Die INDAC Kritik von Michaela Müller zu Disneys „Christopher Robin“

Liebenswert naiver Film für Kindgebliebene. Christopher Robin wird erwachsen … Internat, Tod des Vaters, Liebe, Krieg, Arbeit. Er verlernt die Gegenwart wertzuschätzen und vergisst, dass es wichtigeres gibt als die Arbeit. Sein Familienleben steht schon fast am Abgrund, da verirrt sich Puuh der Bär nach London und bringt Christopher Robin zurück in die sorgenfreie Welt voller Freude und Gelegenheiten.

Michaela Müller

Ich finde „Christopher Robin“ sehr schön gemacht. Er ist etwas albern, sehr naiv und erinnert mich stark daran wie meine Mutter mit mir vor dem Einschlafen Bilderbücher gelesen hat.
Allerdings frage ich mich, für wenn der Film gemacht ist. Vielleicht für Kinder mit Eltern, die ihnen erklären, was sie sehen und sich darum bemühen gemeinsam mit ihnen das Gesehene zu deuten. Aber ob Kinder sich selbst oder ihre Eltern mit dem Erwachsenen Christopher Robin identifizieren können? Ob der Einstieg in den Film für kleine Kinder nicht zu „schwer“ ist …
Oder ist der Film gar nicht für Kinder? Sondern für Erwachsenen die mit Winnie Puuh aufgewachsen sind und ihn dann vergessen haben..?

DIe INDAC Kritik von Mario Doll zu Christopher McQuarries „Mission: Impossible FALLOUT“

„Guten Tag Herr Doll, Ihr Auftrag, sollten Sie sich entscheiden ihn anzunehmen, wird es sein den neuen Action-Thriller „Mission Impossible 6 – Fallout“ mit Tom Cruise als Ethan Hunt in der Pressevorführung anzuschauen, sowie anschließend eine Review darüber zu verfassen. Sie haben insbesondere die Action, die Story, den Cast, die Umsetzung, die Musik, etc. zu beurteilen und das Ergebnis der Ermittlungen an den Chef der Organisation INDAC, Herrn Johannes Wolters, weiterzuleiten. Diese Nachricht zerstört sich in 5 Sekunden von selbst.“

Wie Ihr bemerken könnt, bin ich immer noch voll im Agentenstatus, weil mich der gestern gesehene sechste Film der „Mission Impossible“ Reihe „Fallout“ total geflasht hat. Ähnlich wie bei dem Bond- oder Bourne-Franchise erwartet der Zuschauer zu recht, dass im jeweils neuesten Teil alles noch größer, besser, geiler wird. Von daher war auch meine Erwartungshaltung zu „MI 6 – Fallout“ sehr hoch, denn gerade die Vorgänger „Phantom Protokoll“ und „Rogue Nation“ hatten richtig gut vorgelegt! Beide waren gleichermaßen beim Publikum und den Kritiker beliebt und haben es auch kräftig in der Kinokasse klingeln lassen.

Mein Fazit lautet: Tom Cruise liefert meiner Meinung nach mit „Mission Impossible 6 – Fallout“ DEN Action-Thriller des Kinojahres 2018 ab. An Action gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt: motorisierte Verfolgungsjagden quer durch Paris, Martial Arts Kämpfe die „Hand und Fuß haben“ *höhöhö, jede Menge cooler Stunts (den größten Teil seiner Stunts macht Tom Cruise selbst!), sowie einem Helikopter-Action-Finale bei dem ich tatsächlich Gänsehaut bekommen habe, weil ich die Umsetzung so richtig Klasse fand! Die Story, naja, irgendwie schon immer das selbe: Welt retten und so! Aber dennoch, gerade in der heutigen Zeit, glaubwürdig… leider! Zum altbewährten Cast vom Vorgänger „Rogue Nation“ (Simon Pegg, Ving Rhames, Alec Baldwin, Rebecca Ferguson, Sean Harris…) dürfen sich bei diesem neuen Abenteuer auch Henry Cavill und Vanessa Kirby dazugesellen. Allesamt der absolute Renner… aprospos Renner – leider fehlte Jeremy Renner mir dann doch ein wenig diesmal beim Cast. Die Musik vom schottischen Komponisten Lorne Balfe (Co-Komponist von Hans Zimmer) zum Film war jederzeit stimmig und hat es geschafft ihren Teil zu einem gelungenen Top-Ergebnis beizutragen! Christopher McQuarrie, der Regisseur (Rogue Nation, Jack Reacher…) und Drehbuchautor (Rogue Nation, Die üblichen Verdächtigen, Edge of Tomorrow…) schafft es jede einzelne der 147. Minuten als gelungen und wertvoll für den Film zu inszenieren! Als ich zuerst gesehen hatte, dass der Film fast 2,5 Stunden lang ist, dachte ich sowas wie „puuuh, da brauchst du aber wieder Sitzfleisch“. Aber dennoch verging die Zeit wie im Flug und es kam keinen Moment bei mir Langeweile o.ä. auf… das ist dann immer ein sehr gutes Zeichen dafür, dass man sehr gut unterhalten wurde! Von daher gibt es von mir definitiv eine Empfehlung und den Daumen nach oben für „Mission Impossible 6 – Fallout“

MISSION IMPOSSIBLE? – MISSION ACCOMPLISHED! – AUFTRAG ERFÜLLT!

