Die INDAChs Kritik von Antje Hagemann zu Dreamworks „The Boss Baby“

…auf jeden Fall ein guter Film.

Besonders beeindruckend fand ich die unglaublich toll dargestellte Phantasie-Welt des Jungen.
Da wäre ich gern länger verweilt um die schönen Formen und spektakulären Farben zu begutachtet.
Mit viel Mut wurde viel Schwarz eingesetzt. Einfach atemberaubend, zumindest für mich.

Die Geschichte beginnt mit viel gutem Witz und Pep und einer tollen Phantasie, verliert dann aber leider deutlich an Schwung. Die immer laute und penetranter wirkende Hans Zimmer-Musik half mir da auch nicht mehr, irgendwann hatte ich den Faden verloren. Leider.
Denn von da an fielen mir die gigantischen Augen auf, die die Charakteren hatten, in einigen Szenen schienen sie die gesamte Leinwand auszufüllen.  Das fand ich persönlich nicht sehr schön.  Dennoch, ein guter Film, aus dem ich etwas erschöpft den Kinosaal verließ, was eindeutig an der Musik lag.

Im Nachhinein fallen mir noch einige Szenen und Witze aus dem Film ein, was für mich immer ein gutes Zeichen ist.
Er hatte also etwas bleibendes und beeindruckendes, der Film The Boss Baby.

Vielen Dank für die Einladung!
Antje Hagemann

http://antje-hagemann-illustration.blogspot.de/

Die INDAChs Kritik von Mario Doll zu „KONG – SKULL ISLAND“

Auf „Kong – Skull Island“ hatte ich mich wirklich sehr gefreut, da King Kong schon immer eines meiner Lieblingsmonster war, seit ich als Kind den 1933 schwarzweiß Film „King Kong und die weiße Frau“ im TV sah. Dazu verblüffte mich der angekündigte Cast mit einigen der besten Schauspieler, die derzeit in Hollywood aufschlagen: Tom Hiddleston, Sam Jackson, John Goodman uva. Das versprach ein wirklich guter Film zu werden, ganz nach meinem Geschmack! …aber leider bin ich auch einige Tage nach der Pressevorführung von „Kong: Skull Island“ immer noch hin- und hergerissen.

zur Story: Der Film spielt nach dem Vietnamkrieg in den 70er und ein Team aus Forschern, Wissenschaftlern und Soldaten erhält den Auftrag eine geheime, unerforschte Insel zu erkunden. Hier geraten sie natürlich in viele gefährliche Situationen mit riesigen Urzeitmonster, allen voran „Kong“ dem König der Affen, König der Insel, König der Welt… Dieser mag es verständlicherweise absolut garnicht, wenn man ungefragt in sein Revier eindringt und ihn mit allem was das Militär mitgebracht und zur Verfügung hat befeuert. Das müssen auch die Ankömmlinge schmerzhaft feststellen und zahlreiche Verluste hinnehmen. Zudem gibt es auf der Insel jedoch noch weitaus größere und gefährlichere Bedrohungen für die Truppe als der riesige Kong. Ist Kong der Böse oder der Gute?
Mit hat der Film tatsächlich 50/50 gefallen. Gefallen hat mir z.B. die tolle Präsenz von Kong, der praktisch von Anfang an im Film zu sehen und zu erleben war: groß und gewaltig. Auch haben mir die vielen tollen Szenen, bzw. Kameraeinstellungen gefallen, die mich tatsächlich sehr oft an den Filmstil in den 70ern erinnert haben. Ebenfalls erfrischend fand ich die Tatsache, dass nicht erneut die „typische“ Kong Geschichte erzählt wird, sondern eine etwas andere, eigene Variante (z.B. ohne Entführung der „Blondine“). Der Soundtrack bekommt ebenfalls volle Punktzahl. Leider haben mir aber auch ebenso viele Dinge rund um „Kong – Skull Island“ nicht sonderlich gut gefallen, z.B. platte Dialoge und die dünne Story. Ebenfalls gestört hat mich der etwas allzu überdrehte, nervige Charakter gespielt von John C. Reilly. Einige Logikfehler, die mich in solchen großen Produktionen immer wieder abnerven, weil sie einfach total unnötig sind.
Sehen muss man ihn auf jeden Fall auf der großen Leinwand im Kino, da „Kong – Skull Island“ m.M. nach nur dort funktioniert und kein Film für die „kleineren“ Bildschirme zu Hause ist. Mit welchen Erwartungen man in den Film geht sei jedem selbst überlassen – vielleicht waren meine lediglich zu hoch gesteckt. Ich persönlich finde, dass „Kong – Skull Island“ an den Klassiker von 1933 oder auch das Jackson Remake von 2005 nicht ansatzweise herankommt. Dennoch freue ich mich auf das Aufeinandertreffen der Giganten und dem nächsten Film mit Kong im Jahre 2020 „Godzilla vs. Kong“ 🙂

