuen Technik, die zum Einsatz kommt, im Grunde doch ein absolut klassischer Spionage-/ und Agentenfilm, der den Fans alles liefert, was man sich von diesem Genre erwartet:

  • Die Welt steht aufgrund einer nuklearen Bedrohung kurz vor dem Abgrund
  • Männer rennen über Häuserdächer
  • Nachrichten zerstören sich selbst nach 5 Sekunden
  • Wilde Verfolgungsjagten mit schnellen Autos durch viel zu enge Gassen
  • Männer die an Helikoptern hängen
  • Große, beeindruckende instrumentale Arrangements
  • Bösewichte, die einfach nicht kleinbeigeben wollen
  • Ein Held, der trotz aller Widrigkeiten nie aufgibt und für sein Land und/oder Recht und Gerechtigkeit alles gibt

… und natürlich trägt Tom auch im sechsten Teil keinen Helm beim Motorradfahren.

Das hört sich nun so an, als hätte man das doch schon hundertfach genau so gesehen.

Doch kann man das überhaupt oft genug sehen?

Im Grunde geht es in allen großen Spionage-/ und Agentenfilmen genau darum:

Bösewicht will böses tun und der Gute versucht Ihn daran zu hindern. Ende der Storyline.

Und trotzdem lieben so viel, genauso wie ich dieses Genre. Denn ein gut gemachter Agentenfilm ist unterhaltsam und bringt einfach Spaß.

Mission Impossible bietet unglaubliche 147 Minuten geballte Aktion, die einen an den Kinosessel fesselt und einen verzückt am Strohhalm ziehen lässt, während man sich das nächste Gummibärchen angelt, ohne den Blick nur eine Sekunde von der Leinwand zu nehmen.

Christopher McQuarrie ist mit Mission Impossible 6 – Fallout eine moderne Adaption eines klassischen Spionagefilms gelungen. Er schafft es gekonnt, die urklassischsten Elemente eines Agentenfilms in eine moderne Umgebung zu transportieren und zu übersetzen, ohne dabei altbacken oder aufgesetzt zu wirken.

Mein Fazit:

Rike Trunzer

An alle, die bei Spionagefilmen gelangweilt gähnen und ständig nur die Stoyline kritisieren, lasst es lieber bleiben, Ihr werdet den Film nicht genießen können und nur an der Storyline herumkrikeln.

Aber ich hatte eine großartige Zeit und frage mich definitiv nicht mehr, ob es wirklich einen sechsten Teil von Mission Impossible braucht – ich finde ein siebter Teil ist auch noch drin!

Mission Impossible 6 – Fallout ist für alle Bond Fans und Liebhaber gepflegter Aktion ein absolutes Muss!

Rike Trunzer

http://www.rike-trunzer.de/

 

Die INDAC Kritik von Simon Weisse zu Christopher McQuarries „Mission: Impossible FALLOUT“

Tom Cruise alias Ethan Hunt ist zurück mit einer Neuauflage von Mission Impossible, die Sechste und um es von Vorab zu sagen, es ist diesmal wirklich gut gelungen ! Man hatte sich ja fast schon ein wenig gelangweilt in den vorherigen Filmen wo es Cruise sehr darum ging sich vor allem selbst darzustellen. Hier hat man den Eindruck daß er sich sich endlich mal nicht zu sehr ernst nimmt und es alles so übertreibt mit der ganzen Action daß das Publikum echt Spaß hat und sich an manchen Punkten köstlich amüsiert.

Der Plot ist am Anfang noch relativ einfach, eine Terrororganisation, die Apostel, wurden noch im vorherigen Film eingeführt. Diese Gruppierung will an drei Plutonium Kugel ran um Mega-Bomben an verschieden wichtigen Orten der Welt explodieren zu lassen. Ethan Hunt und sein IMF Team wird beauftragt diese Aktion zu stoppen aber es läuft natürlich nicht ganz so wie vorgesehen und die ganze Geschichte entwickelt sich weiter in immer wieder neue unerwartete Überraschungen die neue Herrausforderungen mit viel Action verlangen.

