Have a look: Dreamworks Animation´s THE BOSS BABY | Official Trailer

Watch the trailer for DreamWorks‘ THE BOSS BABY, in theaters March 31st!

DreamWorks Animation and the director of Madagascar invite you to meet a most unusual baby. He wears a suit, speaks with the voice and wit of Alec Baldwin, and stars in the animated comedy, DreamWorks’ THE BOSS BABY. THE BOSS BABY is a hilariously universal story about how a new baby’s arrival impacts a family, told from the point of view of a delightfully unreliable narrator, a wildly imaginative 7 year old named Tim. With a sly, heart-filled message about the importance of family, DreamWorks’ THE BOSS BABY is an authentic and broadly appealing original comedy for all ages.

THE BOSS BABY Official Channels:
Facebook: https://www.facebook.com/dreamworksbo…
Hashtag: #TheBossBaby

Die INDAChs Kritik von Helena Barbie zu Illuminations „SING“

Wenn man sich Sing ansieht, erwartet man eine tierische Castingshow, die aktuelle Ohrwürmer tief in den Köpfen verankert. Stattdessen wird man aber von chaotischen, sympathischen, herzlichen Charakteren überrascht. Man fiebert für sie mit, dass jeder seinen Traum erreicht und schaut dabei zu, wie sich der optimistische Protagonist Koala „Buster Moon“ und Theaterbesitzer von Hoffnung zu Hoffnung balanciert und immer tiefer in seinem eigenen Chaos versinkt. Animationstechnisch ist der Film aus dem Illumination Entertainment Studio mehr als gelungen. Aber etwas ganz Besonderes ist der Film auch nicht, dazu fehlt es der Story einfach an Tiefe. So offensichtlich wie die Figuren in ihre Probleme tapsen, genauso einfach sind die Lösungen gefunden. Dafür glänzt der Film mit einer vielfältigen Musikauswahl, Klischees und Witz, so dass man auf jedem Fall mit guter Laune das Kino verlässt (und mit Ohrwurm).

Helena Barbie

Die Indachs Kritik von Michael Knoll zu Marvels „Doctor Strange“

Mit DOCTOR STRANGE liefert Marvel den zwölften Eintrag ins hauseigene MCU (Marvel Cinematic Universe) ab und präsentiert mit Mads Mikkelsen, Chiwetel Ejiofor und Benedict Cumberbatch nicht nur drei Darsteller mit unaussprechlichen Namen, sondern drei der derzeit angesagtesten männlichen Performer. Aber auch Tilda Swinton und Rachel McAdams sorgen für qualifizierte weibliche Unterstützung. Ob Regisseur Scott Derrickson, dessen Filmografie man wohl am besten als unberechenbar hinsichtlich der Qualität bezeichnen kann, diesen hochkarätigen Cast zu inszenieren weiß, wird sich spätestens an den Kinokassen zeigen.

DOCTOR STRANGE erzählt die Geschichte eines überheblichen aber liebenswerten Mannes, der am Scheideweg seines Lebens eine Kraft entdeckt, die ihm zum Helden wider Willen werden lässt. Wem das bekannt vorkommt, der darf sich gerne noch einmal andere Marvel-Origin-Filme ansehen wie zum Bsp. IRON MAN, THOR oder GUARDIANS OF THE GALAXY. Brauchen du Zuschauer also eine weitere Origin-Story? Die Antwort lautet eindeutig ‚Jein!‘

Auf der einen Seite ist DOCTOR Strange einfach eine gut erzählte Geschichte. Sie integriert sich ins MCU und ist dennoch eigenständig genug. Die Geschichte des eitlen Genies Dr. Strange, der nach einem Unfall seinen Beruf als Chirurg nicht mehr ausführen kann und auf der Suche nach einem geheimen Heilmittel in eine unvorstellbare spirituelle Welt vordringt, funktioniert auf ganzer Linie. Sie bedient sich zwar einem Malen-nach-Zahlen-Muster, macht das aber so kreativ, dass es selten aufstößt. Schon allein der Clou, dass durch die Magie schier alles möglich ist, wird (im Gegensatz zu vielen anderen Filmen) gut, nachvollziehbar und gezielt verwendet. Während man solche Elemente oft nur einsetzt, wenn man es gerade braucht, hat man hier zumindest das Gefühl, dass die Magie Teil der Welt ist und stetig genutzt werden kann. Das Konzept geht auf, die spiritistischen Elemente integrieren sich mit den Effekten und Story.