Hier die INDAChs-Kritik von Marco Rosenberg zu „LOGAN -The Wolverine“

Logan, besser bekannt als Wolverine, ist nicht mehr der, der er mal war. Seine mutantischen Selbstheilungskräfte lassen nach und sein Körper degeneriert. Die X-Men sind Geschichte. Logan gehört zu den letzten überlebenden Mutanten und hält sich undercover mit einem Job als Chauffeur über Wasser. Sein Mentor Charles Xavier, der seine mentalen Superkräfte krankheitsbedingt kaum noch unter Kontrolle hat und deshalb von der Regierung als Massenvernichtungswaffe aus dem Verkehr gezogen werden soll, wird von Logan an einem geheimen Ort versteckt und mit Medizin versorgt.

Marco Rosenberg

Als wären das nicht schon genug Sorgen, taucht plötzlich eine Frau auf, die ein schüchternes Mutantenmädchen in Wolverines Obhut übergibt, das ihm nicht nur aufgrund ihrer Selbstheilungskräfte ähnelt, sondern auch Krallen aus Adamantium hat. Logan weist die zusätzliche Verantwortung vehement ab, aber als eine halbe Armee aufkreuzt und nicht nur das Mädchen, sondern auch Xavier in Gefahr bringt, bleibt ihm nur die Option zu kämpfen.

Während eines Roadtrips, der immer wieder zwischen Flucht und Kampf wechselt, findet Logan erschreckende Details über die Herkunft des Mädchens heraus. Der Film ist dreckig, brutal und düster, und zeigt den beliebten Superhelden so verletzlich wie nie zuvor. Da ein Großteil der Handlung in öder Wildnis oder Prärie stattfindet, wird der Fokus auf die Charaktere und deren Entwicklung gelenkt. In einem stetigen Wechsel zwischen ruhigen dialogarmen Szenen und actionreichen Flucht- und Kampfszenen illustriert der Film den Überlebenskampf zweier einsamer Wölfe, die gezwungenermaßen zusammenarbeiten müssen. Zwei gleichzeitig unterschiedliche und ähnliche Charaktere, die beide über sich hinauswachsen, um die Menschen die sie lieben zu beschützen. Dabei werden die Zuschauer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen, die einige überraschende Wendungen birgt. Schade, dass dies laut Aussage von Hugh Jackman der letzte Film ist, in dem er Wolverine verkörpert. Er war mir richtig ans Herz gewachsen.

Marco Rosenberg

Die INDACHS-Kritik von Anna Hybsier zu „LOGAN – The Wolverine“

Logan ist nicht der typische X-Men Film. In einer düsteren Zukunft, ohne X-Men und ohne neue Mutanten, versucht Wolverine aka Logan (aka James Howlett) einfach nur zu überleben, Geld für ein Boot zu sparen und mit Professor Xavier (wie immer brillant gespielt von Patrick Steward) in den Sonnenuntergang zu fahren. So weit der Plan, aber Pläne ändern sich ja bekanntlich.

Zuerst muss klargestellt werden dass dieser Film seine Einstufung verdient. Der Film ist brutal und entschuldigt sich nicht dafür. Logan ist das, was sich die meisten Fans von einem Wolverine Film erhofft hatten. Die Geschichte ist schnell erzählt und hat leider auch viele Schwächen. Für Zuschauer die den Comics nicht folgen und nie etwas von Old Man Logan gehört haben, wirft der Film viele Fragen auf, nicht nur was genau mit den X-Men passiert ist, aber wer sind die Reaver und was ist eigentlich mit der Welt los?