Simon Weisse

Ethan Hunt muss immer und immer wieder ran, wie gewohnt mit List und Bravour, aber nach all den Jahren werden seine Falten neben den Augen immer präsenter und selbst wenn er öfters wiederholt „I‘ll sort it out somehow“ (irgendeine Lösung werde ich schon finden) hört man auch ganz nebenbei ein „I‘m tired of this crap“ (mir reicht dieser Mist). Aber er wird kämpfen bis zum letzten Moment, weil er es immer schon gemacht hat und das ist auch gut so weil der Zuschauer bis zum Schluss unterhalten wird, wenn man Action liebt.

Dabei ist auch bemerkenswert wieviel praktische Stunts und Spezialeffekte hier und heutzutage bei diesem Film benutzt wurden. Neil Corbould war hier verantwortlich für die Practical Effects, er gehört zur Corbould Familie die inzwischen irgendwie jeden grossen Blockbuster mit SFX der in England gedreht wird mit grossem Talent betreut.

So sind die Verfolgungsjagden in Paris und London einfach grossartig und diese beiden Städte werden zum Glück nicht zu clichéhaft dargestellt wie es so oft passiert, dafür hat die Kamera ein paar sehr schöne Bilder dieser Orte gemacht, selbst wenn alles natürlich digital nachbearbeitet wurde, aber es hält sich doch in Grenzen.

Alles in Allem ein guter Popcorn Film für den Sommer der einfach Spaß macht, ohne viel Ansprüche …

Simon Weisse

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Die INDAC Kritik von Dominik Reinicke zu Peyton Reeds „Ant-Man and the Wasp“

Hallo Johannes,
Hallo INDAC,

Nachdem wir im letzten Marvel-Blockbuster „Avengers: Infinity War“ den großen Niedergang unserer Helden erleben durften, nimmt uns „Ant-Man and the Wasp“ auf ein eher klassischeres Abenteuer mit. Ein Sequel-Abenteuer wohlgemerkt, das zum Glück keine Zeit mehr darauf verwenden muss, Charaktere und Sachverhalte aus Teil 1 zu erklären. Die Story lässt sich schnell zusammenfassen: Der als Ant-Man bekannte Scott Lang (Paul Rudd) soll eigentlich seinen vom FBI erteilten Hausarrest absitzen. Allerdings kommen ihm dabei der Wissenschaftler Hank Pym (Michael Douglas) und seine Tochter Hope Van Dyke (Evangeline Lilly) in die Quere, die seine Hilfe brauchen, um Hopes Mutter aus dem Quantenreich zu befreien. Dabei stellen sich der Truppe das FBI, Geschäftsmann Sonny Burch (Walton Goggins) und ein geheimnisvoller Gegenspieler namens Ghost (Hannah John-Kamen) in den Weg.

Regisseur Peyton Reed hat seine Aufgabe an sich nicht schlecht gemacht. Der Film unterhält über lange Strecken und baut in fast allen Aspekten auf seinen Vorgänger auf. Mehr Action, mehr Gags und mehr Charaktere, die sich von Anfang bis Ende in einer nie enden wollenden Verfolgungsjagd gegenseitig auf den Fersen sind. Das ist spannend und rasant, aber lässt einen als Zuschauer manchmal leider auch ein wenig orientierungslos zurück. Einige Charaktere, besonders Sonny Burch, wirken nicht durchdacht und bringen den Film nicht voran. Die lustige und heitere Atmosphäre des Films lässt wirklich ernste Szenen nicht zur Geltung kommen. Da man dem Film aber anmerkt, dass er nicht ernst sein, sondern lieber chaotisch spaßige Unterhaltung bieten will, hab ich ihm das nicht wirklich übel genommen, sondern bin mit einem positiven Gefühl aus dem Kino gegangen.