Das Ganze ist in einer Neon bunten Farbsprache gewickelt, die zumindest den Comic-Fans bekannt vorkommen sollte. Es handelt sich um die Farbgebung und visuelle Sprache, die 1999 mit dem (im weitesten Sinne) ‚Softreboot‘, das innerhalb der Marvel Knights Reihe stattgefunden hat (Doctor Strange: The Flight of Bones) und den Doctor neu prägte. Interessanterweise bekam in derselben Reihe auch der Ghost Rider eine Frischzellenkur verpasst und im Film GHOST RIDER: SPIRIT OF VENGEANCE erscheint das Marvel Knights Logo dort das einzige Mal im Vorspann. Das war 2011, als das MCU schon voll am Laufen war. Es wurde der Eindruck suggeriert, dass Marvel eine eigene B-Film Kategorie mit weniger bekannten Figuren eröffnet. Und es würde nicht verwundern, wenn zu diesem Zeitpunkt schon das erste Konzept zu DOCTOR STRANGE stand. Aber warum wurde das Marvel Knights Cinematic Universe nicht weiter verfolgt? Wahrscheinlich hatte es mit den Zahlen zu tun. Denn die Filme des MCU sind so erfolgreich, dass man gar keine B-Ableger produzieren muss. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass DOCTOR STRANGE in der Phase 3 des MCU startet, direkt nach CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR. Letzteren kann ein Unkundiger, ohne MCU Erfahrung, kaum ohne beiliegende Betriebsanleitung vergnüglich konsumieren. Eine frische Origin-Story sorgt nicht nur für einen leichten Einstieg, sie lockt mit den frauenaffinen Darstellern Cumberbatch und Mikkelsen vor allem weibliches Publikum in die Kinos. Das Ganze noch in eine mystische Welt verankert und perfekt ist der Herbst Einsteiger MCU Film.

Aller äußeren Kritik beiseite. DOCTOR STRANGE ist ein extrem unterhaltsamer und kreativer Fantasyfilm mit hervorragenden Darstellern für jedermann. Er ist nicht perfekt, aber innerhalb des Genres Comicverfilmungen ganz weit oben. Bleibt zu hoffen, dass dieses Niveau erhalten bleibt. Denn der nächste Eintrag folgt im Frühjahr mit dem heiß erwarteten GUARDIANS OF THE GALAXY 2 („Ooga Chaka, Ooga Ooga, Ooga Chaka, Ooga Ooga“).

Michael Knoll, Leipzig

Die INDAChs Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Doctor Strange“

So wie der Trailer bereits eine visuelle Bombastik versprach, gepaart mit  fernöstlicher Hollywood-Ästhetik und unterhaltsamer Story, so war denn auch der Film.

Dr. Stephen Strange, ein Neurochirurg, der in seinem Beruf außerordentlich begabt ist, verliert nach einem Unfall seine zur Ausübung seines Berufes nötigen ruhigen Hände.

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Letty Felgendreher

Geplagt von Verzweiflung und „Nicht-Akzeptierens“ begibt er sich nach Tibet, um dort einen Wunderheiler aufzusuchen. Dieser eröffnet ihm eine Welt, fernab der sachlichen, wissenschaftlichen, in der sich Dr. Strange bisher so sicher bewegt hatte. Den arroganten, aber irgendwie auch bewundernswerten Typen fallen zu sehen, gleichzeitig Mitleid mit ihm zu empfinden und die Möglichkeit zu haben, bei seiner Tragik und seinem wieder aufstrebenden Kampf mitzufiebern – das ist ein funktionierendes Rezept. So auch bei „Dr. Strange“. Die Welt, die Anspielungen ans generelle Marvel Universum,  die Fantastik, die Phrasen – alles ist groß und visuell super.

Die schauspielerische Leistung ist auch wirklich gut. Die Story an sich – nun ja, es ist der Auftakt eines neuen Helden, es gibt natürlich wieder Böse und die Überbösen. Währen die Helden diesen entgegentreten, kommt immer wieder ein Witzchen, der das ganze auflockert.(Zumeist auch gut gelungen!)

Das ist vielleicht auch eine der wenigen Sachen, die etwas stören könnten – so ganz weiß man nicht, ob der Film nun eigentlich auch manchmal wirklich ernsthaft/tragisch sein möchte, oder dies nie das Ziel gewesen ist – denn eigentlich scheint der Weg vom Neurochirurgen zum magischen Kämpfer im Nachhinein betrachtet gar nicht so schwer(bis auf die Anfangsphase). So erscheint der Film nicht zu drückend, es bleibt gut konsumierbare Unterhaltung. Man geht mit einem zufriedenem Gefühl aus dem Kino – ohne jedoch zu sehr in ein kopfphilosophisches Dasein zu verschwinden, dafür ist alles dann doch leicht genug serviert.

Letty Felgendreher, Leipzig

 

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Die INDAChs Kritik von Janine Krieg zu Marvels Doctor Strange

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Janine Krieg (Jane War)

Mit Doctor Strange bewegt sich das Marvel Universum nun mehr in Richtung Magie. Die Trailer versprachen einen Film mit wunderschönen visuellen Effekten und genau das bekommt man auch.

Gleich zu Beginn zeigt der Film was er auf der Effektebene kann. Die Sehgewohnheiten werden aufgelöst und die Welt wortwörtlich aus den Fugen gehoben. Nichts ist unmöglich und Raum und Zeit haben keine Bedeutung mehr. In den ersten szenen verliert man sich sofort in den Morphingen und Trasformierungen von Häuserwänden, da geraten die kämpfenden Akteure fast aus dem Blick.