Ich hätte gerne Antworten auf diese Fragen gehabt aber am Ende geht es in diesem Film um Wolverine’s menschliche Seite, seine Beziehung zu Professor X und sich selbst. Es ist ein Charakter Film, eine Chance für Hugh Jackman sich von Wolverine und den Fans zu verabschieden. Es ist das Ende einer Generation, aber auch ein Anfang einer (hoffentlich) Neuer.

Denn obwohl Hugh Jackman und besonders Patrick Steward mal wieder beeindruckend zu Schau stellen was für gute Schauspieler sie sind, kann Dafne Keen (Laura / X23) durchaus mithalten und manchmal sogar die Show stehlen. Ich denke sie kann den Mantel von Jackman übernehmen und hoffe sie bekommt auch die Chance dazu.

Nein, Logan ist nicht perfekt. Der Film lässt zu viele Fragen offen und ist für meinen Geschmack manchmal zu brutal und langatmig. Dennoch hatte ich viel Spaß beim schauen, einfach weil Jackman und Steward so brillant zusammen spielen. Es ist ein guter Abschied von Figuren die meine Kinoerlennisse seit 2000 begleiten. Und ich freue mich mehr von Dafne Keen als X23 zu sehen.

Für Fans von Logan / Wolverine? Definitive sehenswert. Für Leute deren erster ‘X-Men’ Film Logan seien könnte? ich würde von vorne (X-Men von 2000) anfangen.

Anny Hybsier

http://www.ahybsier-illustration.com/

Die INDAChs Kritik von Friederike Trunzer zu „LOGAN – The Wolverine“

Ob beabsichtigt oder nicht, der neue X-Men Film „Logan – The Wolverine“ zeichnet eine Welt, die fast wie ein böser, dunkler Ausblick in die Zukunft daherkommt.
Es ist 2029 und in Amerika werden Minderheiten und Andersartige mit Vorbehalt beäugt und verfolgt. Die Helden früherer Tage sind Vergangenheit – Sie sind untergetaucht oder ganz verschwunden. Als Zuflucht gilt unter den wenigen verbliebenen Mutanten Kanada – ein Land in dem auch für Minderheiten noch Freiheit und Frieden herrschen soll.
Dagegen herrscht in den USA ein korruptes Systems, dass das Andersartige – die natürlich entstandenen Mutanten –  ausmerzen will und durch künstlich gezüchtete Wesen ohne Moral, Gewissen und Gefühle ersetzt.
In dieser Welt ist aus dem einstigen Kämpfer Wolverine ein deutlich in die Jahre gekommener, von Alkoholkonsum und alten Verletzungen gezeichneter, verbitterter Mann geworden. Sein Lebensziel besteht darin, möglichst unauffällig ein „normales“ Leben zu führen, um so schnell wie möglich an genügend Geld zu kommen, damit er sich und Charles Xavier, der inzwischen an Alzheimer leidet, in Sicherheit bringen kann.
Doch den wenigen verblieben X-Men steht noch ein letzter Kampf bevor, denn als Laura, eine junge Mutantin ihren Weg kreuzt, geraten Sie zwischen die Fronten und Logan muss sich entscheiden.
Logan – The Wolverine  kommt streckenweise wie ein Roadmovie daher, aber der Film wird Aktion-Fans trotzdem nicht enttäuschen, denn die enthaltenen Aktion-Szenen sind einfach atemberaubend umgesetzt. Kam in letzter Zeit so manche Marvel Verfilmung fast lieblos vom Band produzierter daher, setzt sich Logan deutlich von diesen Produktionen ab.
Es ist ein clever aufgebauter Film mit fantastischen Aktion-Sequenzen. Diese könnten zwar hin und wieder für zartbesaitete Naturen etwas hart sein, aber sie sind hervorragend umgesetzt. Auch nicht unerwähnt soll an dieser Stelle die wirklich richtig gute Filmmusik bleiben.
Eine absolut beeindruckende Leistung liefert Dafne Keen, die Darstellerin von Laura ab, die im Film die künstlich gezeugte Tochter von Logan spielt. Die schauspielerische Leistung und die Bandbreite an Gefühlen die Dafne Keen trotz ihres sehr jungen Alters darbietet sind grandios. Sie schafft es weite Strecken im Filme ohne Worte den Zuschauer an ihrem Gefühlszustand teilzuhaben. Eine wirklich starke Leistung!
Insgesamt kann ich nur sagen: absolut sehenswert und von mir beide Daumen ganz weit noch oben!
Friederike Trunzer
https://youtu.be/Z_KJncmc704

