Die INDAC Kritik von Mario Doll zu J.A. Bayonas „Jurassic World Das Gefallene Königreich“

Einige Jahre nach den dramatischen Vorfällen im Dinosaurier Park auf Isla Nublar, droht dort der als inaktiv geglaubte Vulkan auszubrechen und alle letzten auf der Welt lebenden Dinos für immer zu vernichten. Benjamin Lookwood (James Cromwell), der ehemalige Geschäftspartner von John Hammond, heuert daraufhin Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) und Owen Grady (Chris Pratt) an, wenigstens einige Dinosaurier von der Insel zu retten und der Nachwelt zu erhalten. Lookwood´s rechte Hand Eli Mills (Rafe Spall) verfolgt dabei jedoch ganz eigene Ziele und spielt ein falsches Spiel mit allen Beteiligten und will die Dinos nur zu einem Zweck retten: diese nämlich als lebende Waffen meistbietend an Regierungen, Privatleute, Pharmaindustrie und zwielichtigen Gestalten verschachern. Besonders die eigens im Labor gezüchtete neue, gefährliche und höchst intelligente Spezies „Indoraptor“ soll wegweisend für die Zukunft werden. Aus diesem Grund wird auch unbedingt Owen´s Lieblingsdino, der Velociraptor Blue als fehlendes Bindeglied für die Weiterentwicklung des perfekten „Indoraptor“ benötigt…

Die Dinos brüllen wieder. „Endlich“ dachte ich und hatte mich so sehr auf den fünften Ableger des Franchise gefreut. Und ich muss schon sagen, dass die Dino-Action selbst wieder einmal richtig gut gelungen ist. Die Dinos sind erneut sagenhaft animiert und TOP in Szene gesetzt worden und waren wohl noch nie „lebendiger“ im Kino. Regisseur Juan Antonio Bayona („Sieben Minuten nach Mitternacht“) hat hier tatsächlich einmal wieder eine sehr schöne Arbeit abgeliefert. Gerade die Eröffnungssequenz war sehr düster, atmosphärisch und einfach nur „groß“ angelegt und machte so richtig Lust auf das was da noch kommen sollte…
Das war es aber auch dann schon. LEIDER! Denn LEIDER musste er sich ja an das Drehbuch halten und das Script selbst ist nämlich ein absoluter Witz… Nein, kein Witz, denn dann würde ich zumindest lachen können! Die Story ist einfach nur armselig zusammengestrickt und an Logikfehler und Lächerlichkeiten (z.B. der Transport, die Reisezeit und die viel zu kleine Unterbringung der teilweise Riesendinos) nicht zu überbieten. Es ist einfach langsam ermüdend, wenn der T-Rex wieder einmal im letzten Moment zum Kampf dazwischen springt, so wie in allen vier Teilen davor. Unzählige andere Ideen erinnerten ebenfalls sehr stark an „Wiederholungsszenen“ (z.B. als Maisie -gespielt von Isabella Sermon- in einem Küchenaufzug die Türe nach unten zuschieben will oder der Indoraptor „ungeduldig“ mit der Kralle auf den Boden klopft oder die angekettete Ziege, die dem T-Rex als Futter angeboten wird, usw.) aus den Vorgängern. „Hommage“??? „Witzig“??? Nein, eher einfallslos! Man merkt, dass „Jurassic World – Das gefallene Königreich“ der mittlere Teil der Trilogie ist, die mit dem dritten Teil 2021 ihren Abschluss finden soll. Ganz ehrlich: falls da nicht wieder ein richtiger Kracher (so wie der allererste „Jurassic Park“) ins Kino kommen sollte, dann befürchte ich, dass die Dinos tatsächlich für immer aussterben werden! Und das wäre dann auch gut so…

Mir hat er nur 50/50 gefallen (es lag ausschließlich an der schwachen Story!) und es stellt für mich den bisher schwächsten Teil der Dino-Reihe dar!

Mario Doll, Berlin

 

„4 TOLLE Bücher für Visual Effekte und Animation“ mit Alexander Richter

MINDSET – TD Monday

Bücher waren und sind immer noch ein wichtiger Teil unserer Informationskultur.

The Grund wieso ich hier und in dieser Branche noch Bücher empfehle ist, dass sie teilweise noch belegtere Informationen darbieten als das Internet – was sich in Zukunft sicher ändern wird. Die vorgestellten Bücher sind fantastisch um ein Basisverständnis für Visual Effekte, Animtion und auch Spiele zu bekommen.

Lasst uns zusammen schmökern!

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MINDSET – TD Monday

Books were and still are a crucial part of our information culture. The reason to recommend books is that their information is (partly) still more reliable than on the internet – which probably will change in the future. They are great to get basics straight in Visual Effects (VFX), Animation and also games.

So let’s go through the pages.