Bei vielen Filmen scheint der 3D Effekt unnötig, bisweilen störend und trägt oft nicht zum Mehrwert des Filmes bei. Doch bei Doctor Strange ist die 3D Version sehr zu empfehlen, umso mehr wird man in die gewaltigen Bilderwelten gesogen.

Leider kann die Handlung nicht mit den Effekten mithalten. Der Storyaufbau erfolgt nach Schema F und ist in großen Teilen sehr vorhersehbar. Zum Glück sind hier und da kleine Überaschungen eingebaut. Marvel-typisch gibt es viel zu lachen. Guter Dialogwitz und Slapstick lockern die Handlung ständig auf. Dabei bleibt kein Platz für großes Drama oder tiefgreifende Emotionen. Auch die Spannung hält sich in Grenzen.

Die Hauptdarsteller sind durch die Bank gut besetzt. Besonders  Benedict Cumberbatch als Doctor Strange konnte sein arrogante und besserwisserische Darstellung wieder zum Besten geben, die ihn auch bei „Sherlock“ ausmacht. Tilda Swinton als „Most Ancient“  gefallen. Ihre ruhige Art und wie sie scheinbar immer lächelt, machen sie sehr sympathisch und undurchschaubar zugleich. Leider konnte der sonst überragende Mads Mikkelsen seine schauspielerische Stärke bei diesem Film nicht ausspielen, dafür war sein Character zu schwach geschrieben.
Einige Statisten wirkten leider etwas hölzern im Vergleich zu den Hauptdarstellern.

Imposant waren die ausführlich choreographierten Kampfszenen, die vor allem in einem sich ständig ändernden Raum  mitzureißen wussten.

Doch nun zum eigentlichen Grund Doctor Strange anzuschauen: den visuellen Effekten. Sie waren einfach atemberaubend und man hatte das Gefühl, dass sich die VFX Artits hier richtig austoben konnten. Phantasiereich und mit Liebe zum Detail sind die Umgebungen gestaltet und bei der Deformierung des Raumes  wurde alles vorstellbare und auch unvorstellbare ausprobiert. Die Effekte wirken sehr überzeugend und gut integriert. Nur einige kleine Ausrutscher gibt es in denen die Charaktere aussehen als würden sie wie früher vor einer Leinwand stehen. Doch die restlichen, überragenden Szenen machen das allemal wieder wett.

Alles in allem bietet Marvel’s Doctor Strange ein gut gelungenes Popcornkino ohne großen Tiefgang bei der Handlung, ist dafür aber auf der visuellen Ebene ein absoluter Augenschmaus, den man auf der großen Leinwand wohl am besten genießen kann.

Janine Krieg

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Die INDAChs-Kritik von Michael Knoll zu Universals/Laikas „KUBO – Der tapfere Samurai“

Das amerikanische Animationsstudio LAIKA schickt, beinahe genau zwei Jahre nach BOXTROLLS, den nächsten Stop-Motion-Film in die deutschen Kinos. Und zum ersten Mal in der Studiogeschichte werfen die amerikanischen Boxoffice-Zahlen dunkle Schatten voraus.  Die Erzählung über den Samurai-Jungen Kubo, der von Göttern und Monstern gejagt, versucht sein Schicksal anzunehmen, floppte in den USA an den Kinokassen. Im Schnitt konnten die LAIKA-Filme ihre Budgets (60 Millionen Dollar) verdoppeln, während KUBO bis jetzt (Stand 16.10.2016) das Budget gerade einmal umgesetzt hat. Da auch die Kritiken fast ausschließlich positiv ausfallen, muss ein jeder selbst den Film sehen, um die Frage beantworten zu können, woran das liegen mag.

KUBO präsentiert uns eine aufgearbeitete japanische Folklore, in der der Sohn eines lange verstorbenen Samurai-Kriegers, eines Tages von den Geistern der Vergangenheit eingeholt wird, die nach seiner Geburt schon sein Auge stahlen und nun das andere fordern. Kubos Mutter kann, dank ihrer Zauberkraft, die Angreifer stoppen, aber Kubo wird von ihr getrennt und muss sich alleine auf die Reise begeben. Gemeinsam mit seinem lebendig gewordenen Talisman Monkey muss er die drei Teile einer heiligen Samurai-Rüstung zu finden, die einst sein Vater zusammenführte und damit die Götter erzürnte.

Der Film präsentiert sich als abwechslungsreiches Abenteuer, das sich nicht davor sträubt an den richtigen Stellen düster und brutal zu sein. Auf der anderen Seite wird er durch viele komödiantische Elemente aufgeheitert, die ein gutes Gegengewicht liefern.