Mario Doll

Die INDAC Kritik von Cedric Engels zu MARVELS „Ant-Man and the Wasp“

Eigentlich sind alle Marvel-Filme, die im Moment so ins Kino kommen, irgendwie Komödien. Aber Ant-Man war schon im ersten Teil 2015 primär eine Komödie. So ist es auch bei „Ant-Man and the Wasp“. Obwohl es natürlich auch Action-Segmente gibt, stehen die Lacher doch immer im Vordergrund. Und es sind gute Lacher. Die Autoren haben hier viel Feingefühl und Kreativität für charakterbasierten Humor bewiesen. Zwischen Lachern und Action gibt es auch noch ein paar herzerweichende Momente zwischen Scott und Cassie. Die Story verschwindet dabei zwar nicht im Hintergrund, ist aber am Ende des Tages die ganz normale Standard-Geschichte eines Marvelfilms. Langweilige Bösewichte, keine moralische Grauzone. Nichts besonderes. Aber dennoch ist „Ant-Man and the Wasp“ einer der besten Marvel-Filme der letzten Jahre, weil er sich darauf konzentriert nur eine Sache zu machen. Leute zum Lachen zu bringen. Und das mach der Film super.
Cedric Engels

Hier Uwe Flades INDAC-Kritik zu Christopher McQuarries „Mission: Impossible FALLOUT“

Irgendwas mit Plutonium
Verfolgungsjagden in Paris hat man ja schon einige gesehen, bei MI:6 wird man nich nur an Ronin, sondern vor allem an die Mutter aller French Car Speedings erinnert: Claude Lelouch´s „Rendevouz“. Bei den musikfreien Fahrszenen unterlegt nur mit Motorengeheul, Reifenquietschen und Schlittersounds fängt der Film hier an, richtig Spass zu machen. Die Action versetzt generell auch den routinierten Binge Watcher in Entzücken, die Wendungen dagegen sind wie von einer Künstlichen Intelligenz Script Software zusammengebastelt. Eingestreute Witzchen zwischen dem immer sympathischen Ensemble reissen es hier raus und man hat letztendlich genau den No-Brainer Spass den man sich erhofft.
Viele Grüsse

 

Die INDAC Kritik von Rike Trunzer zu Christopher McQuarries „Mission: Impossible FALLOUT“

Als ich das las, dachte ich sofort: Moment einmal: Mission Impossible 6?

Bei dieser Zahl kann einem schon der Gedanke kommen, ob die Welt wirklich einen sechsten Teil braucht. Und um genauso rasant auf den Punkt zu kommen, wie es die Aktion in Fallout tut, ja die Welt braucht definitiv einen sechsten Teil von Mission Impossible.

Mission Impossible 6 – Fallout ist für mich, trotz der ganzen neuen Technik, die zum Einsatz kommt, im Grunde doch ein absolut klassischer Spionage-/ und Agentenfilm, der den Fans alles liefert, was man sich von diesem Genre erwartet:

  • Die Welt steht aufgrund einer nuklearen Bedrohung kurz vor dem Abgrund
  • Männer rennen über Häuserdächer
  • Nachrichten zerstören sich selbst nach 5 Sekunden
  • Wilde Verfolgungsjagten mit schnellen Autos durch viel zu enge Gassen
  • Männer die an Helikoptern hängen
  • Große, beeindruckende instrumentale Arrangements
  • Bösewichte, die einfach nicht kleinbeigeben wollen
  • Ein Held, der trotz aller Widrigkeiten nie aufgibt und für sein Land und/oder Recht und Gerechtigkeit alles gibt

… und natürlich trägt Tom auch im sechsten Teil keinen Helm beim Motorradfahren.

Das hört sich nun so an, als hätte man das doch schon hundertfach genau so gesehen.

Doch kann man das überhaupt oft genug sehen?

Im Grunde geht es in allen großen Spionage-/ und Agentenfilmen genau darum:

Bösewicht will böses tun und der Gute versucht Ihn daran zu hindern. Ende der Storyline.

Und trotzdem lieben so viel, genauso wie ich dieses Genre. Denn ein gut gemachter Agentenfilm ist unterhaltsam und bringt einfach Spaß.

Mission Impossible bietet unglaubliche 147 Minuten geballte Aktion, die einen an den Kinosessel fesselt und einen verzückt am Strohhalm ziehen lässt, während man sich das nächste Gummibärchen angelt, ohne den Blick nur eine Sekunde von der Leinwand zu nehmen.

Christopher McQuarrie ist mit Mission Impossible 6 – Fallout eine moderne Adaption eines klassischen Spionagefilms gelungen. Er schafft es gekonnt, die urklassischsten Elemente eines Agentenfilms in eine moderne Umgebung zu transportieren und zu übersetzen, ohne dabei altbacken oder aufgesetzt zu wirken.

Mein Fazit:

Rike Trunzer

An alle, die bei Spionagefilmen gelangweilt gähnen und ständig nur die Stoyline kritisieren, lasst es lieber bleiben, Ihr werdet den Film nicht genießen können und nur an der Storyline herumkrikeln.

Aber ich hatte eine großartige Zeit und frage mich definitiv nicht mehr, ob es wirklich einen sechsten Teil von Mission Impossible braucht – ich finde ein siebter Teil ist auch noch drin!

Mission Impossible 6 – Fallout ist für alle Bond Fans und Liebhaber gepflegter Aktion ein absolutes Muss!