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Die INDAC Kritik von Dominick Reinicke zu Ron Howards „SOLO – A STAR WARS STORY“

„Solo: A Star Wars Story“ ist der mittlerweile 10. große Star Wars Film und wird, wenn man sich die ausschweifenden Franchise-Pläne von Disney ansieht, bei weitem nicht der letzte sein.
Hat man im letzten „Star Wars Story“-Film noch versucht eine Lücke zwischen zwei Episoden zu füllen, kriegen wir diesmal die Origin-Geschichte des jungen Han Solo und seinen Werdegang als sympathischster Schmuggler des Universums serviert. Zu Anfang noch Teil einer Gauner-Clique auf seinem Heimatplaneten Corellia, wird Han Solo (Alden Ehrenreich) im späteren Verlauf des Films Bestandteil eines Überfalls für das Verbrechersyndikat Crimson Dawn, der es ihm ermöglichen soll auf besagten Heimatplaneten zurückzukehren und seine dort zurückgelassene Freundin Qi’ra (Emilia Clarke) zu retten.
Dabei werden nach und nach alle wichtigen Fragen, die sich der Star Wars-Fan rund um den Charakter „Han Solo“ schon immer gestellt hat, beantwortet. Woher kennt er seinen treuen Freund Chewbacca? Wie kommt er in den Besitz des ikonischen Millenium Falcon? Wann trifft er zum ersten Mal auf Schmuggler-König Lando Calrissian (Donald Glover)? Das Ganze klingt wie eine Check-Liste und so hat sich der Film zuweilen auch angefühlt, denn alle wichtigen Punkte werden ohne große Überraschungen abgearbeitet. Dass der Film dabei trotzdem sehr unterhaltsam ist, liegt an den gut geschriebenen Charakteren und der tollen Action. „Solo“ ist ein Heist-Film durch und durch und macht als solcher auch viel richtig. Das Pacing lässt Längen nur minimal bis gar nicht aufkommen.

Dass Han Solo dabei als Charakter in seiner eigenen Origin-Story kaum Entwicklung durchmacht, stört nur kaum. Der verschmitzte Schmuggler hat einen Hang für

Dominick Reinicke

das Gefährliche und sein Herz am rechten Fleck. Das ist am Anfang so und ändert sich bis zum Ende auch nicht, wie sich bereits früh absehen lässt. Wer von „Solo: A Star Wars Story“ eine spannende Weltraum-Heist-Geschichte mit einem jungen, aber trotzdem souveränen, Han Solo erwartet, wird auch genau das bekommen. Platz für Innovation oder Experimente bleiben dabei leider nicht.

Ganz am Ende des Films, als die Check-Liste komplettiert war, hatte ich leider das Gefühl, dass das Potenzial von Solo und seinen Figuren erst in einem Nachfolger ausgeschöpft werden könnten. Ob wir auch wirklich einen bekommen steht in den *Sternen*. Ich hoffe allerdings wirklich, dass wir Alden Ehrenreich, Donald Glover und Emilia Clarke wiedersehen werden, da sie ihre Sache ausgezeichnet machen.
Was am Ende bleibt, ist ein Film, der, nicht als erster Disney-Star Wars, hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Aber dafür auch tolle Action, erstrangige Effekte, fabelhafte Charaktere und eine Menge Spaß liefert.

 

Hier die INDAC Kritik von Matthias Backmann zu Ron Howards „SOLO – A STAR WARS STORY“

Donald Glover is Lando Calrissian and Phoebe Waller-Bridge is L3-37 in SOLO: A STAR WARS STORY.

Matthias Backmann

Einen Monat nach den Avengers schickt Disney seinen zweiten Goldesel aufs Parkett: Die Vorgeschichte von Han Solo, Chewbacca und Lando Calrissian – eine Geschichte aus einer weit weit entfernten Galaxie…
Interessanterweise habe ich nun nach dem Filmgenuss gemerkt, dass, abhängig von meinem Gegenüber, ich eine andere Sichtweise auf den Film zum Besten gebe. Da wäre natürlich der Star Wars-Fan, aber ein Kenner bin ich nicht – Serien, Bücher, Spiele – mit dem sogenannten Kanon hab ich wenig am Hut. Aber hey, ich hab Film studiert, da kann ich doch bestimmt sehen, woher der Film seine Inspiration herhat! Und natürlich, als VFX-Artist: Wie beeindruckt Industrial Light & Magic den Zuschauer 41 Jahre nach Star Wars diesmal visuell?
Der Star-Wars-Fan:
Meine Meinung vorher: „Ich hab die Filme gesehen, was soll geschehen? Han lernt Chewie kennen, sie gewinnen den Millenium Falcon und machen den Kessel Run in 12 Parsecs“ (wer das als Spoiler sieht, ist gerade aus einem 42-jährigen Koma erwacht). Nein, es geschieht viel mehr! Leider manchmal etwas zu viel, so dass ich doch etwas verwundert aus dem Kino kam und erstmal von einem richtigen Insider aufgeklärt werden musste. Aber der Film erzählt eine Geschichte, die die Charaktere gut vorstellt und, abgesehen davon, dass eine Fortsetzung möglich ist, möchte ich nun nochmal die Original-Trilogie sehen!
Der Filmstudent:
Würde Han Solo noch einen Hut tragen, er ginge als lupenreiner Westernheld durch. In Solo gibt es alles aus diesem Genre: Duelle, Zugüberfälle, Kartenspiele mit gezinkten Karten in dreckigen Spelunken… und das ganze Gemischt mit ein bisschen erstem Weltkriegs-Epos, Mafiastreifen, Gefängnisfilm und Heist-Movie – im Weltraum!!