Optisch liefert er mindestens das, was seine Vorgänger bereits darboten. Wenn er sie in manchen Sequenzen nicht sogar toppt und neue Maßstäbe setzt. Technisch wirkt der Film so ausgearbeitet, dass man über weite Stellen vergisst, dass es sich um einen Stop-Trick handelt. Das liegt nicht daran, dass der Computer sehr viel nachbearbeitet hat. Es liegt an dem enorm hohen Niveau, auf dem LAIKA kontinuierlich arbeitet. Die Charakterdesigns sind ausgefallen und fügen sich dennoch gut in das LAIKA-Universum ein. Die Szenerien bieten eine hohe Range an Abwechslung und sind immer ausgefeilt.

Wo sich die Geister streiten werden, ist wohl die Geschichte an sich. Dabei geht es nicht einmal um die Originalität oder Fehler im Ablauf, sondern um die Art, wie sie erzählt ist. Beim Ansehen von KUBO bekommt man den Eindruck, dass die Macher sich über mehr Inhalt bewusst waren, als sie auf der Leinwand vermitteln. So kommt es immer wieder zu Situationen, die man nicht gleich versteht und sich dazu selber einen Reim machen muss. Das liegt einerseits an der permanenten Konzentration auf das optische und visuelle Erzählen und anderseits auf das reduzieren von Information auf Emotion. Die Macher haben offensichtlich mehr darauf verlassen, starke Emotionen zu evozieren und weniger darum gekümmert, gezielte Information zu liefern. Das tut dem Sehvergnügen von KUBO keinen Abbruch, kann stellenweise aber ermüden und aufhalten. Dennoch kann man den Film auf einer emotionalen Ebene genießen und sich von der Optik überraschen lassen. Er ist spannend, fantasievoll und für nahezu alle Altersklassen ansehnlich.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Flop an den Kinokassen nicht so groß ist, dass es das Studio in ernsthafte Gefahr bringt. Denn neben AARDMAN gibt es leider kein großes Studio mehr, dass sich so wünschenswert mit der Stopp-Trick-Technik befasst und das Genre Animationsfilm abwechslungsreicher und spannender macht.

Die INDAChs Kritik von Jan Walter zu Laikas „Kubo – Der tapfere Samurai

Kubo kuemmert sich, seit dem Tod seines Vaters, um seine Mutter und unterhaelt seine Zuhoerer im nahegelegenen Dorf als Geschichtenerzaehler. Er besitzt magische Kraefte und seine Mutter warnt ihn vor seinem Grossvater, Moon King, und ihren boesen Schwestern, die
ihm bereits ein Auge gestohlen haben und es auch auf sein verbleibendes, zweites Auge abgesehen haetten. Aus Versehen beschwört er einen Geist
aus der Vergangenheit herauf und um das Geheimnis seines Vermaechtnisses zu lueften, begibt er sich auf die Suche nach einer magischen Ruestung. Mit Hilfe seiner Gefaerten, Monkey und Beetle, besteht er viele Gefahren und begegnet auf seiner Reise unheimlichen Kreaturen, wie einem riesigen Skelett.

Soviel zur Handlung. Dieses Jahr auf der SIGGRAPH gab es eine Veranstalung namens ‚“Kubo and the Two Strings“: One Giant Skeleton, One Colossal Undertaking‘, das sich dem ca. 5,5 Meter (18 feet) hohem Skelett und den damit verbundenen Problemen bei der Produktion eines Stop-Motion Filmes gewidmet hatte. Laika, die Firma die bereits Filme wie Coraline und auch die Boxtrolls mit aehnlicher Technologie gedreht hatte, musste sich damit auseinander setzten, wie sie eine solch grosse „Puppe“ herstellen und dann, mit entsprechendem Gewicht, animieren lassen koennte. All die bisherigen Produktionen hatten den 3D-Druck von Teilen ihrer Hauptdarsteller erlaubt, was bei dieser Groesse mit Sicherheit nicht mehr praktikabel ist. Bei der Groesse des Skeletts sind natuerlich auch die Sets, in denen sich die Darsteller bewegen, dementsprechend gross und lassen sich nicht mehr komplett mit „Miniaturen“ realisieren. D.h. bei manchen Shots waren der Boden und eventuell 2 bis 3 Meter der umgebenden Waende traditionell modelliert, waehrend alles ueber diese Hoehe hinaus gehendes ueber CG Elemente realisiert wurde. Das Problem die echten Gegenstaende mit den Computer Generierten so zu verbinden, dass dieser Uebergang nicht sichtbar ist, ist zwar aus anderen Filmprojekten bekannt, tritt aber bei Stop-Motion Produktionen (in dieser Form, der Set-Extension) eher selten auf.