Die INDACHS – Kritik von Finn-Ole Mehl zu „LOGAN – The Wolverine“

Das X-Men Filmuniversum ist mittlerweile sehr komplex. Nach scheinbar unzähligen Sequels, Prequels, Reboots und Spin-offs mit sehr schwankender Qualität – von dem hervorragendem und sehr unterhaltsamen “Days Of Future Past” bis hin zum grauenhaften “X-Men Origins: Wolverine” – ist die X-Men Kontinuität vollkommen verworren.  Dieses Jahr aber sehen wir Hugh Jackman in “Logan” zum letzten Mal in die Haut des Vorzeigemutanten und X-Men-Aushängeschilds Wolverine aka Logan aka James Howlett schlüpfen.
Im Jahr 2029 gehören die Mutanten so gut wie der Vergangenheit an; seit 25 Jahren ist kein Mutant mehr geboren worden. Die letzten verbleibenden Mutanten werden gejagt. Wolverine/Logan/James ist alt und müde und seine Wunden heilen nicht mehr wie früher. Logan hält Charles Xavier irgendwo nahe der mexikanischen Grenze versteckt und ständig betäubt. Als Logan auf das junge Mädchen Laura (Comicfans eher als X-23 bekannt) trifft, begeben die drei sich auf eine letzte Reise durch die USA – auf der Flucht vor Lauras Verfolgern und Logans Vergangenheit und auf der Suche nach Eden, einem Zufluchtsort für Mutanten. Die Handlung ist hauptsächlich in den Comics “Old Man Logan”, “Mutant Massacre” und “X-23” begründet.


“Logan” ist keine knall-bunte Avengers Popcorn-Kino Achterbahnfahrt. “Logan” ist ein hartes, dreckiges und äußerst brutales Drama. Die rauhen Actionszenen haben jedes Mal dieselbe Wucht wie Wolverines adamantium-verstärkte Knochenklingen wenn sie in sämtlichen gegnerischen Gliedmaßen landen. Hugh Jackman und Patrick Stewart sind wie zu erwarten fantastisch und auch Neuzugang Dafne Keen als Laura brilliert.
James Mangold hat es mit “Logan” geschafft dem Wolverine mit seinem letzten Auftritt ein würdiges Denkmal zu setzen. Und so können wir uns zuletzt mit einem zufriedenen und mit einem weinenden Auge von Logan verabschieden.
Für X-Men Fans ein Muss, für Freunde von hervorragenden Actionfilmen mit Substanz mehr als empfehlenswert. (Wer mit expliziten Gewaltdarstellung im Kino Probleme hat sollte vielleicht lieber verzichten.)
Finn-Ole Mehl

Die Indachs Kritik von Mario Doll zu „LOGAN – The Wolverine“

Die Krallen werden wieder gewetzt im dritten und letzten Teil „Logan“ der Saga rund um den Mutanten „Wolverine“ – dem insgesamt 10. Film aus dem X-Men Universum. Der Film spielt im Jahr 2029 und wir lernen, dass sogar Mutanten mit der Zeit ihre Superkräfte verlieren. Ich hatte schon arg Mitleid mit dem stark runtergekommenen Logan (Hugh Jackman), dessen Selbstheilungskräfte und Kampffähigkeiten im Laufe der letzten Jahre extrem gelitten haben. Hilfreich ist es da bestimmt auch nicht, dass er in dieser Situation auch noch allzu oft zur Flasche greift. Es scheint so, als hätte Logan sich mit seinem Schicksal bereits abgefunden und sieht nur noch den Sinn in seinem Leben Professor Charles Xavier (der mittlerweile an Alzheimer erkrankt ist) vor sich selbst, sowie den Rest der Welt zu schützen. Richtig übel wird es dann als ein Mädchen namens Laura / X-23 (tolle Entdeckung: Dafne Keen) zu den Zwei stößt. Denn hinter dem aus „Logan-DNS“ hergestellten Kinder-Klon ist eine Organisation her, dessen Anführer Donald Pierce (cool gespielt: Boyd Holbrook) sich als nicht gerade zimperlich herausstellt…
In den insgesamt 138 Minuten hat Regisseur James Mangold nicht nur die typische Action, sondern auch viel Tiefgang reingepackt. Es gibt unzählige Kämpfe, zig spannende Verfolgungsjagden und auch viele blutige Splatterszenen vom allerfeinsten. Zwischendurch immer wieder ruhige Minuten in denen wir einige Ecken, Kanten und auch liebevolle Charakterzüge der Protagonisten erleben dürfen. Ich persönlich finde, dass „Logan“ ein absolut rundes, stimmiges und vor allem würdiges Finale der „Wolverine“ Trilogie wurde und schon zu einem meiner Top 3 aus der X-Men Reihe avanciert ist. TOP Hugh – RIP Logan