Der VFX-Artist: „Nirgendwo wirst du mehr Abschaum und Verkommenheit versammelt finden als hier“ – Das passt nicht nur auf Mos Eisley, sondern auch auf die dreckige SciFi-Western-Welt in Solo! Der Stil ist treffsicher und man entdeckt trotzdem immer wieder Bekanntes – Millenium Falke oder Sternenzerstörer, AT-ST und außerirdische Lebewesen wie Rodianer (Greedo). Ein wirkliches „Aushängeschild“ hat der Film aber nicht, also keinen „wiederbelebten“ General Tarkin oder Riesenschlachten. Auf der anderen Seite lenkt das dann auch nicht ab – es ist alles wie aus einem Guss.

Und dieser Satz ist auch ein gutes Fazit. Der Film ist nicht unbedingt ein Kandidat für den ultimativen Lieblingsfilm. Aber man hat zwei Stunden gute Unterhaltung und freut sich auf weitere Star Wars Stories!

Matthias Backmann

VFX Artist

 

Hier ist die INDAC Kritik von Friederike Trunzer zu „Luis und die Aliens“ von den Gebrüdern Lauenstein

Luis ist ein kleiner amerikanischer Junge, der aufgrund seines Vaters und seiner Lebensumstände ein Außenseiter ist. In der Schule wird er geärgert und gemobbt – zuhause hat er nach dem Tod seiner Mutter, eine Art Elternrolle für seinen chaotischen Vater übernommen. Im Film spitzt sich die Lage zu, als sich plötzlich Luis Schule für seine Lebensumstände interessiert und ihm die Unterbringung in einem Kinderheim droht. Wie der Titel des Films schon erahnen lässt, verschlägt es just zu diesem Moment ein paar Aliens auf die Erde, die das Leben von Luis gehörig auf den Kopf stellen

Luis und die Aliens kommt als eine lustige 3D Animation daher. Vielleicht hätten die Macher des Films aber den Mut aufbringen sollen, und der Internationalität zum Trotz, die Geschichte einmal nicht in den USA spielen zu lassen. Wäre es nicht etwas Neues und spannendes gewesen, wenn es dieses Mal eine „kleine-Jungen-Alien-Geschichte“ zu sehen gegeben hätte, die eben nicht in Amerika angesiedelt ist?  So trifft man im Film auf die alt bekannten, immer wiederkehrenden Bilder und Stereotype. Ich bin mir sicher, dass eine Location Änderung nicht einer internationalen Vermarktung des Filmes im Wege gestanden hätte. Auch kam ich an der einen oder anderen Stelle mit der Art des Humors nicht ganz zurecht, da mir dieser teilweise zu übertrieben war. Dies ist aber mein subjektives Empfinden und ich bin mir sicher, dass ich nicht der Hauptzielgruppe entspreche, die mit diesem Film angesprochen werden soll. Ich bin mir aber sicher, dass Kinder den Film „Luis und die Aliens“ mögen werden.

Was ich wirklich gelungen finde, ist das Charakter Design des Films. Allen voran mag ich das Design und die Umsetzung von Luis. Luis muss man einfach gleich in sein Herz schließen. Die Animationen des Films sind nicht immer auf dem Niveau die man vielleicht von einer Disney/Pixar Produktion gewohnt ist, aber vielleicht ist dieser Vergleich aufgrund der doch recht unterschiedlichen Budgets auch unfair.

Mein Fazit zu Luis und die Aliens: Es ist ein netter Film für einen schönen Familienbesuch mit den Kleinen im Kino –  Luis ist eine klassische deutsche Animationsproduktion.

Friederike Trunzer

http://www.lauenstein.tv/

http://www.studiorakete.de/

http://www.ulyssesfilms.de/de/

 

Hier die INDAC Kritik von Janine Heine zu Ron Howards“ SOLO – A STAR WARS STORY“

Ein neues Abenteuer in der Welt, die den meisten sehr vertraut ist, das von der Reise erzählt wie Han zu demjenigen wird, den wir kennen. Trotz vieler Debatten über Schauspielerwahl, Produktion und Co ist der Film meiner Meinung nach gut geglückt. Obwohl keine Laserschwerter und Jedis vorkommen, fühlt es sich trotzdem wie ein Film im Star Wars Universum an. Man folgt dem jungem Han, lernt wie Chewbacca und der Millennium Falke in sein Leben treten und trifft zusammen mit ihm auf viele interessante Charaktere. Diese Charaktere sind gut und teils sehr vielschichtig geschrieben, sodass sie und ihre eigenen Geschichten ein wenig von Han Solos Entwicklung ablenken.