Waehrend Aardman Studios noch eher fuer die traditionelle Stop-Motion Herstellung bekannt ist, hat man sich bei Laika von Anfang an eher mit der Einbindung von Computer-Technologie in diesen Prozess beschaeftigt. Frueher (vor ca. 15 Jahren) wurden noch oft sogenannte Animatronics fuer Close-Ups verwendet, weil CG noch nicht in der Lage war, die Details (Farbe, Haare, Federn) glaubhaft in einer Nahaufnahme zu rendern, und Puppenspieler oft wesentlich realistischere Mimik ueber Robotik in Echtzeit realisieren konnten. Heute stellt dies in der Regel kein Problem mehr dar. Bei einigen Shots fragt man sich, warum man ueberhaupt den gewaltigen Aufwand fuer Stop-Motion betreibt, wenn dann z.B. die Kamera ein gewaltiges Meer (gerendert in CG) zeigt und die Darsteller (in Stop-Motion aufgenommen) inklusive ihres Bootes nur noch wenige Pixel gross sind. Aber dies sind Details, die eher auf einer SIGGRAPH besprochen und beantwortet werden.

Der Film wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Praedikat besonders wertvoll versehen. Neben der Handlung, der Identitaetsfindung eines Jungen, waren mit Sicherheit auch die wunderschoenen und ueberaus poetischen Bilder, die mit ihrer Liebe zum Detail vielleicht gerade bei Stop-Motion Filmen auftreten, mit fuer die Vergabe dieses Praedikats verantwortlich.

Jan Walter

Die INDAChs-Kritik von Letty Felgendreher zu Universals/Laikas „KUBO – Der tapfere Samurai“

Stop-Motion empfand ich schon immer als eine faszinierende Technik.
Faszinierend und aufwendig – je nach Detailgrad auch sehr aufwendig.

„Kubo“ liegt dann irgendwo bei  „Verrückt, …, ist das überhaupt möglich?“.

Die märchenhafte Geschichte des Jungen, der in der Nähe eines kleinen Küstendorfes lebt und für den recht plötzlich eine abenteuerliche Reise beginnt, wird dermaßen von der visuellen und animationslastigen Bombastik getragen, dass es einem wirklich leicht gemacht wird, kleine Verständnis- und Logikfragen in dem grundsätzlich guten Script zu übersehen.

Die Charaktere haben ein tolles Design und es macht großen Spaß sie  in der liebevoll gestalteten Welt zu begleiten.

Insgesamt wohnt dem Film eine gewisse Düsternis inne – welche man in manch anderen Produktionen wohl eher nicht finden würde – für mich war dies ein Plus, der Mutter, die einst im Kino einmal ihre Kinder abgab und abfällig meinte: „Das ist so’n Zeug für Kinder, sowas guck’ ich nicht“ – würde es vielleicht nicht gefallen. Allerdings hätte sie den Film ja auch nicht gesehen… .

Das Animationsstudio „Laika“  perfektioniert seine Technik in jeder seiner Produktionen aufs Neue – ohne dabei den Wert einer ausgefallenen Geschichte zu vergessen.

„Kubo“ ist ein wirklich sehenswerter Film, bei dem sicherlich nicht nur Personen aus dem Animationsbereich bestens unterhalten werden.

Letty Felgendreher

 

Die INDAChs Kritik von David Henning zu Sonys SAUSAGE PARTY

Sausage Party (deutsche Fassung) – Weniger und Mehr als erwartet.

Am Donnerstag den 22.09.2016 durfte ich mir vorab „Sausage party – Es geht um die Wurst“ in der deutschen Fassung ansehen. Nachdem ich den Trailer online geschaut hatte dachte ich, dass ich schon eine recht klare Vorstellung von dem haben würde was mich erwartet. Allerdings wurden meine Erwartungen übertroffen und enttäuscht zugleich.

Die Grundidee des Filmes ist natürlich ein super Spielplatz für allerlei clevere oder auch zotige Gags. Das ganze funktioniert auf visueller Ebene grandios und bietet jede Menge wunderbare bildliche Filmzitate und eine beeindruckende Liebe für versteckte Details. Die visuell hervorragend getimte Komik wird jedoch oft durch recht unbeholfene Dialoge wieder ausgehebelt. Die Witze im Dialog wirken oft sehr gewollt und wiederholen nur nochmal den Witz den man schon vorher verstanden hatte. Dadurch scheint es so als ob jemand ständig versucht dem dümmsten im Raum den Witz  nochmal zu erklären, und zwar so lange bis es nicht mehr lustig ist. Es kann aber durchaus sein dass dieser Kritikpunkt nur für die deutsche Synchronfassung zutreffen mag. Im Abspann hört man beispielsweise erstmals den Song mit dem die Lebensmittel jeden Tag die Öffnung des Supermarktes feiern in seiner englischen Originalfassung. Was in seiner deutschen Version zu Beginn des Filmes noch textlich furchtbar und unlustig daherkam funktionierte auf einmal. Von daher liegt der Verdacht nahe das in der Übersetzung einiges verloren ging. Deswegen würde ich jedem empfehlen den Film sofern möglich im englischen Original anzusehen. Das werde ich jedenfalls selbst auch nochmal tun.