Mario Doll, Berlin

Website zum Film hier: http://www.foxmovies.com/movies/logan

 

Die INDAChs Kritik von Mareike Janig zu „A Cure for Wellness“ von Gore Verbinski

Ich hatte mich bereits seit einiger Zeit auf „A Cure for Wellness“ gefreut, und obwohl der Film anders war als erwartet, war ich das Gegenteil von enttäuscht.

„A Cure for Welness“ erinnert mich an viele andere Werke, ist in sich aber einzigartig und originell, mit einem Plot Twist nach dem anderen.

Ich habe eine Mischung aus „Shutter Island“ und „Gone Girl“ erwartet, bekam aber einen Psycho Thriller der sich im letzten Drittel à la „From Dusk til Dawn“ als ein Übernatürliches Horror-Mysterium entpuppt.

Der Film ist packend von Sekunde eins – man fragt sich ob an der Behauptung, in uns Menschen sei grundsätzlich eine Krankheit, nicht tatsächlich etwas dran ist. Illustriert wird die „Verwesung“ unserer menschlichen Gesellschaft an dem ambitionierten jungen Workaholic „Lockhart“, gespielt von „Dane DeHann“, der dem Charakter durch sein besonderes Charisma Tiefe und unerwartete Sympathie verleiht.

Sobald Lockhart im Wellness Center ankommt, wird die Cinematographie stilisiert und schauerlich, eine sehr ruhige und ästhetische Art von Horror, wie sie in vielen Psycho Thrillern zu sehen ist.

Stetig steigt von da an die Spannung und das Mysterium, bis ich zuletzt überzeugt (und enttäuscht davon) war, dass es ein „Shutter Island“ Ende geben wird – ein halb offenes Ende mit der starken Andeutung, dass Lockhart tatsächlich geisteskrank ist.

Wobei der Charme dieser Art von Psycho Thrillern, mit einem unzuverlässigen Erzähler, mich sonst überzeugt, hatte ich mir gegen Ende von „A Cure for Wellness“ doch etwas Aufregenderes erhofft.

Und tatsächlich, der Wendepunkt kommt kurz nachdem ich diese Meinung gefasst hatte. Und mit dem Bewusstwerden davon, wer Hannah wirklich war, begann das Klimax – welches sich außergewöhnlich lange mit stärker werdender Spannung hielt. Durch das stetige Staunen über die 180° Wende der Geschichte schaffte es der Film, den durchgehenden Spannungsbogen gegen Ende tatsächlich noch zu steigern.

Die Auflösung am Ende hat auch nicht enttäuscht, das brennende Center mit wundervollem Bezug auf die Legende, und Lockhart, der wohl nicht wieder in seinen einsamen „Workaholic“ Alltag zurückkehren wird. Dadurch wurde auch die anfängliche Gesellschaftskritik noch einmal aufgegriffen, was mir extrem gefallen hat.

Letzten Endes kann ich sagen, dass die geniale Story des Films, mit zahlreichen Facetten und untermalt von wunderschöner Ästhetik in Bild und Ton, sehr überzeugt.

Definitiv ein neuer Favorit.

Mareike Janig

Die INDAChs Kritik von Werner Reifberger zu „A Cure for Wellness“ von Gore Verbinski

Ein aufstrebender Wallstreet Angestellter gespielt von Dane DeHaan, der vor allem durch seine Rolle in „Chronicle – Wozu bist du fähig“ bekannt ist, wird damit beauftragt einen Vorstandsvorsitzenden aus einem idyllischen Wellness Resort in den Schweizer Alpen, zurück nach New York zu bringen.

Die Rückführung erweist sich dabei mehr als schwierig und durch einen Unfall wird er selbst zum Patient der Einrichtung. Mit der Zeit findet er immer mehr über die Geschichte des Ortes und seines Wellness-Resorts heraus.