Rike Trunzer

http://www.rike-trunzer.de/

 

Die INDAC Kritik von Simon Weisse zu Christopher McQuarries „Mission: Impossible FALLOUT“

Tom Cruise alias Ethan Hunt ist zurück mit einer Neuauflage von Mission Impossible, die Sechste und um es von Vorab zu sagen, es ist diesmal wirklich gut gelungen ! Man hatte sich ja fast schon ein wenig gelangweilt in den vorherigen Filmen wo es Cruise sehr darum ging sich vor allem selbst darzustellen. Hier hat man den Eindruck daß er sich sich endlich mal nicht zu sehr ernst nimmt und es alles so übertreibt mit der ganzen Action daß das Publikum echt Spaß hat und sich an manchen Punkten köstlich amüsiert.

Der Plot ist am Anfang noch relativ einfach, eine Terrororganisation, die Apostel, wurden noch im vorherigen Film eingeführt. Diese Gruppierung will an drei Plutonium Kugel ran um Mega-Bomben an verschieden wichtigen Orten der Welt explodieren zu lassen. Ethan Hunt und sein IMF Team wird beauftragt diese Aktion zu stoppen aber es läuft natürlich nicht ganz so wie vorgesehen und die ganze Geschichte entwickelt sich weiter in immer wieder neue unerwartete Überraschungen die neue Herrausforderungen mit viel Action verlangen.

Simon Weisse

Ethan Hunt muss immer und immer wieder ran, wie gewohnt mit List und Bravour, aber nach all den Jahren werden seine Falten neben den Augen immer präsenter und selbst wenn er öfters wiederholt „I‘ll sort it out somehow“ (irgendeine Lösung werde ich schon finden) hört man auch ganz nebenbei ein „I‘m tired of this crap“ (mir reicht dieser Mist). Aber er wird kämpfen bis zum letzten Moment, weil er es immer schon gemacht hat und das ist auch gut so weil der Zuschauer bis zum Schluss unterhalten wird, wenn man Action liebt.

Dabei ist auch bemerkenswert wieviel praktische Stunts und Spezialeffekte hier und heutzutage bei diesem Film benutzt wurden. Neil Corbould war hier verantwortlich für die Practical Effects, er gehört zur Corbould Familie die inzwischen irgendwie jeden grossen Blockbuster mit SFX der in England gedreht wird mit grossem Talent betreut.

So sind die Verfolgungsjagden in Paris und London einfach grossartig und diese beiden Städte werden zum Glück nicht zu clichéhaft dargestellt wie es so oft passiert, dafür hat die Kamera ein paar sehr schöne Bilder dieser Orte gemacht, selbst wenn alles natürlich digital nachbearbeitet wurde, aber es hält sich doch in Grenzen.

Alles in Allem ein guter Popcorn Film für den Sommer der einfach Spaß macht, ohne viel Ansprüche …

Simon Weisse

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Die INDAC Kritik von Dominik Reinicke zu Peyton Reeds „Ant-Man and the Wasp“

Hallo Johannes,
Hallo INDAC,

Nachdem wir im letzten Marvel-Blockbuster „Avengers: Infinity War“ den großen Niedergang unserer Helden erleben durften, nimmt uns „Ant-Man and the Wasp“ auf ein eher klassischeres Abenteuer mit. Ein Sequel-Abenteuer wohlgemerkt, das zum Glück keine Zeit mehr darauf verwenden muss, Charaktere und Sachverhalte aus Teil 1 zu erklären. Die Story lässt sich schnell zusammenfassen: Der als Ant-Man bekannte Scott Lang (Paul Rudd) soll eigentlich seinen vom FBI erteilten Hausarrest absitzen. Allerdings kommen ihm dabei der Wissenschaftler Hank Pym (Michael Douglas) und seine Tochter Hope Van Dyke (Evangeline Lilly) in die Quere, die seine Hilfe brauchen, um Hopes Mutter aus dem Quantenreich zu befreien. Dabei stellen sich der Truppe das FBI, Geschäftsmann Sonny Burch (Walton Goggins) und ein geheimnisvoller Gegenspieler namens Ghost (Hannah John-Kamen) in den Weg.

Regisseur Peyton Reed hat seine Aufgabe an sich nicht schlecht gemacht. Der Film unterhält über lange Strecken und baut in fast allen Aspekten auf seinen Vorgänger auf. Mehr Action, mehr Gags und mehr Charaktere, die sich von Anfang bis Ende in einer nie enden wollenden Verfolgungsjagd gegenseitig auf den Fersen sind. Das ist spannend und rasant, aber lässt einen als Zuschauer manchmal leider auch ein wenig orientierungslos zurück. Einige Charaktere, besonders Sonny Burch, wirken nicht durchdacht und bringen den Film nicht voran. Die lustige und heitere Atmosphäre des Films lässt wirklich ernste Szenen nicht zur Geltung kommen. Da man dem Film aber anmerkt, dass er nicht ernst sein, sondern lieber chaotisch spaßige Unterhaltung bieten will, hab ich ihm das nicht wirklich übel genommen, sondern bin mit einem positiven Gefühl aus dem Kino gegangen.

Spätestens als die ersten Action-Szenen abliefen wurde mir übrigens auch klar, warum uns Disney den Film in 3D zeigt und nicht wie sonst in 2D. Die Effekte haben mir teilweise eine Gänsehaut beschert. Die Möglichkeiten, die einem das Groß/Klein-Gimmick beschert, wurden ganz klar genutzt und selbst als Nicht-3D-Fan sind mir alle Szenen, in denen aktiv mit den Ebenen gespielt wurde, positiv aufgefallen. Wer Bock darauf hat, wird nicht enttäuscht werden.