David Henning, Berlin

Die INDAChs-Kritik von Nils Eckhardt zu Universals/Laikas „KUBO – Der tapfere Samurai“

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Nils Eckhardt

Um einen Kinofilm in Stop-Motion zu produzieren muss man ein bisschen verrückt oder etwas masochistisch veranlagt sein – oder beides. Demnach sind die Mädels und Jungs von LAIKA vollkommen wahnsinnig – wahnsinnig gut!
KUBO ist visuell umwerfend inszeniert. Der logistische Aufwand die Figuren und Sets zu planen und zu bauen muss enorm gewesen sein: allein für den Mund der Kubo-Puppe wurden, laut Pressematerial, 11.000 verschiedene Variationen angefertigt.
Wenn man sich vor Augen führt, dass jedes Mal die Haare von Kubos Kopfvorderseite entfernt werden mussten, um seinen Gesichtsausdruck ändern zu können wundert es nicht, dass ein Animator über die gesamte Produktionsdauer von 94 Wochen durchschnittlich nur etwa 16 Frames am Tag geschafft hat.
Die Geschichte mutet, wie von LAIKA zu erwarten, teilweise etwas skurril an und ist nicht unbedingt das, was ich als leichte Kost bezeichnen würde. Der Tod ist ein generelles Thema, der Verlust von geliebten Menschen, Familienintrigen, aber auch die Tatsache, dass es stets weiter geht im Leben, auf die ein oder andere Art. Über Veränderung und Weiterentwicklung erzählt KUBO, zwei Themen, die in der heutigen, oft sehr weichgespülten Film- und Fernsehlandschaft gerade für Kinder meist zu kurz kommen.
Kommt Leute: mutet euren Kindern ruhig mal etwas zu – traut ihnen etwas zu. Für Kindergartenkinder ist KUBO freilich noch nichts, aber die Altersfreigabe ab sechs Jahre halte durchaus für gerechtfertigt. Außer ein paar Schwächen im Screenplay, wobei ich durch den ein oder anderen Achsensprung kurz Orientierungsschwierigkeiten hatte, kann ich KUBO – DER TAPFERE SAMURAI rundum empfehlen.
(Wenn ihr die Möglichkeit haben solltet den Film in 2D anzuschauen würde ich das vorziehen. Die wirklich umwerfenden 3D-Momente halten sich in Grenzen. Außerdem geht hinter der 3D-Brille doch immer ein wenig die Brillanz der Bilder flöten, die bei KUBO durch tolle Lichtstimmungen eigentlich sehr schön ist.)

Nils Eckhardt

nilseckhardt.com/

Storyboard, München, Animation, Illustration, Concept Art, Character Design, Comic, Storyboard Supervision.

 

Die INDAC Kritik von Cem Karayakas zu „SAUSAGE PARTY“

Sausage Party ist der Sommerblockbuster der uns verwehrt wurde. Falls man überhaupt Lust hat auf den Humor von Seth Rogen und seinen Freunden, wird man sehr viel Spaß haben. Sausage Party muss sich nicht hinter seinen anderen Filmen verstecken.cem

Kommen wir zum Film. Kann man sagen, dass Sausage Party Toy Story für Erwachsene ist? Eigentlich nicht, weil Sausage Party wesentlich kindischer ist, doch auch pervers und politisch unkorrekt. Ich habe mich gefreut einen Animationsfilm zu sehen, der vor hat komplett Asozial zu sein. Sausage Party schafft es auch das Potential vom Animationsfilm gut auszureizen. Es sehr witzig, wie der Film es schafft diese Welt zum Leben zu erwecken. Es ist nicht leicht auszudrücken was alles eigentlich zum Leben erweckt wird. Wenn eine Vaginaldusche einen Gag mit sich bringt, dann wird der auch genutzt. Es ist witzig und „abgefuckt“ was alles in dem Film steckt. Religionskonflikte, Drogenerfahrungen oder Sexuelle Offenbarungen. Alles passt da mal besser und auch mal schlechter rein. Aber es passt rein.
Ich hätte gerne an so einem irren Film gearbeitet (wenn man bezahlt worden wäre).  Es ist nicht leicht Comedy mit sprechenden Lebensmitteln zu machen ohne, dass es die Qualität des ein oder anderen Youtube Videos hat und für mich ist Sausage Party ein etwas anderer, doch origineller Animationsfilm.

Cem Karayakas, Student IFS Köln

Die INDAChs Kritik von Kristina Kister zu Tim Burtons „Die Insel der besonderen Kinder“