Janine Heine

Natürlich wurden einige wichtige Fragen geklärt aber dennoch war der Film mehr als nur eine simple Han Solo Biografie. Die Einführungen dieser Personen bringen die Abwechslung in die rasche Aufeinanderfolge der Kämpfe und markieren die wenigen ruhigen Momente des Films. Man erwartet das der Film seinen Schwerpunkt auf die Erkärung des Charakters legt und weniger auf die Story und doch hat man am Schluss das Gefühl, die anderen Personen doch tiefer kennengelernt zu haben als den eigentlichen Protagonisten. Alden Ehrenreich versucht nicht Harrison Ford einfach zu imitieren und auch nicht seinen eigenen Solo zu erschaffen, sondern findet einen guten Mittelweg, ihm Leben einzuhauchen. Das Original zu übertreffen ist zwar kaum möglich und meiner Meinung nach auch nicht die Intention, die jüngere Version Han Solos kaufe ich Ehrenreich jedoch bereits nach den ersten Szenen ab. Auch Donald Glover als Lando Calrissian überzeugt durch seine lockere und auch leicht hochmütige Art und ich hoffe auch bald Emilia Clarkes Charakter Qi’ra in einer weiteren Star Wars Story oder einem Solo Sequel wiedersehen zu können. Der Look des Films ist sehr gelungen, nur die Kamera empfand ich in manchen Actionszenen doch einen Ticken zu hektisch. Was ich dauerhaft wahrgenommen habe war die Musik, selbst wenn sie nur leise im Hintergrund lief, hatte ich immer das Gefühl sie erfüllt immer einen Zweck. Gelegentlich enstand auch der Eindruck, dass sie zu erzwungen war, genauso wie manche Anspielungen. Kostüm und Maske waren, wie nicht anders zu erwarten, ausgezeichnet, ebenso die Effekte. Insgesamt ein gelungener SciFi-Actionfilm mit spannenden Figuren und Star Wars Feeling, der mich auf mehr hoffen lässt.

Janine Heine, Frankfurt

Hier die INDAC Kritik von Esther Kaufmann zu Ron Howards „SOLO – A STAR WARS STORY“

Esther Kaufmann

Wie immer danke für diese tolle Möglichkeit!

Hier meine Kritik: „Solo ist Popcornkino nicht nur für Star Wars Nerds! Selbst als jemand, der zwar Star Wars kennt, aber kein Experte im Star Wars Universum ist, bin ich gut mitgekommen und hatte ein angenehm vertrautes Gefühl im Bauch. Zu erfahren, wie sich Han und Cheewie kennen gelernt haben war einfach schön! Aber auch darüber hinaus hat der Film Spaß gemacht – es gab spannende Action und witzige Figuren. Die Dialoge waren zum Teil nicht sehr authentisch und auch von der Handlung her musste ich manchmal wirklich krampfhaft über Logikprobleme hinwegsehen – was aber leicht fiel, da immer etwas los war im Bild. Visuell fand ich den Film nichts Besonderes – solide animiert, am spannendsten die Flugszenen.“

Liebe Grüße,

Esther Kaufmann, Hamburg

http://www.estherkaufmann.com

 

Die INDAC Kritik von Cedric Engel zu Ron Howards „SOLO – A STAR WARS STORY“

„Bevor der Film überhaupt startete war allen im Kino bewusst, was passieren wird. Die Origin-Story eines Charakters zu erzählen ist immer eine denkbar undankbare Aufgabe, denn jeder weiß, was passieren wird. Der Protagonist schwebt nie in echter Gefahr, denn er taucht in Filmen auf, die zeitlich nach „Solo: A Star Wars Story“ spielen. Charaktere, die wir in einem normalen FIlm erst kennenlernen müssten, kennen (und lieben) wir bereits. Und trotz dieser Vorhersehbarkeit tritt keine Langeweile auf. Ron Howard schafft es über fast zweieinhalb Stunden hinweg eine interessante, originelle und spannende Geschichte zu erzählen. Dabei konzentriert er sich vor allem auf die neuen Charaktere, die wir nicht kennen. Diese sind mehrschichtig und sorgen für überraschende Twists. Unsere altbekannten Charaktere sind hingegen eher für ein paar gute Witze und ein wenig Nostalgie da. Sie bringen die Geschichte nicht wirklich voran.

Liebhaber von Star Wars und Harrison Ford bekommen zwar nicht ganz das, was die originale Trilogie uns versprach, aber dafür wird uns eine neue, glaubwürdige Geschichte mit tollen Charakteren erzählt.“

Cedric Engels

Die INDAC Kritik von Sebastian König zu Ron Howards „SOLO – A STAR WARS STORY“

Die Erwartungen an „SOLO – A Star Wars Story“ könnten nicht höher sein.
Der letzte Star Wars -Story-Film, Rogue One, hatte die Messlatte für die neue Serie an Star Wars-Filmen, die neben der Haupt-Saga spielen, sehr hoch gelegt. Hinzu kommt, daß es in „Solo“, wie der Titel schon sagt, um Han Solo geht, eine der bekanntesten Figuren aus der Saga, sowie andere beliebte Nebencharaktere aus der Original-Trilogie.

In SOLO wird die Geschichte von Han Solo erzählt, wie er von einem armen Leibeigenen zum berüchtigten Outlaw wird und seinen Gefährten Chewbacca kennenlernt. Wenn man sich mit den Star Wars-Geschichten auskennt, ist es nicht schwer zu erraten, was und welche Momente wir im Film zu Gesicht bekommen werden. Das muss den Filmemachern auf jeden Fall bewusst gewesen sein, denn der Film fühlt sich nicht an wie die Checkliste einer Geschichtsstunde.
Die Character-Wegpunkte sind gut und nahtlos in einen Plot eingefügt, den man ein großartiges Action-Abenteuer nennen kann. Dabei wird der Status Quo des Star Wars-Universums genutzt, um den Charakteren bestimmte Handlungswege aufzugeben. Die Story zwingt die Charaktere, nicht die Charaktere die Story.
Der zweite Punkt, der dafür sorgt, daß SOLO nicht zu einem „Fan-Service“ wird, sind die neuen Charaktere, die um die bekannten Figuren herum gruppiert werden. Sie helfen nicht nur der Hauptfigur bei ihrer