Dominik Reinicke

Die INDAC Kritik von Michael Knoll zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

ANT-MAN, das wortwörtliche Kleinod des MCU (Marvel Cinematic Universe) soll 3 Jahre nach seinem Debüt nun wieder die Leinwand erobern und endlich klären, warum ausgerechnet dieser Held nicht Bestandteil des INFINITY WAR Films war, oder eben auch nicht…

Bestach der erste ANT-MAN Film vor allem mit Humor und einer eher fadenscheinigen Story, die auf eine Serviette gepasst hat inklusive einem leider unterforderten Corey Stroll als antagonistischer Waffenbauer, geht die Fortsetzung glücklicherweise andere Wege. Diesmal entschied man sich für eine komplexere Geschichte mit drei antagonistischen Kräften. Nummer 1: Das FBI, welches den Hausarrest unseres Helden Scott Lang überwacht und seinen flüchtigen Mentor Hank Pym sucht. Dies sorgt für viele komödiantische Spannungsmomente, doch kommt in Form des zuständigen Agenten, gespielt von Randall Park, leider zu oft dümmlich daher. 2: Den Waffenhändler, ja Parallelen zum ersten Teil lassen sich wohl nicht vermeiden, verkörpert durch den (wieder!) unterforderten Walton Goggins. Aber der wichtigste Part ist Nummer 3: Der durch Wände gehende Superschurke ‚Ghost‘. Warum wichtig? Ohne zu viel zu verraten, es handelt sich um eine Figur mit einer persönlichen und emotionalen Agenda, die mit ihrer Fähigkeit nicht (wie im ersten Teil) den Hauptcharakter imitiert, sich trotzdem sehr gut ins Ant-Man Universum einfügt. Diese Tatsachen und das Ant-Man noch einen Sidekick namens ‚Wasp‘ bekommt, machen den klaren Unterschied des Films im MCU aus. Eine kleine emotionale Geschichte, welche die Figuren in den Vordergrund schiebt und sich mal nicht um die Rettung der Welt dreht.

Michael Knoll

Perfekt ist der Film allerdings nicht. Hier und da hätten ein paar Spitzen zugunsten der Charakterformung wegfallen können, denn der Film braucht eigentlich keine Blödeleien um sich auf seine humoristische Seite zu verlassen. Auch einige Logik-Löcher bzw. Erklärungen wären schön gewesen, um auch die Skeptiker im Kino zu beruhigen und die filmische Welt konsistenter zu gestalten.

Aber die wesentliche Frage nach dem Kontext im MCU bleibt. Man muss bis zur Mid-credit Scene warten, bis die Verbindung endlich hergestellt wird und dann ist es auch eher enttäuschend. Es entstehen 2 Eindrücke: Erstens, dass der Film auch vor INFINITY WAR hätte spielen können und es sich in der Filmreihenfolge um eine Verleih-technische Studioentscheidung handelt, die leider nicht aus der bzw. den Geschichten heraus begründet ist. Was bleibt, ist der fade Nachgeschmack, dass das MCU gar nicht so gut durchdacht ist und größtenteils auf Pseudo-Zusammenhängen basiert. Zweitens haben die Ereignisse des INFINITY WAR rund um die Welt scheinbar absolut keinen Einfluss auf San Francisco, wo ANT-MAN spielt. Dies sorgt für Irritationen und unterstreicht erstere These noch.

Am Ende bleibt ein unterhaltsamer Popcorn-Film im Schatten seiner Studio-Limitierungen. Wer den ersten Teil mochte, wird auch sicherlich hier seinen Spaß haben. Viele Dinge wurden definitiv zum Guten justiert, aber es bleibt noch erzählerische Luft nach oben. Ein Potenzial, das hoffentlich noch ausgeschöpft wird.

Michael Knoll

Hier die INDAC Kritik von Lisa Nguyen zu Genndy Tartakowskys „Hotel Transsilvanien 3: Ein Monsterurlaub“

Hotel Transsilvanien 3“ (Orignaltitel: „Hotel Transylvania 3“) ist der dritte Teil des 3D Computer Animinierten Franchise „Hotel Transsilvanien“, in der die uns bekannten Monster aus den ersten beiden Teilen aus ihrer gewohnten Umgebung, dem Hotel, heraustreten und ihren Sommerurlaub auf einem Monster-Kreuzfahrtschiff machen. Im Urlaub entdeckt Dracula Captain Ericka und verliebt sich in die Menschenfrau. Dracula steht nun zwischen einer neu entdeckten Flamme und seinem Urlaub mit seiner Monster Familie.

Ein wunderschöner, leichter Film für den Sommer mit der Familie. Die Zielgruppe war ziemlich eindeutig 6 bis 12-jährige. Die Witze und Gags sind sehr simpel und einfach zu verstehen, genauso wie der Handlungsstrang. Die Animationen sind wunderschön und auch die wiederkehrenden Charaktere sind für Kinder, die bereits Fans von den ersten beiden Teilen waren, ein Genuss.  Der Haupthandlungsstrang ist einfach und gut zu verstehen, nebenbei laufen noch einzelne Handlungsstränge, die man gut hätte weglassen können.

Im Allgemeinen ist es ein Film für Kinder und die Familie.  Die Moral, dass alle gleich sind, egal ob Mensch oder Monster wird zum Ende klar und ist in dieser Zeit mehr als wichtig. Leider war das gefühlt die einzige Moral, die ich aus dem Film mitgenommen habe, als ich den Kinosaal verließ. Dennoch würde ich mir den Film mit meinen Nichten noch einmal ansehen, um die Animationen und den wunderschönen Stil des Filmes genießen zu können.