Visuell ist der Film sehr beeindruckend und das Setting erinnert leicht an „Shutter Island“, es gibt immer wieder überraschende Wendungen und der Ausgang der Geschichte lässt sich kaum vorhersehen. Dennoch sind 144 Minuten schon etwas zu viel dafür und lässt den Film teilweise etwas langatmig wirken.

Das Produktionsdesign und die Cinematografie überzeugen auf ganzer Linie, genauso wie die Rückblenden auf einer New Yorker Brücke, die mit Visuellen Effekten von RISE FX – Stuttgart eindrucksvoll in Szene gesetzt wurden. Gore Verbinski der vorwiegend für seine „Fluch der Karibik“ Filme bekannt ist, inszenierte einen mehr als empfehlenswerten Mystery/Horror Film und wie sein Vorname es bereits andeutet, wird auch im Film nicht mit unappetitlichen Szenen gespart und man sollte auf jeden Fall einen guten Magen für den Film haben.

Von dem her vielleicht kein Film den man sich nicht unbedingt mit seiner Freundin ansehen sollte, aber sicherlich für alle Thriller und Horrorfans ein absolutes Highlight ist in diesem Jahr ist.

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Die INDAChs Kritik von Helena Barbie zu „A Cure for Wellness“ von Gore Verbinski

Review „ A Cure for Wellness

Der neue Psycho-Thriller von Gore Verbinski, ist ein seltsamer Film. Er ist großartig gemacht, jedes Bild ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Ob Kamerabewegung, Farben, Design, die Komposition, er ist einfach schön. Genauso perfekt ist jeder Soundeffekt abgestimmt, und der Film zieht einen wirklich in seinen Bann. Somit merkt man die Filmlänge von 146 Minuten fast gar nicht. Denn die Geschichte hätte auch durchaus schneller erzählt werden können. Die Idee fängt so wunderbar gruselig an, ein geheimnisvolles Sanatorium, das mit Wasser die Leiden der modernen, überarbeiteten, reichen Welt heilt. Aber desto weiter die Geschichte voran schreitet, und desto weniger Geheimnisse offen bleiben, desto uninteressanter wird sie. Es ist leider sehr vorhersehbar und nach etlichen Wendungen verliert man den Schrecken und die ganze aufgebaute Furcht schwindet dahin. Vielleicht hätte es diesem Film gut getan etwas mehr von dem Mysterium beizubehalten, irgendwie baut der Film selbst Erwartungen auf, die er nicht erfüllt. Dennoch ist der Film durchaus einen Kinobesuch wert.

 

Die INDAChs Kritik von AIN zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Mein Leben als Zucchini ist ein sehr liebevoll umgesetzter Kinderfilm. Die Figuren sind detailreich, optisch ansprechend und dem Thema entsprechend gestaltet. Besonders wurde auf die freundliche Farbigkeit und die schönen Lichteinfälle geachtet, sodass trotz des recht traurigen Themas, eine optisch positive Stimmung erzeugt wird.
Der Hauptcharakter verliert seine Mutter durch einen tragischen Unfall und kommt ins Kinderheim. Durch die tragischen Schicksale, die die anderen Kinder bereits erlebt haben, sind alle miteinander vereint und entwickeln tiefe Freundschaften unter einander. Die Heimleiter werden als liebevoller Elternersatz dargestellt. Freundliche Erwachsene Vorbilder, werden den schlechten Eltern entgegen gesetzt, worauf auch das Ende des Films, nochmal deutlich hinweist.
Trotz Tendenz zur Melancholie, schaut man den Film gerne, mit großem Interesse. Er hat pädagogisch wertvolle Elemente, die nicht zu unterschätzen sind. Dennoch ist eine Nachbereitung des Filmes mit den kindlichen Zuschauern meiner Meinung absolut wünschenswert.

AIN

DIESER FILM WIRD VOM INDACHS UNBEDINGT EMPFOHLEN!

DER INDACHS SAGT: „DIESER FILM IST TOLL!“

ES GIBT KEINE ENTSCHULDIGUNG, DIESEN FILM NICHT ZU SEHEN!

BITTE, BITTE WEITERSAGEN!