Spätestens als die ersten Action-Szenen abliefen wurde mir übrigens auch klar, warum uns Disney den Film in 3D zeigt und nicht wie sonst in 2D. Die Effekte haben mir teilweise eine Gänsehaut beschert. Die Möglichkeiten, die einem das Groß/Klein-Gimmick beschert, wurden ganz klar genutzt und selbst als Nicht-3D-Fan sind mir alle Szenen, in denen aktiv mit den Ebenen gespielt wurde, positiv aufgefallen. Wer Bock darauf hat, wird nicht enttäuscht werden.

Dominik Reinicke

Die INDAC Kritik von Michael Knoll zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

ANT-MAN, das wortwörtliche Kleinod des MCU (Marvel Cinematic Universe) soll 3 Jahre nach seinem Debüt nun wieder die Leinwand erobern und endlich klären, warum ausgerechnet dieser Held nicht Bestandteil des INFINITY WAR Films war, oder eben auch nicht…

Bestach der erste ANT-MAN Film vor allem mit Humor und einer eher fadenscheinigen Story, die auf eine Serviette gepasst hat inklusive einem leider unterforderten Corey Stroll als antagonistischer Waffenbauer, geht die Fortsetzung glücklicherweise andere Wege. Diesmal entschied man sich für eine komplexere Geschichte mit drei antagonistischen Kräften. Nummer 1: Das FBI, welches den Hausarrest unseres Helden Scott Lang überwacht und seinen flüchtigen Mentor Hank Pym sucht. Dies sorgt für viele komödiantische Spannungsmomente, doch kommt in Form des zuständigen Agenten, gespielt von Randall Park, leider zu oft dümmlich daher. 2: Den Waffenhändler, ja Parallelen zum ersten Teil lassen sich wohl nicht vermeiden, verkörpert durch den (wieder!) unterforderten Walton Goggins. Aber der wichtigste Part ist Nummer 3: Der durch Wände gehende Superschurke ‚Ghost‘. Warum wichtig? Ohne zu viel zu verraten, es handelt sich um eine Figur mit einer persönlichen und emotionalen Agenda, die mit ihrer Fähigkeit nicht (wie im ersten Teil) den Hauptcharakter imitiert, sich trotzdem sehr gut ins Ant-Man Universum einfügt. Diese Tatsachen und das Ant-Man noch einen Sidekick namens ‚Wasp‘ bekommt, machen den klaren Unterschied des Films im MCU aus. Eine kleine emotionale Geschichte, welche die Figuren in den Vordergrund schiebt und sich mal nicht um die Rettung der Welt dreht.

Michael Knoll

Perfekt ist der Film allerdings nicht. Hier und da hätten ein paar Spitzen zugunsten der Charakterformung wegfallen können, denn der Film braucht eigentlich keine Blödeleien um sich auf seine humoristische Seite zu verlassen. Auch einige Logik-Löcher bzw. Erklärungen wären schön gewesen, um auch die Skeptiker im Kino zu beruhigen und die filmische Welt konsistenter zu gestalten.

Aber die wesentliche Frage nach dem Kontext im MCU bleibt. Man muss bis zur Mid-credit Scene warten, bis die Verbindung endlich hergestellt wird und dann ist es auch eher enttäuschend. Es entstehen 2 Eindrücke: Erstens, dass der Film auch vor INFINITY WAR hätte spielen können und es sich in der Filmreihenfolge um eine Verleih-technische Studioentscheidung handelt, die leider nicht aus der bzw. den Geschichten heraus begründet ist. Was bleibt, ist der fade Nachgeschmack, dass das MCU gar nicht so gut durchdacht ist und größtenteils auf Pseudo-Zusammenhängen basiert. Zweitens haben die Ereignisse des INFINITY WAR rund um die Welt scheinbar absolut keinen Einfluss auf San Francisco, wo ANT-MAN spielt. Dies sorgt für Irritationen und unterstreicht erstere These noch.

Am Ende bleibt ein unterhaltsamer Popcorn-Film im Schatten seiner Studio-Limitierungen. Wer den ersten Teil mochte, wird auch sicherlich hier seinen Spaß haben. Viele Dinge wurden definitiv zum Guten justiert, aber es bleibt noch erzählerische Luft nach oben. Ein Potenzial, das hoffentlich noch ausgeschöpft wird.