Lisa Nguyen, Berlin

Die INDAC Kritik von Letty Felgendreher zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Dachte man vielleicht noch als etwas unbedarfterer Kinogänger, nach „Avengers: Infinity War“ würde nun erstmal eine Pause anstehen – falsch, es kamen „Deadpool 2“ und „Ant-Man and the Wasp“. Das Superhelden-Fan-Herz soll ja weiter bei Laune gehalten werden – also gibt es ca. alle 2-3 Monate einen neuen Film. Gefühlt gibt es die „Zugpferde“ des Marvel-Universums, deren Franchise sehr präsent ausgearbeitet und präsentiert wird – und dann gibt es die, die etwas unbekannter scheinen, für die es nicht ganz so viel Promotion gibt – aber die durchaus sehenswert sein können.

Letty Felgendreher

„Ant-Man and the Wasp“ bleibt der Linie Marvels treu, ein Film zu sein, der genug Humor und Spaß bietet, um die Dinge nicht zu ernst zu nehmen, sich gleichzeitig aber auch dem plakativ emotionalen Topf bedient, welcher natürlich mit dramatischer Musik unterlegt nicht zu kurz kommen darf – denn es muss ja irgendwie um etwas gehen –  aber bitte nicht so tiefgründig, dass man gar dazu geneigt wäre, melancholisch zu werden.

Diesmal geht es nicht um die Rettung der ganzen Welt – das ist ja schon mal erfrischend! Es geht um persönliches Bestreben, das Auseinandersetzen mit der Vergangenheit. Es ist unterhaltsam dem Schauspiel zuzuschauen, dem Spiel mit den Größenverhältnissen  und die hübschen Marvel-typischen VFX auf sich wirken zu lassen. Auch das Setting ist solide präsentiert, es gibt nicht allzu viele auffällige Logiklöcher. „Ant-Man and the Wasp“ entlässt einen unterhalten, ohne das Bedürfnis ihm gedanklich stark nachzuhängen.

Er ist für einen netten Kinoabend durchaus geeignet.

Letty Felgendreher

Hier die INDAC Kritik von Robert Hranitzky zu Marvels „Ant-Man and the Wasp“

Bei Marvel Filmen ist die Erwartungshaltung mittlerweile schon sehr hoch und erst Recht bei der Fortsetzung des überaus erfolgreichen Vorgängers „Ant-Man“. Zugegeben dachte ich beim ersten Trailer zum ersten Teil: Ehrlich jetzt – ein „Ameisenmann“ der auf Ameisen reitet? Ok, ich kannte die Comics nicht, aber es erschien mir irgendwie zu absurd. Oh, wie falsch ich lag, denn wie auch der erste Teil verzaubert der zweite Teil einen erneut und überrascht sehr durch seine Leichtigkeit. Regisseur Peyton Reed und seinen Schreibern gelingt der feine Spagat zwischen Witz/Charme und Action/Spannung. Ich finde es sensationell, wie es mal wieder gelungen ist, den Film so lustig und unterhaltsam zu gestalten, ohne aber jemals albern zu wirken. Es gibt brillante Szenen, da kommt man aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Ant-Man and The Wasp hat eine gehörige Portion Selbstironie und nimmt sich nicht zu ernst, ist aber dennoch spannend und ernst genug, so dass man mitfiebert und es dem Zuschauer eben nicht egal ist, wie es ausgeht.

Die Geschichte überzeugt, genauso wie die alten als auch die neuen Character. Im übergeordneten MCU spielt dieser Film hier eher auf einem Nebenkriegsschauplatz – und das ist auch gut so. Es gibt hier praktisch weder Altlasten noch allzu viele parallele Handlungsstränge, die der Film erzählen oder ansprechen muss. Somit kann man sich voll und ganz dieser kleinen, aber feinen Story widmen. Allerdings macht sie absolut Sinn und fügt sich nahtlos in das „große Ganze“ ein, gerade auch im Bezug auf den jüngsten Marvel Film Infinity War. Tatsächlich versteht man im Anschluß auch ein paar Dinge im gesamten Zusammenhang besser, mehr wird nicht verraten…

Mit dabei sind wieder Evangeline Lilly, Paul Rudd, Michael Douglas und Fan Favorite Michael Peña, die allesamt ihre Rollen super spielen und auch außerordentlich gut gecastet sind. Auch die Neuzugänge Michelle Pfeiffer, Hannah John-Kamen und Laurence Fishburne fügen sich hier sehr gut ein und sind eine willkommene Ergänzung im bereits riesigem Pool von unzähligen Stars des MCU.

Die VFX sind natürlich erste Sahne, wie es sich für einen Marvel Film gehört. Von daher keine wirkliche Überraschung. Es fällt allerdings sehr positiv auf, dass viele Effekt Shots nicht nur rein Mittel zum Zweck sind, sondern oft einer coolen oder witzigen Situation dienen. Es sind viele originelle Ideen dabei, die mit den Größen und damit verbundenen Vor- und Nachteilen spielen. Besonders gut gelungen ist die visuelle und glaubhafte Darstellung von Größe – egal ob riesig oder winzig. Die Größenverhältnisse und entsprechende Details sind bis ins letzte nahezu perfekt und unheimlich liebevoll umgesetzt. Kein Wunder, so haben fast alle großen VFX Studios mitgewirkt. Leider gibt es sehr viele Filme wo die Miniaturisierung (oder umgekehrt) nicht ganz so glaubhaft rüberkommt – hier allerdings wirkt es fast immer beimahe perfekt.
Ein wenig hin- und hergerissen war ich zunächst, als mal wieder eine Szene mit verjüngten Darstellern zwecks Flashback gezeigt wurde. Ich dachte zuerst, dass auch hier wieder die obligatorische CGI Verjüngung zelebriert werden möchte, allerdings war ich eher positiv überrascht, wie gut es letztlich gemacht war!