Sebastian König

Entwicklung, sondern haben auch eine ganz eigene Persönlichkeit, und bekommen Raum zur Entfaltung.
Und zu guter letzt sind da unsere legendären Figuren selbst, die nicht zu Sklaven des Vorangegangenen werden, sondern wirklich sie selbst sein dürfen. So ist Hauptdarsteller Alden Ehrenreich genauso Han Solo, wie Harrison Ford Han Solo ist. Gleiches gilt für Donald Glover und Jonaas Suatomo, die Lando Calrissian und Chewbacca spielen. Dieses Gefühl für die Charaktere ist wohl den Autoren Lawrence und Johnathan Kasdan zu verdanken. Lawrence, der ältere dieses Vater-Sohn Gespanns, hat der Figur des Han Solo schon in „Das Imperium schlägt zu zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ den Weg bereiten, sowie in „Das Erwachen der Macht“ ein Ende setzen dürfen.
Das Design des Films ist über jeden Zweifel erhaben. Allein die fantastischen Kostüme stechen einem ins Auge, die gekonnt Andersartigkeit und Vertrautheit, Fantasie und Realismus, vereinen. Sie sind ein Beispiel für die gesamte Bandbreite an Optik, die im Film zu sehen ist. Echte Sets und Live-Action auf der einen Seite, State-of-the-Art CGI-Effekte und Animation auf der anderen. Das fühlt sich vereinzelt etwas zu kontrastreich an, um nicht zu sagen „over the top“, macht aber für die Story durchaus Sinn.
SOLO ist damit ein sehr eigenständiger Film, den man gerne schaut und von dem man sich auf jeden Fall unterhalten fühlt. Auch wenn man im Grunde weiß, wie die Geschichte danach weitergeht, bräuchte der Film an sich keine Fortsetzung. Regisseur Ron Howard, dessen Karriere von Star Wars-Schöpfer George Lucas gefördert worden war, läßt uns mit seiner Vision eines Star Wars-Films wunschlos glücklich zurück.
Allerdings gibt es eine Szene, die explizit auf das hindeutet, wohin die Reise im nächsten Star Wars-Story-Film gehen könnte, was insofern eine Premiere darstellt. Lucasfilm sagt ganz eindeutig „Das Star Wars-Universum ist groß und wir haben damit etwas vor.“
Nachdem man SOLO gesehen hat, kann man kaum abwarten, was uns als nächstes in den Kinosessel fesseln wird!

Sebastian König für INDAC

http://artofbasti.com/

Die INDAC Kritik von Teymur Madjderey zu Ron Howards „SOLO – A Star Wars Story“

Solo

Solo, a film that some of us have been waiting for, for longer than even Prequel fans exists. A film that started in controversy from the second it was announced. Who plays Han, who will direct Han, what timeline will it be in?! Such young directors! Then a new director, an older much more seasoned one! And so on and so on. As it, nowadays, goes. Fan-entitlement is a given, Fan-service is frowned upon and everybody is a fan and has been since birth. I remember the time when you were laughed at for being a Star Wars fan. Some of my very earliest and most vivid memories are Star Wars related. 37ish years ago. That crummy VHS tape, Luke staring into the distance the Twin-Suns above him, John Williams epic music playing (which still to this day gives me goosebumps hearing it). So yes, I am one of those. Less cynical, a bit more fanboyish, now lets get into it.

Solo was everything I hoped for and then some. Every button was pushed that needed to be pushed. Alden Ehrenreich, of Hail Cesar fame, plays „our“ beloved Han Solo so well. He most importantly does neither imitate Harrison Ford playing Han Solo, nor does he go overboard in the attempted to make Character his own. With wonderful nuance and skill he gives the Charakter more depth and allows us to bond with Han more than before. A good script can get you just so close to connecting a long loved characters past to its well known future, but it needs a bit of the actors heart and soul too and Ehrenreich gives us exactly that.

From Han Solos dreams and struggles to his distinctive charm and way of handling hairy situations. From being taken in by Tobias Beckett to growing his character and standing his own. The movie also gives us nice and small nods and hat tips to the original Trilogy. May it be the way a shot is framed and set up to parts of the script to little set details or extras.

And then we have Donald Glover, man, in the trailers it seemed to me that it would be a more… „Glovery“ Lando Calrissian, but Donald Glover, as Ehrenreich did, brought his Character to life in a way I was not expecting. Gave Lando a beautiful backstory and life. That could have gone very differently. In both cases. I always liked Lando, but never was in love with the Character. He gained a lot of Space-Cred with me through Solo, that’s for sure. And I can only support the calls for a Lando Film. It’s difficult to get more into it without giving away plot details, but I love how Lando is portrayed and how that connects to Empire.

Solo takes us way back, as we expected, but just enough to keep the flow sharp and snappy. It does at no point get lost in useless or too detail oriented bit and pieces, brings us rich characters and just understands how to deepen our feelings for Han, Chewie and the rest of the crew. It knows how to tiptoe on the fine lines of bringing us a rich world, without getting lost in unnecessary details, but even for a master like Lawrence Kasdan at some point there must be a decision on which characters to focus on and try to do the impossible. I love that the man who brought us the best Star Wars film ever made (The Empire Strikes Back), also brings us the freshest Star Wars movie yet.