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kristina kister

„Die Insel der besonderen Kinder“ ist ein typischer Tim Burton Film: Wahnsinnig stimmiges Setting, tolle Athmosphäre, sehr passende und talentierte Schauspieler und die Story eher…geht so.
Als großer Fan von Tim Burton fällt mir leider bei so gut wie allen Filmen von Tim Burton auf, dass sie in erster Linie von ihrer düsteren und einzigartigen Atmosphäre und den Charakteren leben als von einer stimmigen und interessanten Handlung. So war es auch bei dem neusten Film über die Kinder mit  besonderer Begabung. Die Schauspieler könnten alleine schon von ihren Gesichtszügen aus der Fantasie Tim Burtons stammen: Sehr große Augen, blasse Haut, zierlich und irgendwie ein bisschen seltsam. Ich war beeindruckt, dass die Schauspieler nicht nur äußerlich passten, sondern auch insgesamt eine sehr gute Figur gemacht haben. Mit Eva Green, die eine würdige Nachfolgerin von Helena Bonham Carter wäre, kann man wenig falsch machen, und mit Samuel L. Jackson sowieso. Auch die Grundidee der Geschichte hat eigentlich sehr viel Potential: Ein sicherer Ort, auf den die vierte Dimension keinen Einfluss hat, also eine Zeitschleife, als Unterkunft für besonders begabte Kinder, die in der normalen Welt schlecht aufgehoben wären.Diese Begabungen unterscheiden sich allesamt und sind trotzdem irgendwie typisch Tim Burton. Durch die Einbringung von Zeit und Raum ist es sehr schwer, Logikfehler zu vermeiden, wovon der Film leider nicht verschont wurde. Da Zeitreisen sowieso oft ein Paradox darstellen, fiel es mir nicht so schwer, darüber hinwegzusehen.  Was mich eher gestört hat war die Tatsache, dass der Fokus meiner Meinung nach oft auf den Falschen Szenen lag. Kern der Geschichte ist es eigentlich, den bösen Wissenschaftler (Samuel L. Jackson) von seinen Plänen abzubringen und ihn zu besiegen, was jedoch gefühlt eher nebenbei geschah. Stattdessen wurde einem CGI-technisch eher so im Mittelfeld liegenden Kampf zwischen Monster und Skeletten viel mehr Raum und Beachtung eingeräumt.  Man könnte zusammenfassen, dass der Film sehr vielversprechend anfing und gegen Ende sehr abebbte, was ich schade finde.

Insgesamt jedoch ein schöner Film mit vielen starken Szenen, der durchaus sehenswert ist.

Kristina Kister

Die INDAChs Kritik von Nils Nißing zu Tim Burtons „Die Insel der besonderen Kinder“

Miss Peregrine's Home For Peculiar Children




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Nils Nißing

Der Film startet mit einem collagenhaften Intro, welches sehr schön durch Fotos und eine alten Karte in die Welt einleitet und auch bereits andeutet, dass hier so einiges nicht in Ordnung ist. Jake (Asa Butterfield) ist nach einem Unglück in seiner Familie auf der Suche nach Antworten. Auf einer Insel entdeckt er an einem geheimen Ort ein besonderes Mädchen, Emma (Ella Purnell), welche die Fähigkeit hat, Feuer zu erschaffen/bändigen. Diese führt ihn nun zu dem Waisenhaus aus den Geschichten von Jakes Opa, welches von Miss Peregrine (Eva Green) geleitet wird. Alle Waisenkinder besitzen eine besondere Fähigkeit, welche sie so schützenswert machen, dass Miss Peregrine eine Zeitschleife erschaffen hat, in der diese nun zeitlos leben. Die Rivalen in Form der Hollows (u.a. Samuel L. Jackson), sind den Waisenkindern dicht auf den Fersen, nur Jake könnte diese in die Flucht schlagen. Der Film wurde in Stereo 3D gezeigt, welches sich durch ein paar Popouts auch bemerkbar gemacht hat, ansonsten hatte man die übliche Tiefe im Bild. Das Setting ist à la Tim Burton und damit meine ich, es ist wirklich skurril gut, visuell macht ihm so schnell wirklich keiner was vor. Der Film startet gut und hält die Spannung erst einmal im oberen Level, wir entdecken die Welt und haben allen Grund, mehr von der fantastischen Geschichte erfahren zu wollen. Im Schlussteil geht es dann leider recht wirr zu und die visuelle Unterstützung im CG fällt hier leider wirklich auffallend raus, Charaktere fügen sich nicht mehr in das Setting ein. Dies ist noch immer ein sehr allgemeines Problem: „Wann traue ich dem Zuschauer so viel Fantasy zu, dass ich es ihm nicht direkt auf einem Silbertablett vor die Nase halten muss?“ Meiner Meinung nach öffnet der Film zu viele Facetten und hat keine Zeit, alles ausreichend zu behandeln. Die Geschichte hat sehr viel Potential und funktioniert auch bis zu einem gewissen Grad. Bis auf die partielle CG Überflutung hat der Film mich visuell sehr angesprochen. Alles in allem hatte der Film viele gute Momente und ich fühlte mich in der erschaffenden Welt sehr wohl.

Nils Nißing, Student IFS Köln

Die INDACs Kritik von Tim Hennig zu Pixars „Findet Dorie“

Vor Finding Dory wird noch der neueste Pixar Kurzfilm „Piper“ gezeigt. Piper hat mir so gut gefallen, dass ich noch bevor Finding Dory losging schon quasi mit meinem Kinobesuch zufrieden war. Der Kurzfilm ist visuell unglaublich beeindruckend und erzählt eine sehr schöne Geschichte.