Michael Knoll

Hier die INDAC Kritik von Lisa Nguyen zu Genndy Tartakowskys „Hotel Transsilvanien 3: Ein Monsterurlaub“

Hotel Transsilvanien 3“ (Orignaltitel: „Hotel Transylvania 3“) ist der dritte Teil des 3D Computer Animinierten Franchise „Hotel Transsilvanien“, in der die uns bekannten Monster aus den ersten beiden Teilen aus ihrer gewohnten Umgebung, dem Hotel, heraustreten und ihren Sommerurlaub auf einem Monster-Kreuzfahrtschiff machen. Im Urlaub entdeckt Dracula Captain Ericka und verliebt sich in die Menschenfrau. Dracula steht nun zwischen einer neu entdeckten Flamme und seinem Urlaub mit seiner Monster Familie.

Ein wunderschöner, leichter Film für den Sommer mit der Familie. Die Zielgruppe war ziemlich eindeutig 6 bis 12-jährige. Die Witze und Gags sind sehr simpel und einfach zu verstehen, genauso wie der Handlungsstrang. Die Animationen sind wunderschön und auch die wiederkehrenden Charaktere sind für Kinder, die bereits Fans von den ersten beiden Teilen waren, ein Genuss.  Der Haupthandlungsstrang ist einfach und gut zu verstehen, nebenbei laufen noch einzelne Handlungsstränge, die man gut hätte weglassen können.

Im Allgemeinen ist es ein Film für Kinder und die Familie.  Die Moral, dass alle gleich sind, egal ob Mensch oder Monster wird zum Ende klar und ist in dieser Zeit mehr als wichtig. Leider war das gefühlt die einzige Moral, die ich aus dem Film mitgenommen habe, als ich den Kinosaal verließ. Dennoch würde ich mir den Film mit meinen Nichten noch einmal ansehen, um die Animationen und den wunderschönen Stil des Filmes genießen zu können.

Lisa Nguyen, Berlin

Die INDAC Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Dachte man vielleicht noch als etwas unbedarfterer Kinogänger, nach „Avengers: Infinity War“ würde nun erstmal eine Pause anstehen – falsch, es kamen „Deadpool 2“ und „Ant-Man and the Wasp“. Das Superhelden-Fan-Herz soll ja weiter bei Laune gehalten werden – also gibt es ca. alle 2-3 Monate einen neuen Film. Gefühlt gibt es die „Zugpferde“ des Marvel-Universums, deren Franchise sehr präsent ausgearbeitet und präsentiert wird – und dann gibt es die, die etwas unbekannter scheinen, für die es nicht ganz so viel Promotion gibt – aber die durchaus sehenswert sein können.

Letty Felgendreher

„Ant-Man and the Wasp“ bleibt der Linie Marvels treu, ein Film zu sein, der genug Humor und Spaß bietet, um die Dinge nicht zu ernst zu nehmen, sich gleichzeitig aber auch dem plakativ emotionalen Topf bedient, welcher natürlich mit dramatischer Musik unterlegt nicht zu kurz kommen darf – denn es muss ja irgendwie um etwas gehen –  aber bitte nicht so tiefgründig, dass man gar dazu geneigt wäre, melancholisch zu werden.

Diesmal geht es nicht um die Rettung der ganzen Welt – das ist ja schon mal erfrischend! Es geht um persönliches Bestreben, das Auseinandersetzen mit der Vergangenheit. Es ist unterhaltsam dem Schauspiel zuzuschauen, dem Spiel mit den Größenverhältnissen  und die hübschen Marvel-typischen VFX auf sich wirken zu lassen. Auch das Setting ist solide präsentiert, es gibt nicht allzu viele auffällige Logiklöcher. „Ant-Man and the Wasp“ entlässt einen unterhalten, ohne das Bedürfnis ihm gedanklich stark nachzuhängen.

Er ist für einen netten Kinoabend durchaus geeignet.

Letty Felgendreher

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