I am no expert when it comes to VFX, but overall nothing stood out to me negatively or took me out of the experience. In general I loved how the whole look of the film on the one hand felt like Star Wars and on the other stood for itself. Even more than Rogue One did.

As for the rest of the Cast, from the always wonderful Emilia Clarke, to Woody Harrelson and Joonas Suotamo, who is such a worthy successor to Peter Mayhew, everyone shined in my opinion. And I loved the Enfys Nest/Lexi Character and actress. I would have loved more of her. Last but not least let us not forget Paul Bettanys Dryden Vos, who brings us a nice insight into the society of the Star Wars universe and kind of connects to the whole Casino idea from TLJ without the annoyance actually. Ok I lied! Last and for sure not least is Phoebe Waller-Bridge playing L3-37. Who I would love to see in a buddy movie with K-2SO actually. She is funny, witty and full of heart. Just a wonderful addition to the already fantastic variety of Droids.

It is not all fun and games as one could expect with a movie about a stuck up, half-witted, scruffy-looking, Nerf-herder. We get some quite emotional and surprising scenes too, as one would hope. It made me love this film so much more and just makes it a better story.

What a very enjoyable movie. In no small part thanks to Kathleen Kennedy for having the foresight to get Ron Howard on board, who brought the film back to the scripts initial direction. And even though it is more common than most people would think, switching your director in the middle of shooting a Film like this can be a death sentence, but sometimes it will also save it, make it better and as the legend Ron Howard is he did deliver.

In size and magnitude Solo feels a lot like its cousin Rogue One, and it is a great adventure film set in one of the most fantastic universes ever brought to the silver-screen. It has everything a Star Wars film needs, it opens the possibility for more Solo, but also for so much more. Less grand and less epic Star Wars, which, if you ask me, could be a great thing. Lucasfilm basically took a lightsaber to the vault that is the Star Wars Universe and ripped that sucker wide open. Making so many wonderful things possible. And I know what you think, Star Wars fatigue. Just like Comic-book movie fatigue is, in my opinion, way overrated. Yes we have a lot of super hero movies, we have now and will get soon more and more Star Wars movies, but also think of the following. Especially with movies like Solo, that in fact are set in the Star Wars universe and are not typical Star Wars movies. Solo is a wonderful adventure movie and future Star Wars movies could divert even more from the typical universe patterns. At least there is the possibility. And I mean how many period pieces about the Civil War have we seen and keep getting. Or RomComs set in the present etc etc. It is also in the hands of the filmmakers who are not making Comic-book or Star Wars movies at the moment to brings us other wonderful stories that capture our imagination and attention. It is a business after all and the market regulates itself pretty well, normally.

I can only recommend Solo to everyone. Not everyone will be as excited as I am, but I cannot see many hating it besides the most cynical of Star Wars/sciFi/Movie fans. Of which we have a lot these days of course, but I do not count those as real fans of anything anyway.
Go in, have fun, and maybe even watch it again. I know I will.

Teymur Madjderey

Hier die INDAC Kritik von Petra Popescu zu Marvels „AVENGERS | INFINITY WAR“

„Perfectly balanced. As all things should be.“

Nach einem enttäuschenden zweiten Avengers Film und einem, wie ich finde eher wirren und freudlosen Captain America: Civil War, war ich fast schon bereit zuzugeben, dass sich bei mir ein leichter Superhelden Überdruss eingestellt hat. Doch Avengers 3: Infinity War hat mich eines besseren belehrt und ich muss eingestehen, der Film macht wirklich Spaß.

Die Handlung ist schnell zusammengefasst. Thanos gibt sich endlich als Bösewicht zu erkennen und um seinen finsteren Plan zu verfolgen, will er alle sechs Infinitiy Steine vereinen, deren Macht ihn unbesiegbar machen sollen. Zwei der Steine befinden sich auf der Erde, der Rest ist in der ganzen Galaxie verstreut und Thanos und seine CGI Schergen versuchen diese an sich zu reißen. Mit der Bedrohung konfrontiert, zögern die Marvel Helden nicht lange und nehmen den Kampf auf.

Nach 18 Filmen und 10 jährigem Bestehen der Marvel Studios, scheint die Aufgabe alle Helden in einem Film zu vereinen, eine schier unlösbare Aufgabe. Doch den Russo Brüdern gelingt diese logistische Meisterleistung scheinbar mühelos. Das Aufeinandertreffen der Figuren im Film ergibt Sinn, die etablierten Charaktere bleiben sich treu, Motivationen sind schlüssig und trotz der vielen Handlungsstränge und Schauplätze verliert man nie den Überblick.

Das Herzstück der Marvel Filme waren immer ihre Charaktere und auch in Infinity War sind die Interaktionen der Figuren wieder das Highlight des Filmes.
Die Helden wurden in neuen Gruppierungen clever kombiniert und es macht große Freude zu sehen, wie Figuren aus unterschiedlichen Filmen auf einander treffen. Die daraus resultierende Situationskomik und gutmütige Zankereien haben mir einige Lacher entlockt. Natürlich liegt der Fokus auf manchenFiguren mehr als auf anderen, was einige vielleicht enttäuschen mag, aber bei der schieren Masse an Superhelden, lässt sich das wohl nicht anders bewältigen.