Insgesamt ist der Film durchweg sehr unterhaltsam, dabei meiner Meinung nach ohne jegliche Längen und somit ein absoluter Sommer Blockbuster, den man auch sicherlich mehrmals anschauen kann.

Robert Hranitzky

Die INDAC Kritik von Rike Trunzer zu Genndy Tartakowskys „Hotel Transsilvania 3 – Ein Monster Urlaub“

Da mich der zweite Teil von „Hotel Transsilvanien“ nicht wirklich umgehauen hatte, war ich sehr gespannt was nun im dritten Teil kommen würde. Der Titel „Ein Monster Urlaub“ ließ mich nun nicht unbedingt viel erwarten, da sich der Titel doch eher nach einem sehr seichten Thema und dem krampfhaften Versuch anhörte, aus „Hotel Transsilvanien“ nun noch unbedingt, irgendwie einen dritten Teil herauszuquetschen. ABER…. weit gefehlt!

Ich kann voller überzeugen sagen, ich hatte einen megamäßigen Monster-Spaß und habe den kompletten Film in vollen Zügen genossen! Klar hat der Film keine tiefgreifende Storyline, die in die Literaturgeschichte eingehen wird. Die Monster, allen voran Dracula, sind überarbeitet und brauchen unbedingt Urlaub vom stressigen Hotelalltag in Transsilvanien. Also was läge da nicht näher, als einmal mit der gesamten Familie und samt Freunden auf eine Kreuzfahrt zu gehen. Soweit so gut und unspektakulär. Die Story ist es also nicht, die mich überzeugt hat – aber die Art der Animation und der Gags hat es.

Ich bekenne mich schuldig, ich bin ein „Looney Tunes“- Kind. Ich bin mit Marvin, Pepé, Elmer, Taz, Road Runner, Daffy und all den anderen groß geworden. Und wer, wie ich, die klassischen Looney Tunes Streifen liebt und vor allem deren Art von Humor, der wird auch definitiv seinen Spaß an „Hotel Transsilvanien 3“ haben! Die Animation der Bewegungen der Figuren aus „Hotel Transsilvanien 3“ sind absolut übertrieben. Aber genau darin liegt die Genialität der Animation. Denn die Animatoren schaffen es, dass die Figuren aus „Hotel Transsilvanien 3“  rein durch ihre Körperbewegungen ihre jeweilige Stimmung und ihren Gemütszustand ausdrücken. Und dabei finden Sie immer die richtige Balance zwischen totalem Wahnsinn und dem perfekten Gag. So etwa, wenn Dracula mit den fantastischsten Dance-Moves über das Aussichtsdeck des Traumschiffes schwoft, während Erika, die Kapitänin, versucht Dracula umzubringen und immer wieder aufs Neue absolut kläglich daran scheitert.

Rike Trunzer

In diesen Momenten ziehen die Macher von „Hotel Transsilvanien 3“  alle Register der klassischen Looney Tunes Gags. Und ich habe mich im Kinosessel wieder gefühlt wie damals als Kind…. und ich habe inständig gehofft, dass diese Sequenz nie zu Ende gehen wird, da ich nicht genug davon bekommen konnte. Ich kann auch nicht unerwähnt lassen, dass den Machern mit der Darstellung des total verliebten Draculas ein Meisterwerk gelungen ist. Jeder, der schon einmal Face Expressions animieren musste, weiß wie fürchterlich schwierig das ist. Deswegen ziehe ich meinen Hut vor den „Hotel Transsilvanien 3“-Animatoren, die es geschafft haben einen derart dämlich, dusselig, verliebten Gesichtsausdruck zu animieren. Obwohl diese Face Expressions total übertrieben und total unnatürlich sind, haben die Animatoren es geschafft, dass eben diese total dämlichen Gesichtsausdrücke, total glaubwürdig und authentisch rüberkommen. Und am Ende vermittelt der Film dann auch noch eine großartige Botschaft: Es ist egal, wer man ist und wie man aussieht. Jeder, du und ich, können jede Menge Spaß zusammen haben!

Was für ein tolles Statement – gerade in den heutigen Zeiten! Mein Fazit, alle Daumen hoch! Ein Film mit monsterhaftem Spaßfaktor!

Rike Trunzer

www.rike-trunzer.de

Die INDAC Kritik von Marc Lindemann zu Universals „SKYSCRAPER“

Große Vorfreude machte sich  bei mir  auch wegen der Besetzung breit: Dwayne Johnson, Neve Campbell, Chin Han, Noah Taylor, Roland Møller, Byron Mann, Pablo Schreiber, Hannah Quinlivan. So sind doch alte Bekannte endlich mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen und spätestens beim Erblicken von Neve Campbell bekommt man Lust, „SCREAM“ mal wieder  anzugucken, aber auch die noch nicht so oft auf der Leinwand zu sehenden Darsteller erfreuten mich. Bei der Regie und Drehbuch: Rawson Marshall Thurber gibt es auch nix zu meckern, er liefert hier ein solides Werk ab.