Mein Leben als Zucchini startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

Die INDAChs Kritik von Paul Schick zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Der neun jährige Junge Icare, der auf den Spitznamen Zucchini hört, lebt mit seiner Mutter in einem kleinen Haus in der Stadt. Durch einen unglücklichen Unfall stirbt seine launische und alkoholkranke Mutter, und Zucchini ist plötzlich mit einer neuen Lebenssituation konfrontiert. Der freundliche Polizist Raymond nimmt sich seiner an und bringt in ins Kinderheim, welches außerhalb der Stadt, sein neues zuhause werden soll. Dort angekommen merkt er, dass das Leben nicht einfacher ist. Simon, ein rothaariger frecher Junge macht ihm zu Anfang das Leben sehr schwer. Doch durch die anderen Kinder, die alle samt ihre eigene traurige Geschichte haben, raufen sie sich zusammen und knüpfen ein starkes freundschaftliches Band.
Eines Tages stößt Camille zu ihnen, ein junges Mädchen, in das sich Zucchini das erst mal auf Anhieb verliebt. Doch ihre Tante, die nur auf das Pflegegeld scharf ist, versucht Camille zu sich zu holen und sie von Zucchini und ihren Freunden zu trennen. Alle Kinder planen Camille zurückzuholen bevor sie endgültig auseinander gerissen werden.
Mein Leben als Zucchini, ist ein klassischer Puppen Stop-Motion Animationsfilm des Regisseurs Claude Barras und erzählt eine bedrückende aber auch gleichzeitig wahrherzige Geschichte. Die Charaktere sind alle liebevoll gestaltet und agieren in einer warmen, und farbenfrohen Welt. Der Einsatz von Lichts ist immer passend und unterstütz dabei die Stimmung des Filmes.
Der Film funktioniert perfekt als Hommage an alle vernachlässigten Kinder, die jeden Tag mit ihren seelischen und körperlichen Wunden leben müssen. Der Regisseur schafft es dabei exemplarisch, mit dem Jungen Zucchini zu zeigen, dass man mit seinen Ängsten und Nöten nicht alleine ist. Das Kinderheim wird zu einem utopischen Zufluchtsort in dem die Kinder mit viel Herz und Verständnis behandelt werden. Anders als bei vielen anderen Filmen in dem solch ein Ort meist dunkel und schlecht dargestellt wird.
Der Film zeigt ein drastisches Bild von kaputten und entrückten Familienverhältnissen, welche sich meiner Meinung nach eher für ältere Kinder oder junge Erwachsene, und deren Eltern richtet. Durch die die Animationsfilm Adaption gelingt es aber auch ein jüngeres Publikum einzubinden. Nicht zuletzt aufgrund des gelungenen Ende des Filmes und dem liebevollen Umgang mit den Charakteren, ist „Mein Leben als Zucchini“ ein gelungener und absolut sehenswerter Animationsfilm.

Paul Schick

https://paulschick.de/

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Mein Leben als Zucchini startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

Die INDACHS Kritik von Lars Seiffert zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Hallo Johannes,

hier kommt meine Rezension zu diesem wunderbaren Film:

Der kleine Icare wird von seiner Mutter nur „Zucchini“ genannt, ein Spitzname der dem Neunjährigen sehr liegt. Leider ist seine Mutter Alkoholikerin und macht es ihm Zuhause nicht gerade einfach. Bei einem tragischen Unglück kommt sie ums Leben und der kleine Zucchini wird von dem freundlichen Polizisten Raymond in ein Waisenhaus gebracht. Dort lernt er seine neuen Mitbewohner kennen: Simon, Beatrice, Alice, Jujube und Ahmed haben selbst schon eine Menge Schlimmes erlebt. Zu allem Überfluss, wird Zucchini erstmal vom frechen Simon gehänselt. Doch schon bald raufen sich die Kids zusammen und lernen sich auf einem Ausflug ins Skigebiet besser kennen. Dort entwickelt sich zwischen Zucchini und dem Neuzugang, der süßen Camille, eine engere Beziehung. Zurück im Waisenhaus dann der Schock: Camille soll zu ihrer despotischen Tante ziehen! Unter Zucchinis Anleitung, hecken die Kinder gemeinsam einen „Rettungsplan“ aus.