Die Handlung von Findet Dorie beginnt ein Jahr nach den Ereignissen aus Findet Nemo. Obwohl das Original mittlerweile schon über 13 Jahre alt ist, und Finding Dorie natürlich technisch auf einem ganz anderen Stand ist, hat der Übergang für mich super funktioniert. Gerade zu Beginn des Films, gibt es vor allem die bekannten Charaktere und Schauplätze zu sehen. So wird man sofort wieder Teil der aus Findet Nemo bekannten Welt. Doch schnell geht es mit den neuen Abenteuern von Dory weiter! Die Schauplätze von Findet Dorie gehen noch weit über die Tiefen des Ozeans hinaus, und wir treffen auf tolle neue Charaktere. Das sind neben vielen anderen z.B. Hank, der siebenarmigen Oktopus (ein Septopus!) und Becky, ein total irrer Transportvogel.

Fazit: Finding Dory ist für mich einfach alles was man von einer guten Fortsetzung erwartet, und ich hatte eine Menge Spaß mit dem Film!

Tim Hennig

Student, IFS Köln

Die INDAChs Kritik von Markus Laue zu Pixars „FINDET DORIE“

Kritik zu „Findet Dorie“ – tolle Krake, schlechte Story

„Immer schwimmen, immer schwimmen….“

13 Jahre lang meldete sich dieser Song manchmal wieder als Ohrwurm. Besonders dann, wenn man vor einem Problem stand und eine Lösung gefunden hatte.

Ebenso hatte ich mich in den 13 Jahren immer wieder gefragt, ob eine Fortsetzung von Findet Nemo wirklich sinnvoll ist. Als ich hörte, dass es tatsächlich eine Fortsetzung geben wird, hatte ich sehr viel Angst. Denn Findet Nemo ist ein nahezu perfekter Film. Und es geschah viel zu häufig, dass Filmemacher, die sich selbst übertreffen wollten kläglich scheiterten. Ich hörte immer von allen Seiten: „Wer sich mit dem Begriff Heroes Journey auseinandersetzen will, sollte sich Findet Nemo ansehen.“ Ein Film, sei er animiert oder als Spielfilm, ist ein Zusammenspiel vieler Elemente und Findet Nemo hatte es geschafft sie alle gut miteinander zu verbinden.Wir erleben nun das goldene Zeitalter der Prequells, Sequells, Reboots, Spin offs usw. Dummerweise schafft es nur selten ein Vertreter dieser Begriffe auf die Titelseite meines persönlichen Wow- Magazins.

Leider trifft das auch bei Findet Dorie zu.

„Immer meckern, immer meckern…..“

Ja, ja ist ja gut. Ich will nicht sagen, dass das neue Werk aus dem Hause Pixar ein Griff ins tote Meer ist. Er ist immer noch ein lustiger und unterhaltsamer Film. Die Animationen sind wie gewohnt großartig. Die Stimmung wird gut eingefangen und es scheint den Machern niemals an Gags zu mangeln.

Wohl aber an guten Drehbuchautoren…

Die Story um den Film ist in keinster weise spannend oder macht in irgendeiner Form Sinn. Was in Findet Nemo richtig aufgebaut wurde, wird in Findet Dorie beim Umdrehen mit der

Markus Laue

Markus Laue

Schwanzflosse wieder umgeworfen. Das Abenteuer der Fische wirkt vom Anfang bis Ende konstruiert und man merkt förmlich wie sich die Macher sich die Köpfe zerbrochen haben mussten, wie man einen Charakter von A nach B bekommt, damit Problem C ausgelöst werden kann, um dann nach D zu gelangen, um dann E….äh…..haben wir schon 90 Minuten rum?

Immer wieder merkt man auch den „Independence Day 2 Effect“. Warum vergleiche ich jetzt Fische mit Aliens? Ganz einfach. Zwischen ID 1 und 2 sind auch viele Jahre ins Land gegangen und deswegen wollte man wohl in der Fortsetzung soviel wie möglich Nostalgie erzeugen. In ID 2 wimmelte es nur von Szenen, die irgendwie an den ersten Teil erinnern sollten. Bei Findet Dorie war es nicht ganz so schlimm, aber dennoch spürbar. Zumindest war Pixar dabei noch weise genug um uns dann aufzuklären, weshalb Dorie zum Beispiel „walisch“ spricht.

Ebenso haben viele Charaktere in dem Film, so wie uns seine Geschichte erzählt wird, einfach keine Daseinsberechtigung. Dazu gehören leider auch Marlin, bayrisch sprechende Seelöwen und ganz besonders Nemo persönlich.

Aber… und da kann ich den Finger nicht weit genug nach oben zeigen, während ich mit der anderen Hand einen „Thumbs Up“ forme.

Es gibt einen Charakter, der es wert ist, neben guter Grafik und Animationen, sich den Film auf jeden Fall anzusehen:

HANK

Hank rettet den Film. Hank ist cool. Und Hank braucht seinen eigenen Film. Also Pixar. Macht Findet Hank und ich verzeihe euch die schlechte Story zu Findet Dorie.

Ihr schafft das, davon bin ich fest überzeugt.

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