Leider  bietet der Film nicht viel Neues (außer natürlich bei den Visual Effects) und nach dem ersten Trailern und Teasern war eigentlich von Minute 1 an alles vorhersehbar und wenig überraschend. Dies liegt aber nicht an den Darstellern, Schnitt oder Effekten sondern mehr daran das die Thematik schon unzählige Male so oder so ähnlich in Serien und Filmen verarbeitet wurden.

http://upig.de/micro/skyscraper

Ein Hochhaus, ein Ex-Angehöriger einer Spezialeinheit und eine plötzliche Wendung, die dem Protagonisten ein anderes Leben aufzwingt, all dies kommt einen irgendwie bekannt vor. So wird es auch niemanden überraschen, dass unser Held, wie sollte es auch anders sein, von seinem ehemaligen Spezialeinheitsfreund für einen Security Job vorgeschlagen und bei aller Freundschaft letztendlich von diesem verraten wird.  Dies hat man irgendwie schon zu oft gesehen und so kommt einen der Plot auch vor, als wenn man im Xten Remake sitzt.

Nichts desto trotz kommt keine Langeweile auf, denn Dank der hervorragenden 3D Effekte die einem die Höhenangst nur so in den Sitz treibt, ist man dermaßen geflashed, dass man am Ende denkt, schade, das war viel zu schnell zu Ende. Dieser Film ist für mich die derzeitige Referenz, wenn es um 3d Effekte geht! Mir sind keine Doppelkonturen im Film aufgefallen, und die Ebenentiefen, die hier geboten werden, können locker mit AVATAR mithalten und legen gefühlt die Messlatte ein Stückchen höher. Allgemein fügen sich die Effekte so gut in den Film ein, dass man sich am Ende fragt, was von dem höchsten Gebäude der Welt war wirklich als Kulisse vorhanden und was ist letztlich im PC entstanden. Der Film kann sich den ein oder anderen Seitenhieb auf andere Produktionen nicht verkneifen und diese haben mir zumindest ein dickes Grinsen ins Gesicht gezaubert, auch wenn dies wiederum dazu beiträgt, dass man jenes irgendwo so ähnlich schon mal gesehen hat.

Ich habe mich letztendlich gut unterhalten gefühlt und war im Vorfeld besonders auf die Effekte gespannt! Wer jetzt vielleicht nicht so an den Effekten auf Großer Leinwand interessiert ist, dem wird es wohl unterm Strich zu wenig Film sein.

Mein Fazit: solides Popcornkino mit hervorragenden Effekten, wobei die Story allerdings nicht viel Neues bietet und den Darstellern auch nicht zu viel abverlangt.

Beste Grüße

Marc Lindemann
displaycalibration
www.displaycalibration.de

„Done properly parenting is a heroic act. Done properly!“ Robert Hranitzkys INDAC-Kritik zu Brad Birds „Die Unglaublichen 2“

„Done properly parenting is a heroic act. Done properly!“

14 Jahre hat es gedauert, bis die lang erwartete Fortsetzung des überaus erfolgreichen Pixar Film „The Incredibles“ endlich unsere Kinos erreicht. Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung, insbesondere da der erste Teil einer meiner All-Time Favorites ist und weil Pixar in den letzten drei Jahren mit „Inside Out“ und „Coco“ richtige Kracher hingelegt hat und dabei selbst immer wieder neue Maßstäbe setzte. Wie auch beim ersten Teil führte wieder Brad Bird Regie und schrieb auch das Drehbuch. Seine Handschrift ist unverkennbar und trägt entsprechend massiv zum rasanten Style und Flair des Films bei.
Und auch diesmal ist es nicht nur ein sehr guter Animationsfilm, nein – es ist einfach ein grandioser Film. Punkt. Ich werde dieses Review auch möglichst Spoiler Free halten, damit der Spaß und die Spannung nicht verdorben wird, daher gibt es von mir wenig zur eigentlichen Geschichte.


Die Story ist durchgängig von Anfang bis Ende sehr unterhaltsam dabei auch spannend und actiongeladen, aber auch in ruhigen Momenten geprägt von Charme, Witz und Metaphern. Man hat im Bezug auf die Charaktere sofort ein vertrautes wohliges Gefühl und die Zeit, die es normalerweise braucht eine emotionale Bindung und Vertrautheit aufzubauen, wird hier in die Vertiefung der Charaktere investiert. Eines der übergeordneten Themen ist Familie, mit all seinen Problemchen die man im Alltag hat: Baby/Kinder in Trotzphase, Pubertät, Gleichberechtigung, Arbeit, Work-Life-Balance, Schlafmangel, usw. …

Handwerklich ist der Film erwartungsgemäß super. Der Look und die visuelle Qualität bezüglich Texturen, Fluids, Details wie Haaren und Haut ist noch mal besser als beim vorhergehenden Pixar Film und – natürlich – auch massiv detailierter und besser als im ersten Teil. Dennoch wirkt es vertraut und ein Stück weit auch so, wie es die Macher vor 14 Jahren gerne dargestellt hätten, es aber aufgrund technischer Limits nun mal nicht besser ging. Gleichzeitig ist es beeindruckend, dass die Bildsprache dennoch aufrecht erhalten ist. Der Charme der sechziger und der entsprechende Stil zieht sich wie im Vorgänger wie ein roter Faden konsequent durch den Film. 
Sehr beeindruckend und auffällig gut ist einerseits die Kameraführung mit dynamischen Einstellungen, aber andererseits begeistert auch das gerade Lighting. Viele Szenen sind so gut geleuchtet …