Um auch ein bisschen Kritik zu üben, muss ich sagen, dass die Kampfsequenzen zwar wieder voller schöner Ideen stecken, aber gerade das große Finale wirkt doch etwas wuselig und zu stark in die Länge gezogen.
Auch gibt sich der Film viel Zeit und Mühe Thanos als nachvollziehbaren, fast sympatischen Bösewicht dazustellen, doch sein Gerede steht in keinem Maßstab zu seinen grausamen Taten, sein Plan ist einfach zu bizarr.

Alles in allem ist Avengers 3: Infinity War eine sehr gelungener Comic Superhelden Film, der spannend ist und Spaß macht, perfectly balanced, mit einem grandiosen Finale, dass einen sehnsüchtig auf Avengers 4 warten lässt.

Wie immer bis zum Ende sitzen bleiben, no spoilers und viel Spaß!

Schöne Grüße,
Petra Popescu

Die INDAC Kritik von Rike Trunzer zu Wes Andersons „Isle of Dog – Ataris Reise“

Bevor ich beginne, muss ich mich fairerweise erst einmal als Wes Anderson Fan outen. Deswegen war ich auch ganz gespannt auf seinen neuen Film „Isle of Dogs“. Dies ist eine Stop Motion Produktion, die schon einiges an Aufmerksamkeit vor der eigentlichen Kinopremiere im 10 Mai erzeugt hat, da mit „Isle of Dogs“ beispielsweise die diesjährige Berlinale eröffnet wurde. Und so saß ich ganz gespannt und voller Vorfreude im Kino.

An alle Wes Anderson Fans, der Film trägt unverkennbar seine Handschrift. Der Film ist geprägt durch Wes Andersons Bildkompositionen und Kameraeinstellungen. Wer den Bildaufbau und die Symmetrieverliebtheit von beispielsweise „Grand Budapest Hotel“ mag, der wird auch definitiv seine Freude an den Bildwelten in „Isle of Dogs“ haben. Diese lasse den Film auch im Vergleich zu klassischen Animations- / und Stop Motion Filmen, manchmal eigenwillig und andersartig erscheinenden, was für mich aber gerade den Reiz an diesem Film ausmacht.

Doch „Isle of Dogs“ ist viel mehr als ein Kunstfilm, mit besonderen Bildkompositionen. Der Film ist politisch durch und durch und – meiner Meinung nach – kann man auch keine Kritik über diesen Film verfassen, ohne politisch zu werden. Wes Anderson trifft mit diesem Film den aktuellen Zeitgeist, in dem sich gefühlt immer mehr Despoten und Diktatoren breit machen. In Zeiten, in denen Journalismus immer mehr beschränkt wird und freie Meinungsäußerung oft nicht mehr ohne Gefahren oder Konsequenzen möglich ist.

Rike Trunzer

In genau solch einem Szenario spielt Wes Andersons Film. In der japanischen Megasaki City herrscht der Bürgermeister Kobayashi im Stile eines klassischen Diktators. Er verfolgt das Ziel seine Stadt von allen Hunden zu befreien. Dabei schreckt er vor nichts zurück und lässt alle anscheinend „kranken“ Hunde auf die Mülldeponie „Trash Island“ deportieren. Doch Kobayashis Pflegesohn Atari will sich dieser Anordnung nicht fügen und macht sich auf die Suche nach seinem Hund Spot, der auch nach Trash Island deportiert wurde. Auf Trash Island begegnet er fünf Hunden, mit denen er sich zusammen auf ein großes Abenteuer mit vielen Gefahren macht, um nicht nur seinen Hund Spot zu suchen, sondern um alle Hunde vor der Ausrottung zu bewahren und das vorherrschende System zu bekämpfen.

Was ich noch ganz besonders herausheben und loben möchte, ist der wunderbar, trockene Humor, den der Film, trotz des schweren Themas, hat!   Deswegen an alle Wes Anderson Fans und alle Leute, die einfach gerne gutes Kino sehen: „Isle of Dogs“ ist ein toller Film.

Von mir gibt es zwei Daumen nach oben!

Rike Trunzer

http://www.rike-trunzer.de/

Hier die INDAC Kritik von Robert Loebel zu Wes Andersons „Isle of Dogs – Ataris Reise“

Bei dem ganzen, bereits erschienenen I“sle of Dogs“ Promo Material, wie das Making of, die animierten Interviews, die Trailer, die Snippets und Social Media Postings, erkennt eigentlich jeder schon, dass es sich hier um ein visuelles Meisterwerk handelt.
Auch nach dem Anschauen des Films, wird sich dieser Eindruck  nicht in Stopmotion-animierte Watte-Wölkchen auflösen, ganz im Gegenteil.
Ich würde mir gern von jeder Einstellung ein Screenshot speichern. Der Film ist wie eine audiovisuelle Umarmung, allein deshalb sollte man sich den Streifen nicht entgehen lassen.
Mit der Story allerdings hab ich persönlich so meine Bedenken.
Wir werden in die Zukunft einer dystopischen japanischen Megastadt namens Megasagi City entführt. Die Dynastie der Hunde wird von korrupten Politikern und deren persönlichkeitslosen Katzen abgelöst.