Den wunderschönen Stop-Motion Animationsfilm von Claude Barras, habe ich direkt ins Herz geschlossen. Die warmherzige und sehr humorvolle Erzählweise, das sympathische Design der Figuren und der Sets, dass einen geradewegs aus den Seiten eines plastischen Bilderbuches anzuspringen scheint, und die überzeugenden Animationen (besonders große Augen), lassen das Herz eines jeden Animators höher schlagen. Hier hat man es mit einem seltenen, kleinen Filmjuwel zu tun, dass das Prädikat „besonders Wertvoll“ auch wirklich verdient hat.

Lars Seiffert

Animation – Illustration – Design

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Mein Leben als Zucchini startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

Die INDAChs Kritik von Marco Rosenberg zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Als seine alkoholsüchtige alleinerziehende Mutter bei einem Unfall ums Leben kommt, landet der neunjährige Icare, der lieber „Zucchini“ genannt werden möchte, in einem Kinderheim. Die anderen Kinder dort haben ebenfalls eine schlimme Vergangenheit hinter sich, doch sie werden Freunde und wachsen wie eine Familie zusammen. Als das Mädchen Camille ins Heim kommt und Zucchini sich in sie verliebt, müssen die Kinder zusammenarbeiten, um Unheil abzuwenden.

Die Puppen sind ausdrucksstark und exzellent animiert, von großen Gesten bis hin zu Feinheiten wie zuckenden Pupillen. Auch die stilisierten Hintergründe sind mit liebevollen Details ausgeschmückt. Die sparsam eingesetzte Musik stammt aus der Feder der Schweizer Singer-Songwriterin Sophie Hunger. Mir hat der Film sehr gut gefallen, weil er auf erfrischend unverkrampfte Weise unangenehme gesellschaftliche Themen wie Abschiebung, Tod, häusliche Gewalt oder Drogensucht aufgreift – ganz ohne Holzhammer oder erhobenen Zeigefinger. Anders als bei Mainstream-Kinderfilmen steckt hier viel Tiefe und Wärme in der Geschichte, die sich nicht auf Effekthascherei verlässt, sondern mit viel Herz und Humor die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Vordergrund rückt. Ein rundum gelungener Familienfilm, der groß und klein dazu anregt, über sein eigenes Leben nachzudenken und es wertzuschätzen.

Marco Rosenberg

Narrative Designer – Voice Director – Voice Actor

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Die INDAChs Kritik von Vanessa Schneider zu „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras

Filmkritik zu „Mein Leben als Zucchini“

In „Mein Leben als Zucchini“ geht es um den kleinen Jungen Icare, der von seiner Mutter nur Zucchini genannt wird. Nach dem Tod seiner Mutter wird er in ein Waisenhaus gebracht und lernt dort in einer Gemeinschaft zu leben, in der jedes Kind seine eigene traurige Geschichte erlebte. Gemeinsam mit seinen Freunden sucht er einen Weg seine Freundin Camille vor ihrer bösen Tante zu beschützen.

Die Buchvorlage stammt aus der Feder von Gilles Paris, bisher habe ich nur wenige Seiten gelesen, dennoch lässt sich schon sagen, dass der Film sehr vom Buch abweicht. Mein Eindruck ist, dass der Film etwas harmloser ist als das Buch und dadurch eher für Kinder geeignet.

Der Film wird in einer sehr ruhigen und entspannten Art und Weise erzählt. Es wird eher auf eine simple Ausstattung und klare Bewegungen sowie Mimik geachtet. Der Zuschauer hat die Möglichkeit selbst festzulegen, wie stark ihn das Gesagte oder Gezeigte mitnimmt. Nach meinem Empfinden standen gewissen Kameraeinstellungen zu lang, andererseits konnte man dadurch das Geschehene noch einmal Revue passieren lassen.

Außerdem möchte ich hervorheben, dass es glaube ich, der erste Film war, den ich gesehen habe, in dem ein Waisenhaus eine positive Rolle spielt. Zucchini und seine Freunde sind erst nicht sehr glücklich dort, aber dank Camille lernen sie sich gegenseitig kennen und wollen nicht mehr aus ihrer kleinen Welt weg.

Der Film „Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras ist ein liebevoll gestalteter Stop-Motion-Film, der ernsthafte Themen aus der Sicht von Kinder erzählt und wie diese mit den erlebten und tragischen Situationen umgehen.

Vanessa Schneider

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Mein Leben als Zucchini startet am Donnerstag, den 16. Februar in den deutschen Kinos!

 

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