Die Animation ist unheimlich liebevoll und viele Szenen hätten von „echten“ Schauspielern gar nicht besser dargestellt werden können. Insbesondere die Familien Szenen sind sensationell und mit so viele Liebe zum Detail animiert. Viele kleine Details und Verhaltensmuster vom Nachwuchs werden so passend und witzig dargestellt, dass man nach einem mal Anschauen gar nicht alle wahrnehmen kann und hier der Film auf jeden Fall ein weiteres mal angeschaut werden möchte. 
Gerade als Familienvater habe ich mich persönlich in etlichen Szenen und Momenten wiedergefunden. Es gibt so viele lustige Momente, sei es Schlafmangel oder die alltäglichen kleinen Herausforderungen mit Kids, die so passend dargestellt sind, dass man auf jeden Fall merkt, dass hier die ein oder andere persönliche Erfahrung eingearbeitet (und verarbeitet) wurde – und genau deswegen ist so gut und glaubhaft. 

Hervorzuheben muss man auch die Stimmen: Die Protagonisten werden von den gleichen Darstellern gesprochen, wie auch beim ersten Teil – bis auf Dash, der aufgrund des Alters nun von einem anderen, jungen Schauspieler gesprochen wird. Auch Samuel L. Jackson ist wieder unverkennbar und unnachahmlich als Frozone dabei. Neu aber ebenfalls sehr passend ist Bob

Robert Hranitzky

Odenkirk (aka Saul Goodman aus Breaking Bad & Better Call Saul) als Winston Deaver. Aus den gleichen TV Shows bekannt, ist auch der grummelige Jonathan Banks (aka Mike Ehrmantraut) als Stimme von Rick Dicker dabei.

Baby Jack Jack hat nach seinem eigenen Kurzfilm von 2004 nun endlich auch einen größeren Anteil im Film und hat dabei erfreulicherweise etliche Hero Momente. Teilweise stiehlt der Kleine den „Großen“ ganz schön die Show… Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. 

Letztendlich kommt auch eine alte Bekannte aus dem ersten Teil wieder vor und sagt einen schönen Satz, welcher ganz gut eines der großen Themen des Films sympathisch aufgreift:
„Done properly parenting is a heroic act. Done properly!“ Gute Eltern sind heimlich irgendwie doch die wahren Helden des Alltags.   

Robert Hranitzky

http://www.hranitzky.com/

Hier die INDAChs Kritik von Marina Hartfelder zu Juan Antonio Bayonas „Jurassic World: Das gefallene Königreich“

Moin,

die Filmkritik zu ‚Jurassic World: Das gefallene Königreich‘ von Juan Antonio Bayona.

Jurassic World: Das gefallene Königreich ist der Fünfter Teil der Jurassic-Park-Reihe über das Klonen von Dinosauriern in der heutigen Zeit und die direkte Fortsetzung zum Erfolgshit „Jurassic World“, dem vierten Teil des Franchise. 

Die von den Sauriern eroberte Vergnügungsparkinsel Nebula steht vor ihrer Auslöschung, denn der aktive Vulkan droht auszubrechen und alles zu töten. Die ehemalige Parkdirektorin Claire (Bryce Dallas Howard), ihr ‚Dinosaur Protection Group‘ Team und der Saurier Dompteur Owen (Chris Pratt) kehren zurück auf die Insel, um Blue und so viele Saurier wie möglich zu retten. Doch der Sponsor der Rettungsaktion hat alles andere im Sinn als die ausgestorbenen Tierarten in Sicherheit zu bringen.

Die erste Hälfte des Films hat wirklich Spaß gemacht. Es fängt spannend an, begeistert mit brillanten Bildern und erzeugt beim Zuschauer das erwartungsvollen ‚WOW‘, die haben es doch geschafft den letzten Teil zu topen. Auch wurde das innerliche Kind, das mal den Berufswunsch hatte, Paläontologe zu werden, mit den lebendig gewordenen Urzeitriesen in 3D zufriedenstellend bedient. Wir reden jetzt nicht über die schauspielerische Leistung. Man kann nur ahnen, was da passiert ist (selbst der kurze Auftritt von Jeff Goldblum konnte das nicht retten). Sagen wir einfach ‚Blue‘ ist der eigentliche Star dieses Films.

Und dann nimmt es eine dramatische Wende. Sie kommt erst schleichend und dann wie ein Vorschlaghammer. Die Geschichte verliert sich mit der Spannungskurve. Die Charaktere sind furchtbar klischeehaft und einfach nur noch unglaubwürdig. Die Bösewichte geradezu putzig. Und der ‚INDOOR‘ Saurier setzt die Krone auf. Oder ist es der kapitalistische Manager/Assistent. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden.

Mehr fällt mir dazu beim besten Willen nicht ein.

Gefreut habe ich mich über die kleine Überraschung vom Screening Veranstalter. Eine Saurier Sammelfigur in undurchsichtiger Verpackung. Nun taste ich mich durch etliche andere davon am Kiosk, um Blue zu ergattern.

Fazit: Die Dinosaurier sind beeindrucken und in 3D im Kino auf großer Leinwand zu empfehlen.

Marina Hartfelder

http://marinahartfelder.eu/

 

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