Erster Punkt: Hunde sind intelligent, Katzen sind nur Streicheltiere der Bösewichte! (Katzen sind halt immer die Bösen = boring) Konzeptuell macht das ja so vereinfacht vielleicht Sinn, aber irgendwie fehlt mir da eine Zwischenebene.

robert loebel

Dramaturgisch gibt es dann auch noch diesen ganz großen Bogen: Diktatur – Propaganda/Brainwash – Konzentrationslager – Supergau. Lustig das nun ausgerechnet eine amerikanische Austauschschülerin zur Revolution aufruft. Klar, der japanische, jugendliche Held namens Atari Kobayashi, strohmert die ganze Zeit fleißig auf der verbotenen Insel mit einem Rudel Hunde herum, aber eigentlich sucht er ja nur seinen Beschützer Hund. Saving Private Ryan nur mit Hunden sozusagen. Irgendwie sind die Hunde dann auch immer noch ein Fünkchen schlauer als Atari, klar reden ja auch Hundesprache und Atari versteht ja keiner.
Storytechnisch nicht 100% überzeugt, hat der Film nichtsdestotrotz enorm schöne und lustige Momente und unterm Strich sind die Werte wie Freundschaft, Liebe, Frieden und Mut, sich aufzulehnen, Tugenden die man nur befürworten kann.
Da es in jedem Anderson Film einen tollen Soundtrack gibt, kommt man auch bei diesem Film nicht zu kurz.
Der Track des Films, der bei mir schon seit einigen Wochen hoch und runter läuft, ist dieses Mal von The West Coast Pop Art Experimental Band aus den sechzigern und heisst I Won`t Hurt You.

 

Helena Barbies Kritik zu Wes Andersons „Isle of Dogs -Ataris Reise“

Isle of Dogs – Wes Anderson’s neuster Stop-Motion Film, ein japanische Märchen über Menschen und ihre Hunde und auch Katzen. Wes Anderson Kontrolliert jedes Detail so das auch dieser Film mal wieder einfach nur spektakulär ist. Manchmal ist man von den Bildern und der Musik so angetan dass die Erzählung in den Hintergrund tritt. Die Story ist nichts besonders, nichts wirklich neues, Katzen gegen Hunde, Korrupte Politiker, ein Junge der einfach seinen Hund retten will. Aber das ist auch völlig okay so, denn so wurde die Geschichte bestimmt noch nicht erzählt und mit den Charakteren mitfiebern funktioniert von der ersten Sekunde an. Zudem kommen so viele kleine Details in die Story die sie düster machen und sich auch in aktuellen Themen wiederfinden lassen. Schön ist auch das die Originalvertonung im Film erhalten bleibt, Japanisch ist Japanisch und die Hunde bellen auf Englisch. Bei dem typischen Wes Anderson Staraufgebot genau das richtige. Auf jeden Fall eine Kinoempfehlung!

Beste Grüße

Helena Barbie

Hier die Filmkritik von Marina Hartfelder zu Wes Andersons „Isle of Dogs – Ataris Reise“

Isle of Dogs – Ataris Reise (Originaltitel Isle of Dogs) ist ein Stop-Motion-Animationsfilm, der in naher Zukunft in Japan spielt. Die Hundepopulation von Megasaki City hat kritische Ausmaße erreicht. Als auch noch die Hundegrippe ausbricht, werden drastische Maßnahmen ergriffen und alle Hunde auf die Müll-Lagerungs Insel ‚Trash Island‘ verbannt. Atari, ein 12-jähriger Junge, landet auf der Insel, um seinen Hund ‚Spots‘ zu finden. Er schließt sich mit einem Rudel Alpha Hunde zusammen und erlebt unerwartete Abenteuer.

Was für ein wundervoller Film! Wes Anderson ist für mich ein sich selbst treu gebliebener Tim Burton.  Wie schon bei ‚Der fantastische Mr. Fox‘ steckt in den mit Liebe zum Detail entwickelten Figuren mehr leben als in manch einem Schauspieler.  Die Charaktere sind sagenhaft umgesetzt und die Erzählung ist gleichzeitig zum Schmunzeln und Tränen verkneifen.

Mit viel Humor, trockenem Witz und hervorragend ausgewählten Synchronstimmen gehört ‚Isle of Dogs’ für mich in keine Kategorie,  die man mit einem Preis auszeichnen müsste. Der Film lebt für sich und bringt einen zum Lachen, Nachdenken und in Bastellaune, sobald man den Kinosaal verlässt. Etwas schwierig war es dem Gesprochenen und den Untertiteln zu folgen. Visuell aber auch inhaltlich gibt es so viele Details, versteckte als auch offensichtliche, die man nicht verpassen wollte.  Die kontrastreichen Szenenkompositionen und Bildsprache sind in seiner Art einzigartig. Künstlerin wie Yuko Schimizu tragen maßgeblich dazu bei. Wer unterschwellige Satire mag, wird diesen Film lieben, denn er ist unglaublich politisch ohne direkt anzugreifen. Wie ‚Tim und Struppi‘ Comics von Herge ist ‚Isle of Dogs – Ataris Reise‘ für große und kleine Erwachsene. Man kann ihn sich mehrmals ansehen und wird jedes Mal etwas Neues entdecken. Fazit: Für ‚Hundenichtliebhaber‘ nicht geeignet. Für alle anderen besonders empfehlenswert ob im Kino oder für zu Hause!

Danke für die Einladung.

Marina Hartfelder

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